Zimmerer/Zimmerin
Holzbau, Dächer & Konstruktion
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.122 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Bau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Baupläne, Maße und Holzkonstruktion prüfen
-
Hölzer auswählen, anreißen und maschinell abbinden
-
Verbindungen und Bauteile vorfertigen
-
Dach-, Wand- und Deckenelemente montieren
-
Dämmung, Bekleidung und Holzschutz ausführen
-
Maße, Tragfähigkeit, Anschlüsse und Sicherheit prüfen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Baupläne, Maße und Holzkonstruktion prüfen; Hölzer auswählen, anreißen und maschinell abbinden; Verbindungen und Bauteile vorfertigen. Später kommen hinzu: Dach-, Wand- und Deckenelemente montieren; Dämmung, Bekleidung und Holzschutz ausführen; Maße, Tragfähigkeit, Anschlüsse und Sicherheit prüfen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Zimmerei- und Holzbauunternehmen, Fertigbau, Dach- und Fassadenbau, Sanierung und Ingenieurholzbau.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:30 Uhr
Abbund im Betrieb: Zuschnitt prüfen, Bauteile kennzeichnen, verladen.
-
7:30 Uhr
Baustelle.
Kran einweisen, Bauteile aufrichten, ausrichten und sichern.
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10:00 Uhr
Verbindungen setzen: Bolzen, Winkel, Zapfen.
Jede Verbindung trägt später etwas.
-
12:30 Uhr
Dachschalung und Unterspannbahn legen.
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14:30 Uhr
Dämmung einbringen und luftdicht anschließen.
Hier entscheidet sich, ob das Haus dicht ist.
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16:00 Uhr
Baustelle sichern, Absturzsicherung prüfen, aufräumen.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Bauwirtschaft
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Kunst/Gestaltung.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
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Monoberuf
Die seit 1. August 2026 geltende modernisierte Ausbildung ist ein Monoberuf. Betrieb und Auftrag prägen Dach, Holzrahmenbau, Fertigbau, Sanierung oder Ingenieurholzbau.
- Holzarten, Baustoffe und Konstruktionen beurteilen
- Aufmaß, Zeichnungen und Abbunddaten anwenden
- Holz manuell, maschinell und digital bearbeiten
- tragende Bauteile und Verbindungen herstellen
- Dächer, Wände, Decken und Holzbauten montieren
- Dämm-, Holzschutz- und Sanierungsarbeiten durchführen
- Baustellenablauf, Qualität und Arbeitsschutz sichern
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.122 €
2. Ausbildungsjahr
1.351 €
3. Ausbildungsjahr
1.610 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.900–3.400 € brutto im Monat
Als Polier oder mit Meisterbrief
ca. 3.800–5.000 € brutto im Monat
Das Bauhauptgewerbe hat einen bundesweiten Tarifvertrag mit Mindestlöhnen; im Holzbau kommen Wegegeld und Auslöse dazu. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Montageanteil.
Tarifwerte der Bauwirtschaft ab April 2026, brutto pro Monat
Seit April 2026 gelten für gewerbliche Auszubildende der Bauwirtschaft einheitliche Werte in Deutschland.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Höhe, Wind und Wetter gehören dazu, auch im Winter.
- Holzbauteile sind schwer, und nicht alles hebt der Kran.
- Absturz ist die größte Gefahr im Beruf; die Sicherung ist keine Formalität.
- Fahrzeiten zur Baustelle kommen zum Arbeitstag dazu.
Besser als sein Ruf
- Der Bautarif sorgt für Mindestlöhne und planbare Steigerungen.
- Holzbau wächst: Nachhaltigkeit und Vorfertigung machen den Beruf gerade wichtiger.
- Der Beruf ist längst digital. Konstruktion am Rechner, Zuschnitt an der Abbundanlage.
- Du richtest morgens einen Dachstuhl auf, der abends steht. Wenige Berufe zeigen ihr Ergebnis so schnell.
Passt zu dir, wenn …
- du Holz und große räumliche Konstruktionen magst
- du körperlich belastbar und schwindelfrei bist
- du Mathematik und Maßarbeit sicher einsetzt
- du im Montageteam zuverlässig arbeitest
- Handwerk
- Mathematik
- Körperliche Arbeit
- Arbeiten draußen
- Räumliches Denken
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in im Zimmererhandwerk
Das Handwerk ist meisterpflichtig. Mit dem Meisterbrief führst du einen Betrieb, bildest aus und planst Konstruktionen.
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Abbund und CAD
Moderner Holzbau wird am Rechner konstruiert und von der Abbundanlage zugeschnitten. Wer das kann, arbeitet in der Arbeitsvorbereitung statt auf dem Dach.
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Holzbau und mehrgeschossiges Bauen
Holz ersetzt zunehmend Beton, auch in mehrgeschossigen Gebäuden. Ein Feld, das schnell wächst.
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Restaurierung und Fachwerk
Alte Konstruktionen instand setzen verlangt Techniken, die kaum noch jemand beherrscht, und wird entsprechend bezahlt.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Ein Dachstuhl wird heute meist im Betrieb an der Abbundanlage zugeschnitten und auf der Baustelle nur noch aufgerichtet. Was früher Tage dauerte, steht dadurch oft an einem einzigen Tag.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Zimmerer/Zimmerin?
In der Ausbildung gilt der Bautarif, im ersten Jahr rund 1.120 € und damit über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt über dem vieler Handwerksberufe.
Was macht ein/e Zimmerer/Zimmerin?
Du baust Tragwerke aus Holz: Dachstühle, Holzhäuser, Decken, Wände, Treppen und Gauben. Dazu kommen Dämmung, Schalung, Sanierung und der Abbund im Betrieb.
Muss man schwindelfrei sein?
Ja. Ein guter Teil der Arbeit findet auf dem Dach und auf Gerüsten statt, und Absturzsicherung nimmt die Höhe nicht weg.
Gehen Zimmerer noch auf die Walz?
Manche. Die Wanderschaft gibt es weiterhin, sie ist aber freiwillig und heute die Ausnahme, nicht die Regel.
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