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Technische/r Systemplaner/in

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Du planst technische Systeme für Gebäude, Stahlbau oder Elektrotechnik am CAD-Arbeitsplatz. Leitungen, Anlagen, Bauteile, Räume, Normen und Kollisionsfreiheit werden in Plänen und Modellen zusammengeführt.

CAD, Gebäudetechnik & technische Planung

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ca. 794 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Planungsgrundlagen und Anforderungen auswerten

  • Anlagen und Systeme in 2D und 3D konstruieren

  • Leitungswege, Bauteile und Anschlüsse planen

  • Berechnungen, Mengen und Stücklisten erstellen

  • Kollisionen und Normvorgaben prüfen

  • Planstände dokumentieren und mit Projektbeteiligten abstimmen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Planungsgrundlagen und Anforderungen auswerten; Anlagen und Systeme in 2D und 3D konstruieren; Leitungswege, Bauteile und Anschlüsse planen. Später kommen hinzu: Berechnungen, Mengen und Stücklisten erstellen; Kollisionen und Normvorgaben prüfen; Planstände dokumentieren und mit Projektbeteiligten abstimmen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Ingenieur- und Planungsbüros, Elektro-, Stahlbau-, Heizungs-, Klima-, Sanitär- und Anlagenbauunternehmen.

Ein Tag als Technische/r Systemplaner/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:00 Uhr

    Planbesprechung.

    Der Architekt hat die Grundrisse geändert, und die Leitungsführung passt jetzt nicht mehr.

  2. 9:00 Uhr

    Am CAD: Trassen neu legen, Kollisionen mit Lüftung und Statik prüfen.

  3. 11:30 Uhr

    Berechnung.

    Rohrdurchmesser, Druckverlust, Leistungsbedarf. Zahlen, an denen später eine Anlage hängt.

  4. 13:30 Uhr

    Stückliste und Ausschreibungstexte für das Gewerk zusammenstellen.

  5. 15:00 Uhr

    Baustelle: Aufmaß nehmen, weil der Bestand nicht dem Plan entspricht.

    Das ist der Normalfall.

  6. 16:30 Uhr

    Planstand sichern und an die Beteiligten verteilen.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Planungsbüros und technischen Unternehmen

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Mathematik, Informatik, Physik, Werken/Technik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Fachrichtungen

    Die Fachrichtung bestimmt, ob Strom- und Kommunikationssysteme, Stahlkonstruktionen oder Heizungs-, Klima-, Sanitär- und weitere Versorgungstechnik geplant werden.

    – Elektrotechnische Systeme

    – Stahl- und Metallbautechnik

    – Versorgungs- und Ausrüstungstechnik

  • CAD- und BIM-Systeme anwenden
  • technische Systeme und Bauteile planen
  • Normen, Maße und Berechnungen nutzen
  • Leitungs- und Trassenwege entwickeln
  • Ausführungs-, Montage- und Detailpläne erstellen
  • Daten und Planstände koordinieren
  • eine Fachrichtung vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

794 €

2. Ausbildungsjahr

946 €

3. Ausbildungsjahr

1.128 €

4. Ausbildungsjahr

1.538 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat

Mit Technikerabschluss oder BIM-Verantwortung

ca. 3.500–4.600 € brutto im Monat

Große Planungsbüros und Industrieunternehmen zahlen deutlich besser als kleine Betriebe, und in der Gebäudetechnik ist die Nachfrage derzeit hoch. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und danach, mit welcher Software gearbeitet wird.

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die starke Spannweite entsteht durch unterschiedliche Fachrichtungen, Branchen und Tarifgebiete.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Du sitzt fast den ganzen Tag am Bildschirm, und das über Jahre.
  • Pläne ändern sich ständig. Was du gestern gezeichnet hast, kann heute hinfällig sein.
  • Du arbeitest zwischen Architekt, Statiker und ausführendem Betrieb, und jeder hat andere Vorstellungen.
  • Ein Fehler in der Planung wird auf der Baustelle teuer, und dann wird gesucht, wer ihn gemacht hat.

Besser als sein Ruf

  • Der Beruf ist gesucht. Ohne Systemplaner kommt kein Gebäude durch die Planungsphase.
  • Energiewende, Wärmepumpen und Nachrüstung sorgen dafür, dass die Auftragsbücher voll sind.
  • Du arbeitest am Rechner und siehst das Ergebnis trotzdem als gebautes Haus.
  • Der Weg über Techniker oder Studium ist gut ausgebaut und wird von vielen Büros unterstützt.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Gebäude und Technik räumlich planen möchtest
  • du lange konzentriert am Computer arbeiten kannst
  • du Normen, Maße und Schnittstellen genau prüfst
  • du dich mit vielen Projektbeteiligten abstimmst
  • Technik
  • Mathematik
  • Computer & IT
  • Räumliches Denken
  • Analytisches Denken

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Techniker/in in der jeweiligen Fachrichtung

    Über eine Fachschule kommst du in Planung und Projektleitung: eigene Anlagen auslegen, Ausschreibungen schreiben, Baustellen begleiten.

  • BIM-Koordination

    Gebäude werden zunehmend als dreidimensionales Modell geplant, in dem alle Gewerke zusammenlaufen. Wer BIM beherrscht, koordiniert diese Modelle und ist in Planungsbüros stark gefragt.

  • Spezialisierung auf Gebäudetechnik

    Wärmepumpen, Lüftung, Kälte, Sprinkleranlagen, Ladeinfrastruktur: Die Gebäudetechnik ist das Feld, das durch Energiewende und Nachrüstung am schnellsten wächst.

  • Studium Versorgungstechnik oder Elektrotechnik

    Mit Fachhochschulreife oder über den Technikerabschluss kannst du studieren und danach als Ingenieur planen und verantworten.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Der Beruf heißt erst seit 2011 so. Vorher hießen die drei Fachrichtungen Technische Zeichner, und der neue Name sagt, was sich geändert hat: geplant wird ein System, nicht eine Zeichnung.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Technische/r Systemplaner/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung meist bei rund 800 bis 1.100 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung hängt der Verdienst stark daran, ob du in einem großen Planungsbüro oder in einem kleinen Handwerksbetrieb arbeitest.

Welche Fachrichtungen gibt es bei Technische/r Systemplaner/in?

Drei: Elektrotechnische Systeme, Stahl- und Metallbautechnik sowie Versorgungs- und Ausrüstungstechnik. Der Betrieb legt die Richtung mit dem Ausbildungsvertrag fest.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Bin ich den ganzen Tag am Rechner?

Weitgehend ja. Gezeichnet und gerechnet wird mit CAD-Software. Baustellenbesuche und Aufmaße vor Ort kommen dazu, machen aber den kleineren Teil aus.

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