Chirurgiemechaniker/in
Medizintechnik, Metall & Präzision
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ab 724 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Metall & Maschinenbau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
technische Zeichnungen und Fertigungsunterlagen auswerten
-
Metall und weitere Werkstoffe sägen, feilen, bohren, drehen und fräsen
-
Instrumententeile schleifen, polieren und oberflächenbehandeln
-
feine Baugruppen, Gelenke und Mechaniken montieren
-
chirurgische Instrumente und Geräte prüfen, warten und reparieren
-
Maße, Funktion, Oberflächen und Qualität dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Du prüfst Zeichnung, Material und Maßvorgaben. Danach bearbeitest du ein kleines Metallteil mit Handwerkzeugen oder Präzisionsmaschinen. Zwischendurch misst du immer wieder nach, denn wenige Hundertstel Millimeter können für Passung und Funktion entscheidend sein. Nach der Oberflächenbearbeitung montierst du Bauteile zu einem Instrument und testest Beweglichkeit, Schließkraft oder weitere vorgegebene Funktionen. Bei Reparaturen untersuchst du Verschleiß und ersetzt oder bearbeitest beschädigte Teile.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Betrieben der chirurgischen und medizintechnischen Instrumentenherstellung, in spezialisierten Reparaturwerkstätten oder bei Herstellern feinmechanischer Medizinprodukte. Der Arbeitsplatz liegt in Werkstatt, Fertigung und Qualitätssicherung.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:00 Uhr
Zeichnung prüfen: Werkstoff, Härte, Toleranzen.
-
8:00 Uhr
Rohteile fräsen und drehen, Maße laufend messen.
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10:30 Uhr
Härten und Anlassen, Härteprüfung durchführen.
-
12:30 Uhr
Schneiden schleifen und Gelenke einpassen.
-
14:30 Uhr
Instrument prüfen: Gängigkeit, Schnitthaltigkeit, Oberfläche.
-
16:00 Uhr
Dokumentation abschließen, in der Medizintechnik Pflicht.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung im Handwerk
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Betriebe achten auf einen mittleren Abschluss. Werken/Technik, Mathematik und Physik helfen dir bei Zeichnungen, Toleranzen, Werkstoffen und Mechanik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Ruhige Hände, ein Praktikum, technisches Verständnis und sehr sorgfältiges Arbeiten können besonders überzeugen.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betriebe können sich auf bestimmte Instrumentengruppen, Implantatbauteile, CNC-Fertigung, Oberflächen oder Reparaturen spezialisieren.
- technische Zeichnungen, Normen und Fertigungspläne nutzen
- Metalle und weitere Werkstoffe manuell und maschinell bearbeiten
- CNC- und konventionelle Präzisionsmaschinen einrichten
- chirurgische Instrumente, Geräte und Bauteile montieren
- Oberflächen schleifen, polieren, härten und behandeln
- Mess- und Prüfmittel einsetzen und Funktionen kontrollieren
- medizinische Qualitäts-, Hygiene- und Dokumentationsanforderungen beachten
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
mind. 724 €
2. Ausbildungsjahr
mind. 854 €
3. Ausbildungsjahr
mind. 977 €
4. Ausbildungsjahr
mind. 1.014 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat
In der Implantatfertigung oder mit Meisterbrief
ca. 3.600–4.800 € brutto im Monat
Die Medizintechnik zahlt überdurchschnittlich und sucht Fachkräfte. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung.
Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat
Tarifgebundene Metall- oder Medizintechnikunternehmen können deutlich höhere Vergütungen zahlen. Der konkrete Ausbildungsbetrieb ist deshalb besonders wichtig.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Höchste Genauigkeit; Instrumente werden am Menschen benutzt.
- Umfangreiche Dokumentation für jedes Bauteil.
- Regional stark konzentriert; oft ist ein Umzug nötig.
- Schleifstaub und Kühlmittel gehören zum Arbeitsplatz.
Besser als sein Ruf
- Deine Arbeit hilft bei Operationen. Der Nutzen ist unmittelbar.
- Medizintechnik ist eine wachsende, krisenfeste Branche.
- Sehr gute Bezahlung für ein feinmechanisches Handwerk.
- Ein seltener Abschluss mit ausgezeichneten Übernahmechancen.
Passt zu dir, wenn …
- du sehr feines Metallhandwerk und Technik magst
- du über lange Zeit konzentriert und millimetergenau arbeiten kannst
- du moderne Maschinen und manuelle Fertigung verbinden möchtest
- du Verantwortung für medizinisch eingesetzte Produkte ernst nimmst
- Handwerk
- Genauigkeit
Nicht sicher?
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in im Chirurgiemechanikerhandwerk
Der Meisterbrief führt zur Werkstattleitung oder zum eigenen Betrieb.
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Instrumentenaufbereitung
Instrumente prüfen, instand setzen und wieder freigeben ist ein eigener Bereich mit Nachweisen.
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Implantatfertigung
Medizintechnische Bauteile herzustellen verlangt höchste Genauigkeit und Dokumentation.
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Techniker für Medizintechnik
Über die Fachschule geht es in Entwicklung und Qualitätssicherung.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Chirurgische Scheren werden am Ende von Hand eingestellt: Zwei Blätter müssen über die gesamte Länge mit gleichmäßigem Druck aneinander vorbeigleiten. Diese Feinarbeit macht bis heute ein Mensch, keine Maschine bekommt sie zuverlässig hin.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Chirurgiemechaniker/in?
Du fertigst und reparierst medizinische Instrumente: Rohteile zerspanen, härten und schleifen, Schneiden und Gelenke einstellen, Oberflächen behandeln, Instrumente prüfen und instand setzen.
Wie viel verdient man als Chirurgiemechaniker/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei mindestens rund 724 € im ersten Jahr, in tarifgebundenen Betrieben deutlich darüber. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich der Feinmechanik.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre.
Wo lernt man den Beruf?
Vor allem in Tuttlingen und Umgebung, dem Zentrum der deutschen Medizintechnik.
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