Vermessungstechniker/in
Vermessung, Geodaten & Außendienst
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.264 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Planung & Vermessung
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Messauftrag, Unterlagen und vorhandene Geodaten prüfen
-
Messpunkte im Gelände oder Bergwerk vorbereiten
-
Tachymeter, GNSS, Scanner und digitale Geräte einsetzen
-
Koordinaten, Höhen und Formen berechnen
-
Messdaten in CAD- und Geoinformationssystemen auswerten
-
Pläne, Modelle und Vermessungsnachweise erstellen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Messauftrag, Unterlagen und vorhandene Geodaten prüfen; Messpunkte im Gelände oder Bergwerk vorbereiten; Tachymeter, GNSS, Scanner und digitale Geräte einsetzen. Später kommen hinzu: Koordinaten, Höhen und Formen berechnen; Messdaten in CAD- und Geoinformationssystemen auswerten; Pläne, Modelle und Vermessungsnachweise erstellen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Vermessungs- und Ingenieurbüros, Kataster- und Bauverwaltungen, Bauunternehmen, Bergbau oder Unternehmen der Geoinformation.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:00 Uhr
Fahrzeug beladen: Tachymeter, Stativ, GNSS-Empfänger, Pflöcke.
Was fehlt, fehlt draußen.
-
8:00 Uhr
Baustelle.
Achsen abstecken, Höhen übertragen, Kontrollpunkte setzen.
-
11:00 Uhr
Grenzvermessung an einem Grundstück.
Alte Unterlagen, neue Messung, und beides muss zusammenpassen.
-
13:00 Uhr
Zurück im Büro.
Messdaten einlesen, ausgleichen, Ausreißer suchen.
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15:00 Uhr
Lageplan zeichnen und Koordinaten dokumentieren.
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16:30 Uhr
Geräte laden und für morgen prüfen.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in Vermessungswesen und öffentlichem Dienst
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Mathematik, Geografie, Informatik, Physik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Bergvermessung konzentriert sich auf unter- und übertägige Bergbaubereiche, Bewegungen und Grubenbilder. Die Fachrichtung Vermessung deckt Grundstücke, Bauwerke, Gelände und allgemeine Geodaten ab.
– Bergvermessung
– Vermessung
- Grundlagen von Geodäsie und Koordinatensystemen anwenden
- Lage-, Höhen- und satellitengestützte Messungen durchführen
- Messgeräte prüfen und fachgerecht einsetzen
- Geodaten berechnen, ausgleichen und bewerten
- CAD- und Geoinformationssysteme nutzen
- Pläne, Karten und dreidimensionale Modelle erstellen
- eine Fachrichtung vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.264 €
2. Ausbildungsjahr
1.315 €
3. Ausbildungsjahr
1.363 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat
Mit Technikerabschluss oder Teamleitung
ca. 3.500–4.400 € brutto im Monat
Ein großer Teil der Stellen liegt im öffentlichen Dienst, deshalb ist die Bezahlung an den TVöD gebunden und gut planbar. Ingenieurbüros zahlen je nach Auftragslage und Region unterschiedlich. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Außendienstzulagen.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung im öffentlichen Dienst 2025, veröffentlicht 2026
Fachrichtung, Arbeitgeber und Tarifstand können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Draußen heißt bei jedem Wetter. Regen, Kälte und Matsch gehören zum Beruf, nicht zur Ausnahme.
- Auf der Baustelle bist du zwischen Baggern und Lastwagen unterwegs, und Rücksicht nimmt dort selten jemand.
- Ein Messfehler wird später teuer. Wenn eine Achse falsch abgesteckt ist, steht die Wand falsch.
- Die Anfahrten sind oft weit, und die Arbeitszeit beginnt nicht erst am Messpunkt.
Besser als sein Ruf
- Viele Stellen liegen im öffentlichen Dienst: Tarifvertrag, geregelte Zeiten, sicherer Arbeitsplatz.
- Der Wechsel zwischen Feld und Büro macht die Woche abwechslungsreich.
- Die Technik ist auf einem hohen Stand: Laserscanner, Drohnen, satellitengestützte Messung.
- Du siehst deine Arbeit im Gelände wieder: an Bauwerken, Straßen und Grenzen, die es ohne dich so nicht gäbe.
Passt zu dir, wenn …
- du Mathematik und Arbeit im Freien verbinden möchtest
- du räumliche Daten und Karten schnell verstehst
- du sehr genau misst und Ergebnisse kritisch kontrollierst
- du digitale Systeme und technische Geräte gerne nutzt
- Mathematik
- Computer & IT
- Arbeiten draußen
- Genauigkeit
- Räumliches Denken
- Analytisches Denken
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Techniker/in für Vermessungstechnik
Eine Weiterbildung an einer Fachschule, zwei Jahre in Vollzeit oder vier berufsbegleitend. Danach leitest du Messtrupps, wertest selbstständig aus und übernimmst Projektverantwortung.
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Öffentlicher Dienst und Katasterverwaltung
Vermessungs- und Katasterämter stellen fest ein, oft im Beamtenverhältnis nach einer Aufstiegsprüfung. Das ist der sicherste Weg im Beruf und bringt planbare Arbeitszeiten.
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Spezialisierung auf Messtechnik
Laserscanning, Drohnenbefliegung, GNSS, Bauwerksüberwachung: Wer eine dieser Techniken beherrscht, wird im Büro zur Ansprechperson und arbeitet an den interessanten Aufträgen.
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Studium Geodäsie oder Geoinformatik
Mit Fachhochschulreife oder über den Technikerabschluss kannst du studieren. Danach steht dir auch der Weg zum öffentlich bestellten Vermessungsingenieur offen.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Grenzpunkte im Liegenschaftskataster sind rechtlich verbindlich. Ihre Lage entscheidet, wo ein Grundstück endet, und wird deshalb nur von dazu befugten Stellen verändert.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Vermessungstechniker/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung im öffentlichen Dienst bei rund 1.260 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt in Ämtern nach dem TVöD, in privaten Ingenieurbüros ist es Verhandlungssache.
Arbeitet man als Vermessungstechniker/in nur draußen?
Nein. Die Aufteilung liegt grob bei halb draußen und halb im Büro. Was du im Feld misst, wertest du danach am Rechner aus und bringst es in Pläne und Datenbanken.
Welche Fachrichtungen gibt es?
Zwei: Vermessung und Bergvermessung. Die Bergvermessung arbeitet unter und über Tage im Bergbau, die Vermessung an Grundstücken, Bauwerken und Netzen.
Muss ich gut in Mathe sein?
Du brauchst sicheres Rechnen, Geometrie und Trigonometrie. Die Software nimmt dir viel ab, aber wer nicht versteht, was sie rechnet, merkt einen Fehler nicht.
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Probier es einfach aus
Fünf Minuten, und du hast eine Richtung. Du kannst es so oft machen, wie du willst, und wir speichern nichts, was auf dich zurückführt.
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