Zahntechniker/in
Zahnersatz, CAD/CAM & Präzisionshandwerk
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 924 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Gesundheit & Medizin
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Arbeitsauftrag, Scan-, Abdruck- und Modelldaten prüfen
-
Modelle, Bissregistrate und Arbeitsunterlagen herstellen
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Zahnersatz digital konstruieren und fertigen
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Metall, Kunststoff, Keramik und Verbundwerkstoffe verarbeiten
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Prothesen, Kronen, Brücken und Schienen ausarbeiten
-
Passung, Funktion, Farbe und Oberfläche kontrollieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Arbeitsauftrag, Scan-, Abdruck- und Modelldaten prüfen; Modelle, Bissregistrate und Arbeitsunterlagen herstellen; Zahnersatz digital konstruieren und fertigen. Später kommen hinzu: Metall, Kunststoff, Keramik und Verbundwerkstoffe verarbeiten; Prothesen, Kronen, Brücken und Schienen ausarbeiten; Passung, Funktion, Farbe und Oberfläche kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in gewerblichen Dentallaboren, Praxislaboren, Zahnkliniken und Unternehmen für dentale Fertigung und Werkstoffe.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:30 Uhr
Auftrag prüfen: Abdruck oder Scan, Farbangabe, Termin.
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8:30 Uhr
Modell herstellen und Kiefer im Artikulator einsetzen.
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10:00 Uhr
Krone am Rechner konstruieren und zum Fräsen geben.
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12:30 Uhr
Keramik schichten: Farbe und Transluzenz aufbauen.
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14:30 Uhr
Brennen, ausarbeiten und polieren.
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16:30 Uhr
Arbeit gegen das Modell prüfen und verpacken.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung im Zahntechniker-Handwerk
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
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Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Kunst/Gestaltung, Biologie, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
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Monoberuf
Die seit 2022 modernisierte Ausbildung ist ein Monoberuf. Betrieb und Labor prägen Prothetik, Keramik, Implantate, Kieferorthopädie, CAD/CAM und weitere Spezialisierungen.
- Kiefer-, Zahn- und Werkstoffgrundlagen verstehen
- Modelle und Arbeitsunterlagen herstellen
- partiellen und totalen Zahnersatz fertigen
- festsitzenden Zahnersatz und Keramik verarbeiten
- kieferorthopädische und therapeutische Geräte herstellen
- CAD/CAM, Scanner, Fräsen und 3D-Druck einsetzen
- Passung, Funktion, Ästhetik und Qualität sichern
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
924 €
2. Ausbildungsjahr
1.054 €
3. Ausbildungsjahr
1.177 €
4. Ausbildungsjahr
1.214 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.400–2.800 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder in der Implantatprothetik
ca. 3.200–4.500 € brutto im Monat
Der Einstieg ist gemessen an der Ausbildungsdauer niedrig; mit Spezialisierung und Meisterbrief steigt der Verdienst deutlich.
Regionale Empfehlung der Handwerkskammer, gültig ab Januar 2026, brutto pro Monat
Die Ausbildungsvergütung ist bundesweit nicht einheitlich tarifiert. Andere Innungen und Regionen können abweichende Empfehlungen verwenden.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Feinste Arbeit über Stunden, oft unter der Lupe.
- Der Einstiegsverdienst ist für dreieinhalb Jahre Ausbildung niedrig.
- Termindruck: Der Patient sitzt am nächsten Tag im Stuhl.
- Staub, Kunststoffe und Keramikstäube verlangen Absaugung.
Besser als sein Ruf
- Handwerk und Hightech zugleich: Skalpell und Scanner.
- Du fertigst etwas, das ein Mensch jeden Tag benutzt.
- Der Meisterweg führt in ein eigenes Labor.
- Zahntechniker werden gesucht; die Auftragslage ist stabil.
Passt zu dir, wenn …
- du Präzision, Gestaltung und Medizintechnik verbinden möchtest
- du sehr ruhig an kleinen Einzelstücken arbeitest
- du räumliche Zahnformen und Bisssituationen gut verstehst
- du digitale Konstruktion und Handarbeit gleichermaßen magst
- Handwerk
- Genauigkeit
- Räumliches Denken
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in im Zahntechnikerhandwerk
Der Meisterbrief führt zum eigenen Labor und zur Ausbildungsberechtigung.
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CAD/CAM-Technik
Digitale Konstruktion und Fräsen haben den Beruf verändert und bieten beste Aussichten.
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Implantatprothetik
Aufbauten für Implantate zu fertigen ist anspruchsvoll und gut bezahlt.
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Kieferorthopädie
Schienen, Spangen und Aligner sind ein eigener, wachsender Bereich.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Zahnfarben werden nicht bei jedem Licht bestimmt: Sie werden bei Tageslicht ausgewählt, weil Kunstlicht den Farbton verschiebt. Deshalb hängt in vielen Laboren eine Lampe mit genormter Farbtemperatur, sonst passt eine Krone im Behandlungszimmer und draußen nicht mehr.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Zahntechniker/in?
Du fertigst Zahnersatz: Modelle herstellen, Kronen und Brücken konstruieren, Prothesen aufstellen, Keramik schichten, Schienen und Spangen bauen, Arbeiten anpassen und reparieren.
Wie viel verdient man als Zahntechniker/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 924 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Feinhandwerke, mit Meisterbrief deutlich darüber.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Zahntechniker?
Dreieinhalb Jahre.
Hat der Beruf durch Digitalisierung an Bedeutung verloren?
Nein, er hat sich verändert. Gescannt und gefräst wird digital, aber Verblendung, Anpassung und Ästhetik bleiben Handarbeit, und genau die entscheidet.
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