Fachkraft für Lederverarbeitung
Leder, Nähen & Produktion
- Dauer
- 2 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ab 724 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Textil, Mode & Leder
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Materialien prüfen und nach Schablone oder Datei zuschneiden
-
Kanten schärfen, Teile markieren und vorbereiten
-
Leder und Textilien nähen, kleben oder schweißen
-
Beschläge, Reißverschlüsse und Polsterteile montieren
-
Maschinen einrichten und Qualität kontrollieren
-
fertige Teile verpacken und Produktionsdaten dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du erhältst einen Produktionsauftrag und prüfst Material, Farbe und Zuschnittplan. Mit Schneidmaschine, Messer oder Stanzwerkzeug bereitest du die Einzelteile vor. Danach werden Kanten bearbeitet und Teile in der richtigen Reihenfolge genäht, geklebt oder verschweißt. Bei einer Tasche montierst du Futter, Reißverschluss und Beschläge, bei einem Fahrzeugsitz Bezug und Polsterteile. Zum Schluss kontrollierst du Naht, Maße, Oberfläche und Vollständigkeit.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in der Lederwaren-, Schuh-, Polster-, Möbel- oder Fahrzeugzulieferindustrie. Arbeitsorte sind Zuschnitt, Näherei, Montage und Qualitätskontrolle.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:30 Uhr
Häute sichten, Fehlstellen anzeichnen, Zuschnitt planen.
-
7:30 Uhr
Stanzen und Zuschneiden, Ausbeute im Blick behalten.
-
9:30 Uhr
Kanten schärfen und färben, Ränder vorbereiten.
-
11:30 Uhr
Nähen an der Säulenmaschine, Ziernähte gleichmäßig setzen.
-
13:30 Uhr
Beschläge setzen und Teile montieren.
-
15:00 Uhr
Endkontrolle, Ausschuss dokumentieren.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Industrie
2 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Kunst/Gestaltung, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Produkt und Betrieb bestimmen, ob Taschen, Schuhe, Möbel, Fahrzeuge oder weitere Lederwaren im Mittelpunkt stehen.
- Leder, Textilien und Kunststoffe unterscheiden
- Schnittbilder, Schablonen und Aufträge nutzen
- Material zuschneiden und für die Montage vorbereiten
- Industrienähmaschinen und weitere Geräte bedienen
- Teile nähen, kleben, schweißen und montieren
- Beschläge, Polster und Zubehör einsetzen
- Qualität prüfen und Arbeitsabläufe dokumentieren
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
mind. 724 €
2. Ausbildungsjahr
mind. 854 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.200–2.700 € brutto im Monat
Nach dem dritten Jahr oder in der Musterfertigung
ca. 2.800–3.600 € brutto im Monat
Tarifgebundene Industriebetriebe zahlen deutlich mehr als kleine Manufakturen.
Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat
Tarifverträge und betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Zwei Jahre sind ein Grundberuf, kein Endpunkt.
- Leder ist teuer, und schlechte Ausbeute fällt sofort auf.
- Kleber und Farben verlangen Absaugung und Schutz.
- Wenige Betriebe in Deutschland; die Suche kann dauern.
Besser als sein Ruf
- Schneller Abschluss mit Anschlussmöglichkeit im dritten Jahr.
- Sauberer Arbeitsplatz mit festen Zeiten.
- Fahrzeuginnenraum und Luxuswaren halten die Nachfrage in Deutschland hoch.
- Wer gut zuschneidet, spart dem Betrieb sichtbar Geld, und das wird gesehen.
Passt zu dir, wenn …
- du gern mit Stoffen, Leder und Maschinen arbeitest
- du bei Nähten, Kanten und Oberflächen genau bleibst
- du wiederkehrende Produktionsaufgaben zuverlässig ausführst
- du einen zweijährigen praktischen Einstieg suchst
- Handwerk
Nicht sicher?
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Drittes Ausbildungsjahr
Der Beruf dauert zwei Jahre. Wer weitermacht, kann in einem dreijährigen Beruf wie Sattler oder Schuhfertiger aufsatteln.
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Musterfertigung
Prototypen für Taschen, Gürtel und Kleinlederwaren bauen ist die anspruchsvollste Arbeit der Branche.
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Maschinenführung
Stanzen, Spalten, Prägen: Anlagen einzurichten ist eine eigene Qualifikation.
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Qualitätsprüfung
Häute beurteilen und Fehler früh erkennen spart der Fertigung viel Material.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Der Zuschnitt entscheidet über die Wirtschaftlichkeit: Bei einer Haut mit Narben und Insektenstichen ist die Ausbeute Zentimeterarbeit. Deshalb wird sie vor dem ersten Schnitt komplett gesichtet und markiert, nicht erst beim Stanzen.
Was alle wissen wollen
Was macht eine Fachkraft für Lederverarbeitung?
Du fertigst Lederwaren in Serie: Häute zuschneiden und stanzen, Kanten schärfen und färben, Teile nähen und kleben, Beschläge setzen, Qualität prüfen.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Zwei Jahre.
Wie viel verdient man als Fachkraft für Lederverarbeitung?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei mindestens rund 724 € im ersten Jahr, in tarifgebundenen Betrieben darüber. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich der Leder verarbeitenden Industrie.
Arbeitet man nur mit echtem Leder?
Nein. Viele Betriebe verarbeiten auch Kunstleder und technische Materialien, etwa für Fahrzeuginnenräume.
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