Pferdewirt/in
Pferde, Landwirtschaft & Sport
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 971 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Landwirtschaft, Natur & Tiere
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Pferde füttern, pflegen und Gesundheitszustand beobachten
-
Ställe, Weiden und Ausrüstung organisieren
-
Pferde führen, bewegen und trainieren
-
Ausbildung, Zucht oder Rennbetrieb unterstützen
-
Kunden, Reiter und Besitzer betreuen
-
Betriebsabläufe, Dokumentation und Tierwohl sichern
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Pferde füttern, pflegen und Gesundheitszustand beobachten; Ställe, Weiden und Ausrüstung organisieren; Pferde führen, bewegen und trainieren. Später kommen hinzu: Ausbildung, Zucht oder Rennbetrieb unterstützen; Kunden, Reiter und Besitzer betreuen; Betriebsabläufe, Dokumentation und Tierwohl sichern. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Reit- und Ausbildungsställen, Zuchtbetrieben, Rennställen, Gestüten, Pferdepensionen und spezialisierten Landwirtschaftsbetrieben.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Füttern und Kontrolle.
Wer nicht frisst, wird notiert und beobachtet.
-
7:00 Uhr
Ausmisten, einstreuen, Wasser prüfen.
Der körperlichste Block des Tages.
-
9:00 Uhr
Pferde bewegen: reiten, longieren, führen, je nach Plan und Fachrichtung.
-
12:00 Uhr
Weidegang und Zaunkontrolle.
-
14:00 Uhr
Hufschmied oder Tierarzt begleiten, Behandlungen dokumentieren.
-
17:00 Uhr
Abendfütterung und letzte Kontrolle.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Landwirtschaft
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Sport, Wirtschaft/Recht, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Die fünf Fachrichtungen unterscheiden sich deutlich bei Training, Haltung, Zucht, Rennsport und reiterlicher Spezialisierung.
– Klassische Reitausbildung
– Pferdehaltung und Service
– Pferderennen
– Pferdezucht
– Spezialreitweisen
- Anatomie, Verhalten und Gesundheit von Pferden verstehen
- Fütterung und Haltung planen
- Pferde sicher führen und bewegen
- Ausbildung und Training durchführen
- Zucht- und Leistungsdaten dokumentieren
- Betriebswirtschaft und Kundenservice anwenden
- eine Fachrichtung vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
971 €
2. Ausbildungsjahr
1.043 €
3. Ausbildungsjahr
1.121 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.200–2.700 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief, Lizenz oder Stallleitung
ca. 2.900–3.900 € brutto im Monat
Die Pferdewirtschaft zahlt im Einstieg niedrig, und das gehört zur ehrlichen Auskunft dazu. Kost und Logis sind in vielen Betrieben Teil der Vergütung; frag im Bewerbungsgespräch, wie das gerechnet wird.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Region, Tarifbindung und Betrieb können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Die Bezahlung ist niedrig, besonders am Anfang.
- Sieben Tage die Woche muss jemand da sein, und oft bist du das.
- Körperlich hart: misten, heben, Pferde bewegen, und das bei jedem Wetter.
- Der Umgang mit großen Fluchttieren ist gefährlich, auch nach Jahren.
Besser als sein Ruf
- Du arbeitest mit Tieren, die dich über Jahre wiedererkennen, und siehst ihre Entwicklung.
- Lizenzen und Meisterbrief heben das Einkommen deutlich und sind erreichbar.
- Gute Pferdewirte sind rar; wer verlässlich ist, findet immer eine Stelle.
- Der Beruf ist fachlich anspruchsvoll: Fütterung, Gesundheit, Ausbildung, Zucht.
Passt zu dir, wenn …
- du täglich verantwortungsvoll mit Pferden arbeiten möchtest
- du körperliche Arbeit und frühe Arbeitszeiten akzeptierst
- du Verhalten und Gesundheit aufmerksam beobachtest
- du freundlich mit Besitzern, Reitern und Gästen umgehst
- Natur
- Körperliche Arbeit
- Arbeiten draußen
Nicht sicher?
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Meister/in der Pferdewirtschaft
Die Aufstiegsfortbildung, je Fachrichtung eigen. Mit dem Meisterbrief darfst du ausbilden und einen Betrieb führen.
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Trainer- und Ausbilderlizenzen
Über die Lizenzen des Verbandes kommst du in den Unterricht und in die Ausbildung von Pferd und Reiter. Dort liegt das bessere Einkommen.
-
Spezialisierung auf eine Fachrichtung
Klassische Reitausbildung, Pferdehaltung, Zucht, Pferderennen, Spezialreitweisen: fünf Fachrichtungen mit sehr verschiedenen Betrieben.
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Eigener Betrieb oder Stallmanagement
Pensionsställe, Zuchtbetriebe und Reitschulen suchen Leiter. Ein eigener Betrieb verlangt viel Kapital und noch mehr kaufmännisches Wissen.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Der Beruf kennt eine Fachrichtung, die mit Reiten wenig zu tun hat: In der Pferdezucht geht es um Anpaarung, Aufzucht und Geburtsüberwachung, und die Fohlen kommen bevorzugt nachts.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Pferdewirt/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb bei rund 970 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Einstieg niedrig; mit Meisterbrief, Trainerlizenz oder Stallleitung steigt er deutlich.
Welche Fachrichtungen gibt es bei Pferdewirt/in?
Fünf: Klassische Reitausbildung, Pferdehaltung und Service, Pferdezucht, Pferderennen und Spezialreitweisen. Der Betrieb legt sie mit dem Ausbildungsvertrag fest.
Muss man als Pferdewirt/in gut reiten können?
Für die Reitfachrichtungen ja, und zwar vor der Ausbildung. In Haltung und Service zählt der Umgang mit dem Pferd mehr als die reiterliche Leistung.
Arbeite ich am Wochenende?
Ja. Pferde werden täglich versorgt, und Turniere sind am Wochenende. Freie Tage liegen unter der Woche.
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