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Schuhfertiger/in

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Du stellst Schuhe in Serie her – vom Zuschnitt der Schaftteile bis zum fertigen Sport-, Freizeit- oder Sicherheitsschuh. Dabei verbindest du Leder, Textilien, Kunststoffe und Sohlen mit industriellen Maschinen und kontrollierst jeden Fertigungsschritt.

Schuhe, Textil & industrielle Fertigung

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.100–1.210 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Leder, Textilien und Kunststoffe nach Auftrag auswählen

  • Schaftteile schneiden, stanzen und vorbereiten

  • Teile steppen, kleben und zu Schäften verbinden

  • Schäfte und Bodenteile auf Leisten montieren

  • Sohlen befestigen und Schuhe finishen

  • Maße, Nähte, Klebungen und Oberfläche kontrollieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Leder, Textilien und Kunststoffe nach Auftrag auswählen; Schaftteile schneiden, stanzen und vorbereiten; Teile steppen, kleben und zu Schäften verbinden. Später kommen hinzu: Schäfte und Bodenteile auf Leisten montieren; Sohlen befestigen und Schuhe finishen; Maße, Nähte, Klebungen und Oberfläche kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in industriellen Schuh- und Schäftefabriken, Produktionshallen, Musterabteilungen und technischen Entwicklungsbereichen.

Ein Tag als Schuhfertiger/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:30 Uhr

    Auftrag prüfen: Modell, Größenlauf, Material, Stückzahl.

  2. 7:00 Uhr

    Maschinen einrichten, Probestück fertigen und messen.

  3. 9:00 Uhr

    Schäfte nähen, Serie in Bündeln durch die Fertigung führen.

  4. 11:30 Uhr

    Zwickmaschine: Schaft über den Leisten spannen, Sitz kontrollieren.

  5. 13:30 Uhr

    Sohlen aufbringen, Presszeiten und Klebetemperaturen einhalten.

  6. 15:00 Uhr

    Ausputzen, Endkontrolle, Kartonierung vorbereiten.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Schuhindustrie

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Kunst/Gestaltung, Chemie.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der Betrieb prägt, ob Sport-, Freizeit-, Berufs- oder Sicherheitsschuhe und welche Fertigungsstufen im Mittelpunkt stehen.

  • Werk- und Hilfsstoffe der Schuhfertigung beurteilen
  • technische Unterlagen und Arbeitsabläufe nutzen
  • Schneid-, Stanz- und Steppmaschinen bedienen
  • Schäfte vorrichten und montieren
  • Bodenbau und Sohlenbefestigung durchführen
  • Schuhe finishen und verkaufsfertig machen
  • Qualität, Sicherheit und Umweltstandards prüfen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

ab ca. 1.100 €

2. Ausbildungsjahr

arbeitgeberabhängig steigend

3. Ausbildungsjahr

bis ca. 1.210 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat

In der Musterfertigung oder Anlagenführung

ca. 3.000–3.800 € brutto im Monat

Es gilt der Tarif der Leder verarbeitenden Industrie, sofern der Betrieb gebunden ist. Deutsche Schuhproduktion ist selten, aber die verbliebenen Betriebe suchen Nachwuchs.

Aktuelles Arbeitgeberbeispiel der Schuhindustrie 2026, brutto pro Monat

Die Werte stammen aus einem aktuellen Ausbildungsangebot. Andere Schuhhersteller können abweichend vergüten.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Serienfertigung mit Stückvorgaben und Schichtbetrieb.
  • Kleber und Lösemittel verlangen Absaugung und Schutz.
  • Wenige Betriebe in Deutschland; die Suche nach einem Platz kann dauern.
  • Monotone Abläufe, wenn eine große Serie läuft.

Besser als sein Ruf

  • Ordentlicher Industrietarif mit Zuschlägen.
  • Du verstehst am Ende, wie ein Schuh wirklich aufgebaut ist.
  • Musterfertigung und Qualitätssicherung sind spannende Wege nach vorn.
  • In den verbliebenen Betrieben sind Übernahmechancen sehr gut.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du industrielle Fertigung und sichtbare Produkte verbinden möchtest
  • du Materialien und Maschinen genau beherrschst
  • du auch bei Serienarbeit aufmerksam bleibst
  • du Nähte, Klebungen und Oberflächen sorgfältig prüfst
  • Maschinen

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Musterfertigung

    Prototypen für neue Modelle zu bauen ist die anspruchsvollste Arbeit in der Schuhproduktion.

  • Anlagenführung

    Zwickmaschinen, Klebstraßen und Sohlenpressen sind komplexe Anlagen mit eigener Einweisung.

  • Qualitätssicherung

    Prüfen, ob Verklebung, Passform und Maße stimmen, bevor eine Serie ausgeliefert wird.

  • Industriemeister

    Die Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Fertigungsleitung.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Ein Schuh besteht je nach Modell aus über hundert Einzelteilen und durchläuft dutzende Arbeitsschritte. Die Sohle wird dabei nicht einfach angeklebt: Kleber, Temperatur, Anpressdruck und Presszeit sind für jede Materialkombination eigens festgelegt.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Schuhfertiger/in?

Du stellst Schuhe in Serie her: Zuschnitt vorbereiten, Schäfte nähen, Schuhe zwicken, Böden aufbringen, ausputzen, Maschinen einrichten und die Qualität prüfen.

Wie viel verdient man als Schuhfertiger/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.100 bis 1.210 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich der Leder verarbeitenden Industrie, mit Schichtzuschlägen darüber.

Was ist der Unterschied zum Maßschuhmacher?

Der Maßschuhmacher fertigt Einzelstücke von Hand. Der Schuhfertiger arbeitet in der Serienfertigung mit Industrieanlagen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

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