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Anlagenmechaniker/in

Arbeitssituation im Beruf Anlagenmechaniker/in
Du baust große technische Anlagen aus Rohren, Blechen, Behältern und vielen Einzelteilen. Ein Teil entsteht in der Werkhalle, ein anderer direkt auf der Montagebaustelle. Du arbeitest nach Zeichnungen und sorgst dafür, dass später alles dicht und sicher läuft.

Metall, Maschinen & Industrie

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.243–1.373 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Rohre, Bleche und Metallprofile zuschneiden und formen

  • Bauteile schweißen, verschrauben und zu Baugruppen zusammensetzen

  • Ventile, Dichtungen, Kessel und Druckbehälter montieren

  • CNC-Maschinen und andere Fertigungsmaschinen bedienen

  • Anlagen prüfen, warten, reparieren oder umbauen

  • technische Zeichnungen, Montagepläne und Messwerte nutzen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

In der Werkhalle prüfst du zuerst Zeichnungen und Maße. Danach bereitest du Rohre, Bleche oder Profile vor, bearbeitest sie mit Werkzeugen und Maschinen und setzt einzelne Teile zu einer Baugruppe zusammen. Schweißnähte, Verbindungen und Dichtungen kontrollierst du genau, bevor die Bauteile weitertransportiert werden. Auf einer Montagebaustelle baust du die Teile zur fertigen Anlage zusammen. Je nach Auftrag geht es um Rohrsysteme, Behälter, Kessel oder komplette Industrieanlagen. Wartung und Fehlersuche gehören ebenfalls dazu. Meist arbeitest du im Team mit anderen Metall- und Technikberufen.

Wo du arbeitest

Typische Arbeitgeber sind Unternehmen des Industrieanlagenbaus, Rohrleitungsbaus, Apparate- und Behälterbaus sowie Versorgungsunternehmen. Du arbeitest in Produktionshallen und auf Montagebaustellen. Je nach Betrieb können wechselnde Einsatzorte, Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten und Montagefahrten dazugehören.

Ein Tag als Anlagenmechaniker/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:00 Uhr

    Isometrie lesen: Welche Leitung, welcher Werkstoff, welche Nahtform?

  2. 7:00 Uhr

    Rohre trennen, anfasen und ausrichten.

  3. 9:30 Uhr

    Heften und schweißen, Wurzel und Decklage nach Vorgabe.

  4. 12:00 Uhr

    Halterungen setzen und Leitung ausrichten.

  5. 14:00 Uhr

    Druckprüfung ansetzen und protokollieren.

  6. 16:00 Uhr

    Dokumentation vervollständigen, bei Druckanlagen Pflicht.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Industrie

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Viele Industriebetriebe stellen Bewerberinnen und Bewerber mit mittlerem Abschluss ein. Mit einem guten Hauptschulabschluss, technischem Verständnis und überzeugender Praxis kannst du ebenfalls Chancen haben.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Viele Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit und ein Praktikum.

  • Einsatzgebiete

    Der Ausbildungsberuf hat keine getrennten Fachrichtungen. Dein Betrieb legt aber ein Einsatzgebiet fest, in dem du besonders viel praktische Erfahrung sammelst.

    – Anlagenbau

    – Apparate- und Behälterbau

    – Instandhaltung

    – Rohrsystemtechnik

    – Schweißtechnik

  • technische Zeichnungen, Prozessdaten und Montagepläne lesen
  • Metalle trennen, bohren, biegen, kanten und schweißen
  • Bauteile mit konventionellen und CNC-gesteuerten Maschinen fertigen
  • Rohrsysteme, Behälter und Baugruppen montieren
  • Maße, Druck, Dichtheit und Funktionen prüfen
  • Anlagen warten, Störungen eingrenzen und Bauteile austauschen
  • digitale Systeme sicher nutzen und Arbeitsschritte dokumentieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

ca. 1.243–1.373 €

2. Ausbildungsjahr

ca. 1.298–1.408 €

3. Ausbildungsjahr

ca. 1.379–1.489 €

4. Ausbildungsjahr

ca. 1.461–1.563 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 3.100–3.700 € brutto im Monat

Mit Schweißprüfungen oder auf Montage

ca. 4.000–5.500 € brutto im Monat

Auf Montage kommen Auslöse und Zuschläge dazu, bei Revisionen auch Schichtzulagen. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Montageanteil.

Beispielwerte 2026 für Industriebetriebe, brutto pro Monat

Die genaue Vergütung hängt von Branche, Tarifvertrag und Bundesland ab. In einzelnen Bereichen kann sie niedriger liegen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Montage bedeutet häufig auswärts arbeiten und übernachten.
  • Enge Anlagenbereiche, Hitze, Lärm und Zwangshaltungen.
  • Revisionen laufen rund um die Uhr und unter Termindruck.
  • Schweißnähte werden geprüft; Nacharbeit ist unangenehm und teuer.

Besser als sein Ruf

  • Sehr gute Bezahlung, besonders mit Auslöse und Zuschlägen.
  • Anlagenbau, Wasserstoff und Energiewende sichern Aufträge auf Jahre.
  • Schweißprüfungen sind eine Qualifikation, die europaweit gilt.
  • Du siehst Industrieanlagen von innen, bevor sie in Betrieb gehen.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du große technische Zusammenhänge verstehen möchtest
  • du gerne Metall bearbeitest und mit Maschinen arbeitest
  • du auch bei genauen Maßen und vielen Einzelteilen den Überblick behältst
  • du Verantwortung für sichere und dichte Verbindungen übernehmen kannst
  • Technik
  • Handwerk
  • Körperliche Arbeit

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Rohrleitungsbau

    Anlagen in Chemie, Energie und Lebensmittelindustrie zu verrohren ist der Kern des Berufs.

  • Schweißprüfungen

    Geprüfte Verfahren für Rohrleitungen sind hoch bezahlt und überall gefragt.

  • Industriemeister Metall

    Die Aufstiegsfortbildung führt in Bau- und Montageleitung.

  • Montage und Revision

    Anlagenstillstände laufen unter Zeitdruck und mit hohen Zuschlägen.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Bei Rohrleitungen wird die erste Lage von innen sichtbar geschweißt, die sogenannte Wurzel, und oft mit Formiergas geschützt. Sie entscheidet über die Qualität der ganzen Naht, und genau sie wird später auf dem Röntgenbild als Erstes beurteilt.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Anlagenmechaniker/in?

Du baust und wartest Rohrleitungssysteme und Anlagen: Bauteile fertigen und vorbereiten, Rohre biegen und schweißen, Anlagen montieren, Druckprüfungen durchführen, in Betrieb nehmen und instand halten.

Wie viel verdient man als Anlagenmechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.243 bis 1.373 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt in der Industrie über dem Durchschnitt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

Ist das dasselbe wie Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung, Klima?

Nein, das ist ein anderer Beruf im Handwerk. Der Anlagenmechaniker arbeitet in der Industrie an Rohrleitungen, Behältern und Anlagen.

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