Dachdecker/in
Dach, Gebäude & Energie
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.000 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Bau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Dachflächen ausmessen und Baustellen sicher vorbereiten
-
Ziegel, Schiefer, Metall und weitere Werkstoffe verlegen
-
Flachdächer, Balkone und andere Flächen dauerhaft abdichten
-
Dämmungen, Dachfenster, Entwässerungen und Blitzschutz montieren
-
Solaranlagen und Dachbegrünungen fachgerecht einbauen
-
Dächer und Fassaden prüfen, warten und Schäden reparieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Am Betrieb oder auf der Baustelle prüft ihr Wetter, Auftrag und Sicherheitsmaßnahmen. Du bringst Material aufs Dach, misst Flächen und bereitest den Untergrund vor. Danach verlegst du Dachziegel, Schiefer oder Abdichtungsbahnen und arbeitest besonders genau an Kanten, Fenstern, Schornsteinen und Abläufen. Je nach Auftrag montierst du Dämmung, eine Photovoltaikanlage oder eine Dachbegrünung. Bei Reparaturen suchst du nach undichten Stellen und prüfst, wie weit Feuchtigkeit bereits eingedrungen ist. Absturzsicherung und klare Teamabsprachen gelten bei jedem Einsatz.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Dachdeckerbetrieben und teilweise bei spezialisierten Bauunternehmen. Arbeitsorte sind Dächer, Fassaden, Baustellen, Werkstätten und Betriebshöfe. Der überwiegende Teil der Arbeit findet im Freien statt.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:30 Uhr
Material verladen: Ziegel, Latten, Folie, Werkzeug.
Was fehlt, fehlt auf dem Dach.
-
7:30 Uhr
Gerüst und Absturzsicherung prüfen, dann aufsteigen.
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8:00 Uhr
Alte Eindeckung abnehmen und entsorgen, Schalung prüfen.
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11:00 Uhr
Unterspannbahn und Lattung aufbringen, Anschlüsse ausbilden.
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13:30 Uhr
Eindecken.
Reihe für Reihe, mit Maß und Überdeckung.
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16:00 Uhr
Dach besenrein übergeben, Gerüst prüfen, Material sichern.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung im Dachdecker-Handwerk
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
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Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Viele Auszubildende starten mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss. Werken/Technik, Mathematik und Physik helfen dir bei Konstruktion, Aufmaß und Material.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Schwindelfreiheit, körperliche Belastbarkeit, Zuverlässigkeit und ein Praktikum auf einer Baustelle sind besonders wichtig.
-
Schwerpunkte
Alle lernen die gemeinsamen Grundlagen. Ein Schwerpunkt wird betrieblich vertieft und bestimmt, welche Materialien und Aufträge du besonders intensiv kennenlernst.
– Dachdeckungstechnik
– Abdichtungstechnik
– Außenwandbekleidungstechnik
– Energietechnik an Dach und Wand
– Reetdachtechnik
- Baustellen und Arbeitsplätze auf Dächern sicher einrichten
- Dach- und Wandflächen messen und Materialbedarf berechnen
- Dächer mit unterschiedlichen Werkstoffen decken
- Flächen und Bauwerke abdichten und dämmen
- Dachfenster, Entwässerung, Blitzschutz und Einbauteile montieren
- Energiegewinnungsanlagen und Dachbegrünungen integrieren
- einen betrieblichen Schwerpunkt vertiefen und Schäden instand setzen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
- 1.000 €
- ab 01.10.2026 1.050 €
2. Ausbildungsjahr
- 1.150 €
- ab 01.10.2026 1.200 €
3. Ausbildungsjahr
- 1.400 €
- ab 01.10.2026 1.460 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder Solarschwerpunkt
ca. 3.700–4.800 € brutto im Monat
Das Dachdeckerhandwerk hat einen bundesweiten Tarifvertrag mit Mindestlöhnen. Photovoltaik und Sanierung sorgen für eine Auftragslage, die die Betriebe zahlungsfähig hält. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung.
Tarifliche Ausbildungsvergütung des Dachdecker-Handwerks 2026, brutto pro Monat
Die Erhöhung ab 1. Oktober 2026 ist bereits berücksichtigt. Tarifbindung und betriebliche Vereinbarungen können im Einzelfall abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Der Arbeitsplatz ist das Dach: Höhe, Wind, Sonne, Kälte.
- Absturz ist die größte Gefahr im Bau, und dieser Beruf arbeitet dort täglich.
- Ziegel und Bahnen sind schwer, und getragen wird oft über die Leiter.
- Im Winter ruht die Arbeit teilweise, und das merkt man auf der Abrechnung trotz Saisongeld.
Besser als sein Ruf
- Der Tarifvertrag sorgt für Mindestlöhne und planbare Steigerungen.
- Photovoltaik hat den Beruf um ein ganzes Arbeitsfeld erweitert.
- Du siehst dein Ergebnis von der Straße aus, jahrzehntelang.
- Dachdecker werden gesucht, und der Meisterbrief führt zu einem Betrieb mit voller Auftragslage.
Passt zu dir, wenn …
- du gerne draußen und in der Höhe arbeitest
- du körperlich fit bist und im Team sicher handelst
- du handwerkliche Arbeit mit Energie- und Gebäudetechnik verbinden möchtest
- du bei Abdichtungen und Anschlüssen sehr genau bleibst
- Handwerk
- Körperliche Arbeit
- Arbeiten draußen
- Räumliches Denken
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in im Dachdeckerhandwerk
Das Handwerk ist meisterpflichtig. Mit dem Meisterbrief führst du einen Betrieb, bildest aus und kalkulierst Aufträge.
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Photovoltaik auf dem Dach
Module, Unterkonstruktion, Durchdringungen: Wer Dach und Solar zusammen kann, hat auf Jahre volle Auftragsbücher.
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Abdichtung und Flachdach
Bitumen, Kunststoffbahnen, Gründach: ein eigener Schwerpunkt mit eigenen Regeln und guten Preisen.
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Techniker/in oder Sachverständigentätigkeit
Über Fachschule und Erfahrung kommst du in Bauleitung, Planung oder in die Schadensbegutachtung.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Ein Ziegeldach ist nicht dicht, sondern regensicher: Wasser läuft ab, aber Wind kann Tropfen darunter treiben. Die eigentliche Dichtebene ist die Unterspannbahn darunter, und die sieht später niemand mehr.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Dachdecker/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung nach dem Dachdeckertarif bei rund 1.000 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt; mit Meisterbrief oder Solarschwerpunkt steigt er deutlich.
Welche Schwerpunkte gibt es bei Dachdecker/in?
Mehrere, unter anderem Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik, Reetdachtechnik, Außenwandbekleidung und Energietechnik an Dach und Wand. Der Betrieb legt den Schwerpunkt fest.
Muss man schwindelfrei sein?
Ja, ohne Ausnahme. Der Arbeitsplatz ist das Dach, und Absturzsicherung macht die Höhe nicht kleiner.
Ist der Beruf saisonal?
Teilweise. Bei Frost und Sturm ruht die Arbeit, dafür gibt es Saison-Kurzarbeitergeld. Reparaturen und Abdichtungen laufen ganzjährig.
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