Tierpfleger/in
Tierpflege, Forschung & Zoo
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.216 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Landwirtschaft, Natur & Tiere
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Tiere beobachten, füttern und tränken
-
Unterkünfte einrichten, reinigen und desinfizieren
-
Gesundheitszustand und Verhalten dokumentieren
-
Tiere beschäftigen, trainieren und transportieren
-
bei Zucht, Behandlung oder Untersuchungen mitwirken
-
Besucher, Tierhalter oder wissenschaftliche Teams informieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Tiere beobachten, füttern und tränken; Unterkünfte einrichten, reinigen und desinfizieren; Gesundheitszustand und Verhalten dokumentieren. Später kommen hinzu: Tiere beschäftigen, trainieren und transportieren; bei Zucht, Behandlung oder Untersuchungen mitwirken; Besucher, Tierhalter oder wissenschaftliche Teams informieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Forschungseinrichtungen und Tierkliniken, Tierheimen und Tierpensionen oder Zoos, Tierparks, Aquarien und Wildgehegen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:30 Uhr
Kontrollgang.
Sind alle Tiere da, wie geht es ihnen, ist über Nacht etwas passiert.
-
7:30 Uhr
Ausmisten und reinigen.
Der größte und unspektakulärste Block des Tages.
-
10:00 Uhr
Futter vorbereiten und ausgeben, je Tier nach Plan und Menge.
-
12:00 Uhr
Beschäftigung anbieten: Futter verstecken, Struktur ändern, Training üben.
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14:00 Uhr
Tierarzt begleiten und Beobachtungen dokumentieren.
-
16:00 Uhr
Abendkontrolle, Anlagen sichern, Übergabe.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in Tierhaltung, Forschung und Zoo
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Chemie, Deutsch, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Forschung und Klinik konzentriert sich auf Versuchstier- und klinische Pflege, Tierheim und Tierpension auf Heimtiere und Vermittlung, Zoo auf Wildtiere, Anlagen und Besucherinformation.
– Forschung und Klinik
– Tierheim und Tierpension
– Zoo
- Anatomie, Verhalten und Bedürfnisse von Tieren verstehen
- Futterrationen und Haltungssysteme anwenden
- Unterkünfte hygienisch betreiben
- Krankheiten erkennen und Behandlung unterstützen
- Tiere sicher handhaben und transportieren
- Zucht, Beschäftigung und Dokumentation durchführen
- eine Fachrichtung vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.216 €
2. Ausbildungsjahr
1.270 €
3. Ausbildungsjahr
1.331 €
Nach der Ausbildung
Einstieg im öffentlichen Dienst
ca. 2.700–3.100 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder Bereichsleitung
ca. 3.300–4.200 € brutto im Monat
Kommunale Zoos zahlen nach TVöD, mit Zuschlägen für Wochenend- und Feiertagsdienst. Tierheime und private Einrichtungen liegen häufig darunter. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Träger und dem Tarifwerk.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Fachrichtung und Arbeitgeberbereich können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Ausbildungsplätze sind rar, und viele bewerben sich jahrelang.
- Der Alltag ist Reinigen und Füttern, nicht Streicheln.
- Wochenend-, Feiertags- und Bereitschaftsdienste gehören dazu: Tiere haben keinen Kalender.
- Tiere sterben, und manche muss man einschläfern lassen. Das geht mit nach Hause.
Besser als sein Ruf
- In kommunalen Zoos gilt Tarif, mit Zuschlägen und sicherem Arbeitsplatz.
- Du kennst deine Tiere über Jahre und merkst als Erste, wenn etwas nicht stimmt.
- Medizinisches Training hat den Beruf fachlich verändert: aus Festhalten wurde Mitarbeit.
- Der Beruf verbindet Biologie, Handwerk und Beobachtungsgabe.
Passt zu dir, wenn …
- du Tiere sachkundig und nicht nur emotional betreuen möchtest
- du körperliche Arbeit, Schmutz und Gerüche akzeptierst
- du Verhalten sehr aufmerksam beobachtest
- du auch an Wochenenden zuverlässig arbeitest
- Natur
- Körperliche Arbeit
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in für Tierpflege
Die Aufstiegsfortbildung des Berufs. Danach leitest du einen Bereich, planst Personal und bildest aus.
-
Spezialisierung auf eine Tiergruppe
Primaten, Huftiere, Vögel, Aquarium, Reptilien: In einem Zoo wird man über Jahre zur Ansprechperson für eine Gruppe.
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Training und Beschäftigung
Medizinisches Training macht aus einer Zwangsmaßnahme eine Mitarbeit: Tiere lernen freiwillig still zu halten. Ein Feld mit eigener Fachlichkeit.
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Wechsel zwischen den Fachrichtungen
Zoo, Forschung und Tierheim sind drei sehr verschiedene Arbeitsplätze. Wer mehr als einen kennt, ist auf dem kleinen Arbeitsmarkt besser aufgestellt.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Viele Zootiere lernen im medizinischen Training freiwillig mitzumachen: Blut abnehmen, Zähne zeigen, Gewicht messen. Das spart Narkosen, und macht einen erheblichen Teil der fachlichen Arbeit aus.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Tierpfleger/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei Trägern im öffentlichen Dienst bei rund 1.220 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt in kommunalen Zoos nach dem TVöD; private Einrichtungen zahlen unterschiedlich.
Welche Fachrichtungen gibt es bei Tierpfleger/in?
Drei: Zoo, Forschung und Klinik sowie Tierheim und Tierpension. Der Betrieb legt sie mit dem Ausbildungsvertrag fest, und die Arbeitsplätze unterscheiden sich stark.
Wie schwer ist es, einen Ausbildungsplatz zu bekommen?
Sehr schwer. Auf jede Stelle in einem Zoo kommen viele Bewerbungen. Ein Praktikum vorher ist praktisch Voraussetzung, und Beharrlichkeit zählt.
Ist der Beruf so wie im Fernsehen?
Nein. Der größte Teil des Tages ist Reinigen, Füttern und Dokumentieren. Die schönen Momente gibt es, aber sie sind nicht die Arbeit.
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