Landwirt/in
Landwirtschaft, Tiere & Pflanzen
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 902 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Landwirtschaft, Natur & Tiere
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Böden und Kulturen planen, bestellen und pflegen
-
Tiere versorgen, beobachten und halten
-
Ernten, lagern und Produkte vermarkten
-
Traktoren und landwirtschaftliche Maschinen einsetzen
-
Düngung, Pflanzenschutz und Fütterung dokumentieren
-
Betriebsdaten, Kosten und gesetzliche Vorgaben berücksichtigen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Böden und Kulturen planen, bestellen und pflegen; Tiere versorgen, beobachten und halten; Ernten, lagern und Produkte vermarkten. Später kommen hinzu: Traktoren und landwirtschaftliche Maschinen einsetzen; Düngung, Pflanzenschutz und Fütterung dokumentieren; Betriebsdaten, Kosten und gesetzliche Vorgaben berücksichtigen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest auf landwirtschaftlichen Betrieben mit Ackerbau, Tierhaltung oder Mischproduktion, in Versuchsbetrieben oder bei landwirtschaftlichen Dienstleistern.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
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5:30 Uhr
Melken oder Füttern.
Was Tiere brauchen, wartet nicht auf den Wetterbericht.
-
8:00 Uhr
Kontrollgang im Stall: Tiergesundheit, Technik, Futtervorräte.
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10:00 Uhr
Feldarbeit.
Je nach Jahreszeit säen, düngen, Pflanzenschutz fahren oder ernten.
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13:00 Uhr
Maschine warten oder reparieren.
Ein Schlepper, der steht, kostet einen halben Tag.
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15:00 Uhr
Papier: Düngebedarf, Schlagkartei, Tierkennzeichnung.
Alles ist dokumentationspflichtig.
-
17:30 Uhr
Abendliche Fütterung und Kontrolle.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Landwirtschaft
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Biologie, Geografie, Mathematik, Werken/Technik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.
- Pflanzenbau, Boden und Fruchtfolgen verstehen
- Nutztiere artgerecht versorgen und beurteilen
- Maschinen und Geräte bedienen und warten
- Ernte, Lagerung und Produktqualität sichern
- Fütterung, Düngung und Pflanzenschutz planen
- Betriebswirtschaft und Vermarktung anwenden
- Umwelt-, Klima- und Tierschutz umsetzen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
902 €
2. Ausbildungsjahr
993 €
3. Ausbildungsjahr
1.091 €
Nach der Ausbildung
Einstieg als Angestellter
ca. 2.500–3.000 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder Betriebsleitung
ca. 3.200–4.200 € brutto im Monat
Angestellte in großen Betrieben werden in einigen Bundesländern nach Tarif bezahlt, in vielen nicht. Wer selbst wirtschaftet, hat kein Gehalt, sondern ein Betriebsergebnis, und das schwankt mit Preisen und Wetter. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Wochenendregelung.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Bundesland, Betriebszweig und Tarifbindung in der Landwirtschaft können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Wochenenden und Feiertage sind Arbeitstage, wenn Tiere im Stall stehen.
- In Ernte und Aussaat sind Zwölf-Stunden-Tage normal, wochenlang.
- Die Dokumentationspflichten sind erheblich und werden kontrolliert.
- Preise für Milch, Getreide und Fleisch schwanken, und darauf hat niemand im Betrieb Einfluss.
Besser als sein Ruf
- Der Beruf ist hochtechnisch: Satellitenlenkung, Sensorik, Herdenmanagement am Rechner.
- Du arbeitest mit Tieren, Boden und Wetter und siehst über ein Jahr, was daraus wird.
- Fachkräfte werden gesucht, und große Betriebe stellen unbefristet ein.
- Der Meisterbrief öffnet Betriebsleitung, Ausbildung und Studium ohne Abitur.
Passt zu dir, wenn …
- du gerne draußen arbeitest und Naturprozesse verstehen möchtest
- du Tiere und Pflanzen verantwortungsvoll betreust
- du große Maschinen sicher bedienen willst
- du mit saisonalen Spitzen und frühen Arbeitszeiten klarkommst
- Natur
- Maschinen
- Körperliche Arbeit
- Arbeiten draußen
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in der Landwirtschaft
Die Aufstiegsfortbildung des Berufs. Mit dem Meisterbrief darfst du ausbilden, und für viele Förderprogramme ist er die Eintrittskarte.
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Betriebsleitung oder Hofübernahme
Wer einen Hof übernimmt oder pachtet, führt ein Unternehmen mit Millionenwerten an Boden und Technik. Das verlangt kaufmännisches Wissen so sehr wie fachliches.
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Techniker/in für Agrarwirtschaft oder Studium
Fachschule oder Hochschule führen in Beratung, Zucht, Handel und Verwaltung. Mit dem Meisterbrief geht das Studium auch ohne Abitur.
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Spezialisierung auf einen Betriebszweig
Milchvieh, Ackerbau, Biogas, Direktvermarktung: Wer eine Richtung wirklich beherrscht, wird als Angestellter gesucht und kann sie zum eigenen Standbein machen.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Zu jedem Feld gehört eine Schlagkartei: Was wann gesät, gedüngt und geerntet wurde, ist über Jahre nachzuweisen. Ein guter Teil der Arbeit findet deshalb am Schreibtisch statt.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Landwirt/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Bundesland und Betrieb bei rund 900 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg als Angestellter im Bereich anderer grüner Berufe; wer einen Betrieb führt, rechnet mit Gewinn statt mit Gehalt.
Muss man als Landwirt/in einen Hof erben?
Nein. Große Betriebe stellen Fachkräfte fest an, und Pacht ist ein üblicher Weg. Ohne eigenen Boden zu starten ist heute die Regel, nicht die Ausnahme.
Wie viel Technik steckt drin?
Viel. Satellitengestützte Lenksysteme, Ertragskartierung, Fütterungscomputer und Melkroboter gehören zum Alltag. Der Beruf ist technischer als sein Bild.
Arbeite ich auch am Wochenende?
Ja. Tiere fressen sonntags, und die Ernte richtet sich nach dem Wetter, nicht nach dem Kalender.
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