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Bautechnische/r Konstrukteur/in

Arbeitssituation im Beruf Bautechnische/r Konstrukteur/in
Du erstellst digitale Bauzeichnungen und Modelle für Gebäude, Brücken, Straßen oder andere Bauprojekte. Dafür arbeitest du mit CAD- und BIM-Software, übernimmst Maße und technische Vorgaben und stimmst Änderungen mit Architektinnen, Ingenieuren und Fachplanern ab.

Bauplanung, CAD & Konstruktion

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 857–1.122 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Bauzeichnungen, Schnitte, Ansichten und Detailpläne erstellen

  • dreidimensionale Gebäudeteile und Bauwerke digital modellieren

  • Maße, Höhen, Baustoffe und technische Angaben übernehmen

  • Planungsdaten prüfen und mögliche Widersprüche erkennen

  • Planänderungen einarbeiten und unterschiedliche Planstände verwalten

  • mit Architektur, Ingenieurwesen, Fachplanung und Baustelle zusammenarbeiten

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Du öffnest ein aktuelles Bauprojekt und prüfst, welche Änderungen eingearbeitet werden müssen. Vielleicht wurde eine Wand versetzt, eine Brücke anders bemessen oder eine Leitungstrasse verändert. Du passt Zeichnungen und das digitale Modell an und kontrollierst Maße, Ebenen und Bezeichnungen. Zwischendurch besprichst du offene Fragen mit Architektinnen, Ingenieuren oder anderen Fachplanern. Manchmal übernimmst du Maße von einer Baustelle oder prüfst vor Ort, wie eine Planung umgesetzt wird. Der größte Teil des Tages findet aber konzentriert am Computer statt.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Architektur- und Ingenieurbüros, Bauunternehmen, Planungsabteilungen, öffentlichen Bauverwaltungen oder bei Infrastrukturunternehmen. Der Arbeitsplatz ist überwiegend im Büro; Baustellenbegehungen und Aufmaße kommen ergänzend dazu.

Ein Tag als Bautechnische/r Konstrukteur/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:00 Uhr

    Der Statiker hat die Bewehrung geändert.

    Du prüfst, was das für den Schalplan bedeutet.

  2. 9:30 Uhr

    Am CAD: Grundriss anpassen, Maßketten setzen, Bauteile beschriften.

  3. 11:30 Uhr

    Bewehrungsplan zeichnen und Stahlliste erzeugen.

    Jede Position wird auf der Baustelle abgezählt.

  4. 13:30 Uhr

    Abstimmung mit der Gebäudetechnik.

    Ein Durchbruch liegt genau dort, wo ein Träger sitzt.

  5. 15:00 Uhr

    Planversand und Revisionsstände dokumentieren.

    Wer mit einem alten Plan baut, baut falsch.

  6. 16:30 Uhr

    Aufgaben für morgen sortieren.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Architektur-, Ingenieur- und Bauunternehmen

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Betriebe achten auf einen mittleren Abschluss, Fachabitur oder Abitur. Mathematik, Technik, Informatik und Physik helfen dir besonders.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, Genauigkeit und Interesse an digitaler Planung sind mindestens ebenso wichtig.

  • Fachrichtungen

    Die Fachrichtung bestimmt, welche Bauwerke und Planungsregeln im Mittelpunkt stehen. In Architektur geht es stärker um Gebäude, im Ingenieurbau etwa um Tragwerke und Brücken und in der dritten Fachrichtung um Straßen, Leitungen, Gelände und weitere Infrastruktur.

    – Architektur

    – Ingenieurbau

    – Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau

  • Bauzeichnungen nach technischen Regeln erstellen
  • CAD- und BIM-Systeme für zwei- und dreidimensionale Planung nutzen
  • Maßstäbe, Koordinaten, Höhen und Flächen berechnen
  • Baustoffe, Bauteile und Bauverfahren unterscheiden
  • Modelle, Zeichnungen und weitere Planungsdaten koordinieren
  • Änderungen, Versionen und Datenübergaben nachvollziehbar verwalten
  • je nach Fachrichtung Architektur-, Ingenieur- oder Infrastrukturprojekte bearbeiten
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

im Baugewerbe
1.122 €
in Architektur- und Ingenieurbüros
ca. 857–903 €

2. Ausbildungsjahr

im Baugewerbe
1.351 €
in Architektur- und Ingenieurbüros
ca. 1.059–1.113 €

3. Ausbildungsjahr

im Baugewerbe
1.610 €
in Architektur- und Ingenieurbüros
ca. 1.259–1.325 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat

Mit Technikerabschluss oder BIM-Verantwortung

ca. 3.500–4.500 € brutto im Monat

Große Ingenieurbüros und Bauunternehmen zahlen besser als kleine Architekturbüros; im öffentlichen Dienst gilt der TVöD. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und nach der eingesetzten Software.

