Tiermedizinische/r Fachangestellte/r
Tiermedizin, Praxis & Organisation
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 914 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Gesundheit & Medizin
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Tiere und Halter empfangen und Termine koordinieren
-
Behandlungsräume, Instrumente und Medikamente vorbereiten
-
Tiere bei Untersuchungen und Behandlungen sichern
-
bei Operationen, Röntgen und Laborarbeiten assistieren
-
Proben, Arzneimittel und Dokumentation bearbeiten
-
Leistungen abrechnen und Hygienevorgaben einhalten
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Tiere und Halter empfangen und Termine koordinieren; Behandlungsräume, Instrumente und Medikamente vorbereiten; Tiere bei Untersuchungen und Behandlungen sichern. Später kommen hinzu: bei Operationen, Röntgen und Laborarbeiten assistieren; Proben, Arzneimittel und Dokumentation bearbeiten; Leistungen abrechnen und Hygienevorgaben einhalten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Kleintier-, Großtier- und gemischten Tierarztpraxen, Tierkliniken, tierärztlichen Hochschulen und spezialisierten Einrichtungen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
8:00 Uhr
Sprechstunde vorbereiten, Medikamente und Bestände prüfen.
-
8:30 Uhr
Tiere annehmen, Gewicht und Vorgeschichte aufnehmen.
-
10:00 Uhr
Bei der Operation assistieren, Narkose überwachen.
-
12:30 Uhr
Laborproben untersuchen, Blutwerte bestimmen.
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14:00 Uhr
Röntgenaufnahme anfertigen, Tier ruhig halten.
-
17:00 Uhr
Abrechnung, Bestellung, Reinigung und Desinfektion.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in tierärztlichen Praxen und Kliniken
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Chemie, Deutsch, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Tierart, Praxisgröße und Spezialisierung bestimmen, ob Klein-, Groß-, Heim-, Pferde- oder Spezialtiermedizin stärker vorkommt.
- Anatomie, Krankheiten und Tierverhalten verstehen
- Tiere situationsgerecht betreuen und fixieren
- bei Diagnostik, Behandlung und Operation assistieren
- Laborproben und bildgebende Verfahren unterstützen
- Arzneimittel und Praxisapotheke verwalten
- Termine, Abrechnung und Dokumentation bearbeiten
- Hygiene, Strahlenschutz und Notfälle beherrschen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
914 €
2. Ausbildungsjahr
1.017 €
3. Ausbildungsjahr
1.129 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.200–2.500 € brutto im Monat
Mit Fortbildung oder in der Klinik
ca. 2.700–3.400 € brutto im Monat
Der Verdienst ist der wunde Punkt des Berufs und wird offen diskutiert. Kliniken mit Notdienst zahlen Zuschläge.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Praxisart, Region und Tarifbindung können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Der Verdienst ist niedrig, gemessen an Verantwortung und Belastung.
- Notdienste und Überstunden gehören in vielen Praxen dazu.
- Einschläferungen und schwere Fälle belasten emotional.
- Bissverletzungen und Kratzer sind ein reales Risiko.
Besser als sein Ruf
- Medizinische Facharbeit mit hoher Eigenständigkeit.
- Sehr gefragt: Praxen suchen bundesweit Personal.
- Fortbildungen erweitern die Aufgaben spürbar.
- Du hilfst Tieren, und die Besitzer merken es.
Passt zu dir, wenn …
- du Tiere magst und auch mit besorgten Haltern umgehen kannst
- du medizinische Assistenz und Organisation verbinden möchtest
- du bei Blut, Wunden und Notfällen ruhig bleibst
- du Hygiene und Dokumentation sehr genau nimmst
- Natur
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Spezialisierung auf eine Tierart
Pferde, Kleintiere oder Nutztiere haben eigene Abläufe und eigene Anforderungen.
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Tierärztliche Klinik
Kliniken mit Notdienst bieten anspruchsvollere Aufgaben und Zuschläge.
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Praxismanagement
Abrechnung, Bestellwesen und Organisation übernehmen.
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Fortbildungen
Anästhesie, Labor, Röntgen oder Physiotherapie am Tier sind eigene Qualifikationen.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Bei Narkosen wird nicht nach Gewicht allein dosiert, sondern nach Tierart, Rasse und Zustand: Manche Hunderassen reagieren auf bestimmte Wirkstoffe deutlich empfindlicher als andere. Deshalb steht vor jeder Narkose eine Untersuchung, nicht nur eine Waage.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Tiermedizinische/r Fachangestellte/r?
Du assistierst in der Tierarztpraxis: Tiere annehmen und halten, bei Untersuchungen und Operationen assistieren, Labor- und Röntgenarbeiten erledigen, Besitzer beraten, abrechnen und Termine planen.
Wie viel verdient man als Tiermedizinische/r Fachangestellte/r?
In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 914 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung gilt der Tarifvertrag für TFA mit Steigerung nach Berufsjahren; das Niveau liegt unter dem vergleichbarer medizinischer Berufe.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre.
Muss man Tiere mögen?
Ja, aber das reicht nicht. Du hältst Tiere, die Schmerzen haben und sich wehren, und du sprichst mit Menschen, die um ihr Tier bangen.
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