Behälter- und Apparatebauer/in
Metall, Anlagen & Spezialhandwerk
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 724–1.130 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Metall & Maschinenbau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Fertigungsabläufe planen und technische Zeichnungen auswerten
-
Bleche, Rohre und Profile zuschneiden, biegen und formen
-
Bauteile aus Stahl, Edelstahl, Kupfer oder anderen Werkstoffen schweißen
-
Behälter, Apparate und Rohrleitungssysteme montieren
-
Anlagen beim Kunden aufstellen, in Betrieb nehmen und prüfen
-
Bauteile warten, reparieren und Oberflächen schützen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
In der Werkstatt prüfst du Zeichnung, Maße und Material. Anschließend schneidest du Bleche oder Rohre zu und formst sie mit Maschinen. Einzelne Teile heftest und schweißt du zusammen, bearbeitest die Nähte und kontrollierst, ob die Baugruppe maßhaltig ist. Große Apparate werden oft erst beim Kunden vollständig montiert. Dort verbindest du Baugruppen und Rohrleitungen, führst Druck- oder Dichtheitsprüfungen durch und hilfst bei der Inbetriebnahme. Auch Wartung und Reparatur bestehender Anlagen gehören dazu.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Betrieben des Behälter-, Apparate-, Anlagen-, Metall- oder Maschinenbaus. Viele Aufgaben finden in Werkstätten und Fertigungshallen statt. Für Montage, Inbetriebnahme und Reparatur bist du auch bei Kunden in Industrieanlagen unterwegs.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:30 Uhr
Zeichnung und Abwicklung prüfen, Blechzuschnitt anzeichnen.
-
7:30 Uhr
Blech schneiden und auf der Rundmaschine walzen.
-
10:00 Uhr
Mantel heften, Rundheit prüfen, Böden ansetzen.
-
12:30 Uhr
Schweißen nach Verfahrensanweisung, Wurzel und Decklage.
-
14:30 Uhr
Stutzen einschweißen, Beize und Passivierung vorbereiten.
-
16:00 Uhr
Druckprüfung ansetzen, Protokoll ausfüllen.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung im Handwerk
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Häufig stellen Betriebe Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Werken/Technik, Mathematik und Physik helfen dir bei Zeichnungen, Werkstoffen und Berechnungen.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Handwerkliches Geschick, räumliches Denken, Zuverlässigkeit und ein Praktikum können für den Betrieb besonders wichtig sein.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Je nach Betrieb arbeitest du stärker mit bestimmten Werkstoffen, Branchen oder Anlagen – etwa Lebensmitteltechnik, Pharma, Chemie, Energie oder Schiffbau.
- technische Zeichnungen und Fertigungsunterlagen lesen
- Metalle und weitere Werkstoffe auswählen und bearbeiten
- Bauteile biegen, kanten, treiben, trennen und schweißen
- Behälter, Apparate und Rohrsysteme montieren und demontieren
- Oberflächen behandeln und gegen Korrosion schützen
- Maße, Schweißnähte, Druck und Dichtheit prüfen
- Anlagen beim Kunden aufstellen, warten und instand setzen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
ca. 724–1.130 €
2. Ausbildungsjahr
ca. 854–1.183 €
3. Ausbildungsjahr
ca. 977–1.307 €
4. Ausbildungsjahr
ca. 1.014–1.363 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat
Mit Schweißprüfungen oder auf Montage
ca. 3.700–4.900 € brutto im Monat
Edelstahlverarbeitung für Lebensmittel- und Pharmaanlagen ist ein besonders gut bezahlter Bereich.
Beispielwerte 2026, brutto pro Monat
Die genaue Vergütung hängt von Betrieb, Bundesland und Tarifvertrag ab.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Arbeiten im Behälterinneren sind eng, laut und warm.
- Schweißrauch und Zwangshaltungen belasten.
- Druckbehälter unterliegen strengen Prüfungen; Nacharbeit ist teuer.
- Montage bedeutet Zeit auswärts.
Besser als sein Ruf
- Ein seltener Beruf mit sehr guten Übernahmechancen.
- Edelstahlarbeit für Pharma und Lebensmittel ist Präzisionsarbeit mit gutem Lohn.
- Schweißprüfungen gelten europaweit.
- Anlagenbau und Energiewende sorgen für Aufträge.
Passt zu dir, wenn …
- du gerne sehr genau mit Metall und Maschinen arbeitest
- du technische Zeichnungen räumlich verstehen kannst
- du Schweißen und anspruchsvolle Handarbeit lernen möchtest
- du auch bei großen Bauteilen und Montagen den Überblick behältst
- Technik
- Handwerk
- Mathematik
- Körperliche Arbeit
- Räumliches Denken
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Meister/in im Behälter- und Apparatebauerhandwerk
Der Meisterbrief führt zur Werkstattleitung oder zum eigenen Betrieb.
-
Schweißprüfungen für Druckbehälter
Geprüfte Verfahren sind hier Voraussetzung und werden entsprechend bezahlt.
-
Montage und Revision
Anlagen beim Kunden aufbauen und instand setzen, oft mit Auslöse.
-
Techniker für Maschinenbau
Über die Fachschule geht es in Konstruktion und Bauleitung.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Edelstahlnähte werden nach dem Schweißen gebeizt und passiviert: Erst dadurch bildet sich die schützende Oxidschicht neu. Ohne diesen Schritt rostet auch Edelstahl. Genau an der Naht, die eigentlich die stabilste Stelle sein sollte.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Behälter- und Apparatebauer/in?
Du baust Behälter, Rohrleitungen und Apparate: Bleche zuschneiden und umformen, Rundungen walzen, Bauteile heften und schweißen, Apparate montieren, Druckprüfungen durchführen.
Wie viel verdient man als Behälter- und Apparatebauer/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb bei rund 724 bis 1.130 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich des Metallhandwerks, mit Schweißprüfungen deutlich darüber.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre.
Was ist der Unterschied zum Konstruktionsmechaniker?
Die Arbeiten ähneln sich. Der Behälter- und Apparatebauer ist ein Handwerksberuf mit Schwerpunkt auf Behältern, Apparaten und Rohrleitungen, oft für Chemie und Lebensmittelindustrie.
Ähnliche Berufe
-
Metall & Maschinenbau
Anlagenmechaniker/in
-
Metall & Maschinenbau
Konstruktionsmechaniker/in
-
Metall & Maschinenbau
Metallbauer/in
Probier es einfach aus
Fünf Minuten, und du hast eine Richtung. Du kannst es so oft machen, wie du willst, und wir speichern nichts, was auf dich zurückführt.
Passenden Beruf findenIhr Unternehmen bildet Behälter- und Apparatebauer/in aus?
Zeigen Sie sich hier den passenden Bewerbern aus Ihrer Region, kostenlos.