Beispielwerte 2026, brutto pro Monat

Die Vergütung unterscheidet sich stark danach, ob du in einem tarifgebundenen Bauunternehmen oder in einem Architektur- beziehungsweise Ingenieurbüro ausgebildet wirst.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Bildschirmarbeit über den ganzen Tag, und das über Jahre.
  • Pläne ändern sich ständig, oft kurz vor Abgabe. Der Termindruck kommt in Wellen.
  • Normen und Vorschriften sind trocken und trotzdem verbindlich. Ungenauigkeit fällt auf der Baustelle auf.
  • Du zeichnest, was andere entschieden haben. Die Entwurfsfreiheit liegt beim Architekten.

Besser als sein Ruf

  • Ohne Konstrukteure kommt kein Bauwerk auf die Baustelle. Der Beruf wird gebraucht und gesucht.
  • Du siehst dein Ergebnis als Gebäude, das jahrzehntelang stehen bleibt.
  • Der Beruf ist ein guter Startpunkt: Bauleitung, Technikerlaufbahn und Studium stehen offen.
  • Bürozeiten statt Baustellenzeiten: geregelter als die meisten Bauberufe.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du gerne lange konzentriert am Computer arbeitest
  • du Gebäude und Konstruktionen räumlich gut erfassen kannst
  • du bei Maßen, Dateien und Planständen sehr genau bleibst
  • du Technik, Mathematik und Gestaltung miteinander verbinden möchtest
  • Mathematik
  • Computer & IT
  • Genauigkeit
  • Räumliches Denken

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Techniker/in für Bautechnik

    Über eine Fachschule kommst du in Bauleitung, Arbeitsvorbereitung oder Projektsteuerung. Zwei Jahre Vollzeit oder vier berufsbegleitend.

  • BIM-Koordination

    Bauwerke werden zunehmend als dreidimensionales Modell geplant, in dem alle Gewerke zusammenlaufen. Wer BIM beherrscht, koordiniert das Modell und arbeitet an der Schnittstelle aller Beteiligten.

  • Spezialisierung auf Bewehrung oder Tragwerk

    Bewehrungspläne und Schalpläne sind eine eigene Welt mit eigenen Regeln. Wer sie sicher beherrscht, ist in Ingenieurbüros schwer zu ersetzen.

  • Studium Bauingenieurwesen oder Architektur

    Mit Fachhochschulreife oder über den Technikerabschluss kannst du studieren und danach selbst planen und verantworten statt konstruieren.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Auf einem Bewehrungsplan bekommt jede Stahlposition eine eigene Nummer, Länge und Form. Auf der Baustelle wird danach abgezählt und gebogen, und ein Zahlendreher fällt erst im Beton auf.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Bautechnische/r Konstrukteur/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist zwischen rund 860 und 1.120 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung hängt der Verdienst stark daran, ob du in einem Ingenieurbüro, bei einem Bauunternehmen oder im öffentlichen Dienst arbeitest.

Welche Fachrichtungen gibt es bei Bautechnische/r Konstrukteur/in?

Die Fachrichtung bestimmt den Schwerpunkt: Architektur richtet sich stärker auf Gebäude, der Ingenieurbau auf Tragwerke, Brücken und Infrastruktur.

Ist der Beruf dasselbe wie Bauzeichner/in?

Der Beruf ist der Nachfolger des Bauzeichners und deckt dasselbe Feld ab, mit stärkerem Gewicht auf digitaler Konstruktion und Modellen statt auf reiner Zeichnung.

Muss ich zeichnen können?

Nicht mit der Hand. Gearbeitet wird mit CAD. Wichtiger ist räumliches Vorstellungsvermögen und die Fähigkeit, eine Norm genau zu lesen.

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