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Orthopädietechnik-Mechaniker/in

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Du stellst Prothesen, Orthesen, Sitzschalen und weitere individuelle Hilfsmittel her. Du verbindest Anatomie, Beratung, Werkstoffe, digitale Konstruktion und präzise Werkstattarbeit.

Medizintechnik, Prothetik & Rehabilitation

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 900 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Patientenbedarf und ärztliche Verordnung aufnehmen

  • Körpermaße, Abdrücke und Scans erfassen

  • Modelle und digitale Konstruktionen erstellen

  • Prothesen, Orthesen und Rehatechnik fertigen

  • Gelenke, Elektronik und Polster montieren

  • Hilfsmittel anpassen, prüfen und erklären

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Patientenbedarf und ärztliche Verordnung aufnehmen; Körpermaße, Abdrücke und Scans erfassen; Modelle und digitale Konstruktionen erstellen. Später kommen hinzu: Prothesen, Orthesen und Rehatechnik fertigen; Gelenke, Elektronik und Polster montieren; Hilfsmittel anpassen, prüfen und erklären. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in orthopädietechnischen Werkstätten, Sanitätshäusern, Reha-Unternehmen und spezialisierten Medizintechnikbetrieben.

Ein Tag als Orthopädietechnik-Mechaniker/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:00 Uhr

    Patient zur Anprobe: Sitz des Schafts prüfen, Druckstellen suchen.

  2. 9:30 Uhr

    In der Werkstatt: Schaft anpassen, Material abtragen.

  3. 11:30 Uhr

    Passteile montieren und Aufbau ausrichten.

  4. 13:30 Uhr

    Gangschulung begleiten und beobachten, wie die Prothese arbeitet.

  5. 15:00 Uhr

    Orthese anfertigen: tiefziehen, ausarbeiten, polstern.

  6. 16:30 Uhr

    Versorgung dokumentieren und Kostenvoranschlag erstellen.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung im Orthopädietechnik-Handwerk

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Werken/Technik, Physik, Mathematik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Schwerpunkte

    Prothetik ersetzt Körperteile, Orthetik stützt oder führt den Körper, Rehabilitationstechnik konzentriert sich auf individuelle Sitz-, Lagerungs- und Mobilitätshilfen.

    – Prothetik

    – Individuelle Orthetik

    – Individuelle Rehabilitationstechnik

  • Anatomie und Krankheitsbilder verstehen
  • Beratungs- und Versorgungsgespräche führen
  • Maße, Abdrücke und 3D-Daten erfassen
  • Kunststoffe, Metalle, Carbon und Textilien verarbeiten
  • mechanische und elektronische Bauteile montieren
  • Passform, Sicherheit und Funktion prüfen
  • einen Schwerpunkt vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

900 €

2. Ausbildungsjahr

1.000 €

3. Ausbildungsjahr

1.100 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.500–2.900 € brutto im Monat

Mit Meisterbrief oder in der Prothetik

ca. 3.400–4.800 € brutto im Monat

Die Gesundheitshandwerke rechnen mit den Kassen ab und stehen wirtschaftlich stabil. Prothetik ist der bestbezahlte Bereich.

Tarif- und Verbandsempfehlung Orthopädietechnik 2026, brutto pro Monat

Region und Tarifbindung können abweichen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Staub, Harze und Kleber verlangen Absaugung und Schutz.
  • Du arbeitest mit Menschen nach schweren Verletzungen oder Amputationen.
  • Anpassungen brauchen mehrere Anläufe; Geduld ist Voraussetzung.
  • Abrechnung mit Kassen ist aufwendig und regelt vieles mit.

Besser als sein Ruf

  • Deine Arbeit gibt Menschen Bewegung zurück, konkreter geht Sinn nicht.
  • Ein Handwerk mit Hightech: Mikroprozessorknie, Carbon, 3D-Druck.
  • Gesundheitshandwerke sind krisenfest und wachsen mit der Alterung.
  • Der Meisterweg führt in eine wirtschaftlich stabile Selbstständigkeit.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Technik und direkte Hilfe für Menschen verbinden möchtest
  • du empathisch und zugleich lösungsorientiert arbeitest
  • du präzise mit modernen Werkstoffen und digitalen Daten umgehst
  • du individuelle Anpassung spannender findest als Serienproduktion
  • Handwerk
  • Genauigkeit
  • Räumliches Denken

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in im Orthopädietechnik-Handwerk

    Der Meisterbrief ist Voraussetzung für einen eigenen Betrieb und die Abrechnung mit den Kassen.

  • Prothetik

    Beinprothesen anzupassen ist die anspruchsvollste Arbeit im Beruf.

  • Orthetik und Rehatechnik

    Orthesen, Korsetts und Rollstühle anpassen und versorgen.

  • Sport- und Kindertechnik

    Versorgungen für Kinder und für den Sport sind eigene Spezialgebiete.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Der Schaft ist der entscheidende Teil einer Prothese, nicht das Kniegelenk: Er überträgt jede Kraft auf den Stumpf. Passt er nicht auf den Millimeter, hilft auch das teuerste Passteil nichts. Deshalb wird er individuell gebaut und immer wieder nachgearbeitet.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Orthopädietechnik-Mechaniker/in?

Du baust und passt Hilfsmittel an: Prothesen und Orthesen anfertigen, Abformungen nehmen, Passteile auswählen, Rollstühle und Rehamittel anpassen, Versorgungen kontrollieren und nacharbeiten.

Wie viel verdient man als Orthopädietechnik-Mechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 900 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich der Gesundheitshandwerke; mit Meisterbrief deutlich darüber.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

Arbeitet man mit Patienten?

Ja, direkt. Anproben, Anpassungen und Gangschulung finden gemeinsam mit dem Menschen statt, für den die Versorgung gebaut wird.

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