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Textil- und Modenäher/in

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Du nähst Bekleidung und textile Produkte in industrieller Fertigung. Schnittteile, Fadenlauf, Naht, Maschineneinstellung und Qualitätskontrolle müssen bei vielen gleichen Produkten zuverlässig stimmen.

Mode, Nähen & Serienfertigung

Dauer
2 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.160 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Material, Schnittteile und Fertigungsauftrag prüfen

  • Industrienähmaschinen einrichten und bedienen

  • Schnittteile nähen und Kanten verarbeiten

  • Verschlüsse, Taschen und Zubehör einarbeiten

  • Arbeitsabläufe in der Linie abstimmen

  • Naht, Maß, Muster und Verarbeitung kontrollieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Material, Schnittteile und Fertigungsauftrag prüfen; Industrienähmaschinen einrichten und bedienen; Schnittteile nähen und Kanten verarbeiten. Später kommen hinzu: Verschlüsse, Taschen und Zubehör einarbeiten; Arbeitsabläufe in der Linie abstimmen; Naht, Maß, Muster und Verarbeitung kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Bekleidungs-, Heimtextil-, Schutzkleidungs- und weiteren textilverarbeitenden Industriebetrieben.

Ein Tag als Textil- und Modenäher/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:30 Uhr

    Zuschnitt übernehmen und nach Größen sortieren.

  2. 7:00 Uhr

    Maschine einrichten, Probenaht am Reststück prüfen.

  3. 9:00 Uhr

    Serie nähen, Bündel für Bündel, nach Arbeitsplan.

  4. 11:30 Uhr

    Wechsel an die Überwendlichmaschine, Kanten versäubern.

  5. 13:30 Uhr

    Zwischenbügeln, Teile zusammenführen.

  6. 15:00 Uhr

    Sichtkontrolle, fehlerhafte Teile aussortieren und melden.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Bekleidungs- und Textilindustrie

    2 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Kunst/Gestaltung, Mathematik, Deutsch.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Produkt und Betrieb bestimmen Bekleidung, Schutzkleidung, Heimtextilien oder weitere textile Serienprodukte.

  • Textilien und Zutaten unterscheiden
  • Schnittteile zuordnen und vorbereiten
  • Industrienähmaschinen bedienen
  • Grundnähte und Verarbeitungstechniken ausführen
  • Zubehör und Verschlüsse einarbeiten
  • Arbeitsabläufe in der Serienfertigung verstehen
  • Qualität und Maße prüfen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.160 €

2. Ausbildungsjahr

1.230 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.200–2.700 € brutto im Monat

Nach dem dritten Jahr oder mit Spezialmaschinen

ca. 2.800–3.500 € brutto im Monat

Es gilt der Tarif der Textil- und Bekleidungsindustrie, sofern der Betrieb gebunden ist. Schichtzuschläge kommen dazu.

Tarifbeispiel der Textilwirtschaft 2025/2026, brutto pro Monat

Tarifgebiet und Betrieb können abweichen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Serienarbeit mit Vorgaben je Stunde.
  • Sitzende Tätigkeit mit sich wiederholenden Bewegungen.
  • Zwei Jahre sind ein Grundberuf, kein Endpunkt.
  • Wenige Betriebe in Deutschland; Ausbildungsplätze sind rar.

Besser als sein Ruf

  • Tarifliche Ausbildungsvergütung über dem Handwerksdurchschnitt.
  • Sauberer, warmer Arbeitsplatz mit klarem Feierabend.
  • Der Weg ins dritte Jahr steht offen.
  • In technischen Textilien wächst die Nachfrage, von Schutzkleidung bis Fahrzeuginnenraum.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne nähst und an sichtbaren Produkten arbeitest
  • du Maschinenarbeit und genaue Handgriffe magst
  • du auch bei wiederkehrenden Abläufen aufmerksam bleibst
  • du einen zweijährigen Einstieg in die Modeproduktion suchst
  • Handwerk
  • Maschinen

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Drittes Ausbildungsjahr

    Der Beruf dauert zwei Jahre. Mit dem dritten Jahr wirst du Textil- und Modeschneider.

  • Spezialmaschinen

    Stickautomaten, Überwendlichmaschinen und Schweißanlagen sind eigene Qualifikationen.

  • Qualitätsprüfung

    Wer Fehler früh erkennt, spart der Fertigung ganze Serien.

  • Technische Konfektion

    Der Wechsel zu technischen Textilien bringt andere Materialien und andere Löhne.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Eine Industrienähmaschine schafft mehrere tausend Stiche in der Minute und ist auf genau eine Naht spezialisiert. Deshalb steht in einer Fertigung nicht eine Maschine, die alles kann, sondern eine Reihe von Maschinen, durch die ein Teil wandert.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Textil- und Modenäher/in?

Du nähst in der Serienfertigung: Schnittteile vorbereiten, Maschinen einrichten, Nähte setzen, Teile bügeln und zusammenfügen, Qualität prüfen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Textil- und Modenäher?

Zwei Jahre. Sie ist die Grundstufe zur dreijährigen Ausbildung als Textil- und Modeschneider.

Wie viel verdient man als Textil- und Modenäher/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.160 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst etwas unter dem des Textil- und Modeschneiders.

Braucht man Erfahrung an der Nähmaschine?

Nein. Die Industriemaschinen unterscheiden sich ohnehin stark von Haushaltsmaschinen, und der Umgang wird von Grund auf gelernt.

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