Tischler/in
Holz, Möbel & Innenausbau
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 827 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Holz
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Kundenauftrag, Zeichnung und Aufmaß vorbereiten
-
Holz und Holzwerkstoffe auswählen und zuschneiden
-
Maschinen und CNC-Systeme einrichten
-
Bauteile verbinden, verleimen und montieren
-
Oberflächen schleifen, ölen oder lackieren
-
Möbel und Bauelemente beim Kunden montieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Kundenauftrag, Zeichnung und Aufmaß vorbereiten; Holz und Holzwerkstoffe auswählen und zuschneiden; Maschinen und CNC-Systeme einrichten. Später kommen hinzu: Bauteile verbinden, verleimen und montieren; Oberflächen schleifen, ölen oder lackieren; Möbel und Bauelemente beim Kunden montieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Tischlereien, Möbel- und Innenausbau, Fenster- und Türenbau, Laden-, Messe- und Objektausbau sowie bei Montagen vor Ort.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:00 Uhr
Zuschnitt.
Du liest die Zeichnung, holst das Material und stellst die Säge ein.
-
9:00 Uhr
Kanten anleimen, bohren, fräsen.
Ein Millimeter zu viel, und das Teil ist Ausschuss.
-
11:30 Uhr
Verleimen.
Ab jetzt tickt die Uhr, bis der Leim abbindet.
-
13:00 Uhr
Schleifen und Oberfläche.
Das ist die Arbeit, die man am Ende sieht.
-
15:00 Uhr
Montage beim Kunden.
Die Wand ist nie so gerade wie die Zeichnung.
-
16:30 Uhr
Werkstatt fegen, Maschinen sauber machen, Material für morgen bereitlegen.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung im Tischler-Handwerk
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Kunst/Gestaltung, Physik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betrieb und Aufträge prägen Möbelbau, Innenausbau, Bauelemente, Montage, Restaurierung oder CNC-Fertigung.
- Holzarten und Werkstoffe beurteilen
- Entwürfe, Zeichnungen und Aufmaße nutzen
- Hand- und Maschinenbearbeitung anwenden
- Verbindungen und Konstruktionen herstellen
- CNC- und digitale Fertigung einsetzen
- Oberflächen behandeln und Beschläge montieren
- Produkte montieren, warten und reparieren
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
827 €
2. Ausbildungsjahr
964 €
3. Ausbildungsjahr
1.085 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief
ca. 3.100–4.000 € brutto im Monat
Die Spanne hängt vor allem am Betrieb. Eine tarifgebundene Möbelfabrik zahlt anders als eine kleine Bautischlerei auf dem Land, und zwischen den Bundesländern liegen deutliche Unterschiede. Frag im Bewerbungsgespräch nach, ob der Betrieb nach Tarif zahlt.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Bundesland, Innung und Tarifbindung können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Holzstaub und Maschinenlärm den ganzen Tag. Gehörschutz und Absaugung sind Pflicht, kein Zubehör.
- Du hebst schwere Platten, oft zu zweit und selten in bequemer Haltung.
- Ein Fehler beim Zuschnitt kostet Material und Zeit, und beides fällt sofort auf.
- Auf der Montage ist der Tag nicht planbar. Was in der Werkstatt passte, passt vor Ort manchmal nicht.
Besser als sein Ruf
- Am Ende steht etwas da, das du gebaut hast, und das bleibt jahrzehntelang stehen.
- Der Beruf ist längst digital: CAD am Rechner, CNC in der Werkstatt. Wer das kann, wird gesucht.
- Der Meisterbrief ist ein realistischer Weg in die Selbstständigkeit, und Bautischler haben volle Auftragsbücher.
- Du arbeitest fast nie allein an einer Sache. Küche, Treppe, Ladenbau sind Teamarbeit.
Passt zu dir, wenn …
- du Holz und sichtbare Einzelstücke magst
- du räumlich konstruierst und sehr genau arbeitest
- du Maschinen und Handwerk verbinden möchtest
- du Kundenwünsche praktisch umsetzt
- Handwerk
- Kreativität
- Maschinen
- Körperliche Arbeit
- Räumliches Denken
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Meister/in im Tischlerhandwerk
Das Tischlerhandwerk ist meisterpflichtig. Mit dem Meisterbrief darfst du einen eigenen Betrieb führen, ausbilden und übernimmst Kalkulation, Planung und Kundengespräche.
-
Techniker/in für Holztechnik
Eine Weiterbildung an einer Fachschule, zwei Jahre in Vollzeit oder vier berufsbegleitend. Danach arbeitest du in Arbeitsvorbereitung, Konstruktion oder Fertigungsplanung, oft in größeren Betrieben.
-
CNC und Arbeitsvorbereitung
Fast jede größere Tischlerei arbeitet heute mit CNC-Maschinen. Wer das Programmieren und die Arbeitsvorbereitung übernimmt, wird schnell unverzichtbar und arbeitet weniger körperlich.
-
Restaurierung und Denkmalpflege
Mit einer Zusatzqualifikation arbeitest du an alten Möbeln, Fenstern und Innenausbauten. Das ist langsamere Arbeit mit mehr Handwerk und weniger Maschine.
-
Studium Holztechnik oder Innenarchitektur
Mit Fachhochschulreife oder mit dem Meisterbrief kannst du studieren. Danach planst du eher, als dass du baust.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Tischler und Schreiner sind derselbe Beruf, nur regional verschieden benannt. Die Ausbildungsordnung nennt ihn Tischler/in, im süddeutschen Raum spricht praktisch niemand so.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Tischler/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Bundesland und Tarifbindung meist zwischen rund 700 und 1.000 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Einstieg im Handwerk niedriger als in der Industrie, mit dem Meisterbrief steigt er deutlich.
Braucht man als Tischler/in einen bestimmten Schulabschluss?
Vorgeschrieben ist keiner. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Wichtiger als das Zeugnis ist, dass du sauber arbeitest und rechnen kannst.
Heißt der Beruf nicht Schreiner?
Doch, das ist dasselbe. Im Süden sagt man Schreiner, im Norden Tischler. Die Ausbildungsordnung kennt nur den Tischler.
Arbeite ich nur mit Holz?
Nein. Glas, Metallbeschläge, Kunststoffe und Holzwerkstoffe wie MDF oder Spanplatte gehören genauso dazu.
Ähnliche Berufe
-
Holz
Holzmechaniker/in
-
Ausbau & Gebäudetechnik
Parkettleger/in
-
Kunsthandwerk & Musikinstrumente
Holzbildhauer/in
Probier es einfach aus
Fünf Minuten, und du hast eine Richtung. Du kannst es so oft machen, wie du willst, und wir speichern nichts, was auf dich zurückführt.
Passenden Beruf findenIhr Unternehmen bildet Tischler/in aus?
Zeigen Sie sich hier den passenden Bewerbern aus Ihrer Region, kostenlos.