Orthopädieschuhmacher/in
Gesundheit, Schuhe & Orthopädie
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 893 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Textil, Mode & Leder
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Füße und Gangbild erfassen
-
Leisten, Modelle und Maßunterlagen herstellen
-
Einlagen und orthopädische Maßschuhe fertigen
-
Konfektionsschuhe orthopädisch zurichten
-
Materialien kleben, nähen, schleifen und formen
-
Passform prüfen, anpassen und Kunden beraten
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Füße und Gangbild erfassen; Leisten, Modelle und Maßunterlagen herstellen; Einlagen und orthopädische Maßschuhe fertigen. Später kommen hinzu: Konfektionsschuhe orthopädisch zurichten; Materialien kleben, nähen, schleifen und formen; Passform prüfen, anpassen und Kunden beraten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in orthopädieschuhtechnischen Werkstätten, Sanitätshäusern, Reha- und Versorgungsbetrieben.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
8:00 Uhr
Patient mit Verordnung: Fuß begutachten, Abdruck oder Scan nehmen.
-
9:30 Uhr
Leisten bearbeiten, Korrekturen aufbauen.
-
11:00 Uhr
Einlagen fräsen, schleifen und beziehen.
-
13:00 Uhr
Zurichtung an einem Konfektionsschuh: Absatzerhöhung, Abrollhilfe.
-
15:00 Uhr
Anprobe: Druckstellen prüfen, Gangbild beobachten, nacharbeiten.
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17:00 Uhr
Versorgung dokumentieren, Abrechnung für die Kasse vorbereiten.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung im Orthopädieschuhmacher-Handwerk
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Werken/Technik, Mathematik, Deutsch.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betriebe können sich auf Einlagen, Maßschuhe, Diabetesversorgung, Sport oder Rehabilitation konzentrieren.
- Anatomie, Krankheitsbilder und Gang verstehen
- Maße, Abdrücke und digitale Scans nutzen
- Leisten und Modelle herstellen
- Einlagen, Zurichtungen und Maßschuhe fertigen
- Leder, Kunststoffe und Polstermaterialien verarbeiten
- Passform und Funktion kontrollieren
- Kunden betreuen und Leistungen dokumentieren
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
893 €
2. Ausbildungsjahr
1.011 €
3. Ausbildungsjahr
1.128 €
4. Ausbildungsjahr
1.214 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder eigenem Betrieb
ca. 3.300–4.800 € brutto im Monat
Die Gesundheitshandwerke rechnen mit den Krankenkassen ab; Betriebe mit Kassenzulassung stehen wirtschaftlich stabil. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Versorgungsschwerpunkt.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Region, Tarifbindung und Betrieb können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Staub beim Schleifen und Fräsen, dazu Kleber und Lösemittel.
- Du arbeitest an Menschen mit Schmerzen und großer Erwartung.
- Dreieinhalb Jahre sind eine lange Ausbildung.
- Ohne Meisterbrief bleibt der eigene Betrieb verschlossen.
Besser als sein Ruf
- Handwerk mit medizinischem Nutzen: Deine Arbeit nimmt Schmerzen.
- Ein kleiner Beruf mit sehr guter Auftragslage, auch durch die Altersstruktur.
- Verbindung aus Handarbeit, Messtechnik und Beratung.
- Der Meisterweg führt in eine wirtschaftlich stabile Selbstständigkeit.
Passt zu dir, wenn …
- du Gesundheit und Schuhhandwerk verbinden möchtest
- du empathisch mit Menschen und Beschwerden umgehst
- du sehr genau auf Passform und Druckstellen achtest
- du Handarbeit und digitale Messung gleichermaßen magst
- Handwerk
- Genauigkeit
- Räumliches Denken
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in im Orthopädieschuhmacherhandwerk
Ein meisterpflichtiges Handwerk. Erst mit dem Meisterbrief kannst du einen Betrieb führen und mit den Krankenkassen abrechnen.
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Diabetesversorgung
Der diabetische Fuß ist ein eigenes Fachgebiet mit Fortbildung und großer Nachfrage.
-
Ganganalyse
Messsysteme und Druckverteilung auszuwerten verbindet Handwerk mit Messtechnik.
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Sportversorgung
Einlagen und Anpassungen für Sportler sind ein wachsender Markt.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Ein Fuß ist am Abend messbar größer als am Morgen. Durch Belastung und Flüssigkeit im Gewebe. Deshalb wird für eine Versorgung nicht früh gemessen, sondern zu der Tageszeit, zu der der Schuh am meisten getragen wird.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Orthopädieschuhmacher/in?
Du versorgst Füße handwerklich und medizinisch: Fuß vermessen und beurteilen, Einlagen fertigen, Schuhe zurichten, Maßschuhe für kranke oder verformte Füße bauen, Versorgungen kontrollieren und anpassen.
Wie viel verdient man als Orthopädieschuhmacher/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 893 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich der Gesundheitshandwerke; mit Meisterbrief und eigenem Betrieb deutlich darüber.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher?
Dreieinhalb Jahre.
Was ist der Unterschied zum Schuhmacher?
Der Schuhmacher fertigt und repariert Schuhe. Der Orthopädieschuhmacher arbeitet auf ärztliche Verordnung und versorgt Füße, die nicht in einen normalen Schuh passen.
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