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Feinoptiker/in

Bildfläche
Du stellst hochpräzise Linsen, Prismen, Spiegel und optische Systeme her. Du schleifst, polierst, beschichtest, montierst und justierst Bauteile, die später in Kameras, Lasern, Medizin-, Mess- oder Raumfahrttechnik eingesetzt werden.

Optik, Photonik & Präzision

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ab 724 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • optische Werkstoffe prüfen und Rohlinge vorbereiten

  • plan- und rundoptische Flächen schleifen und polieren

  • Bauteile reinigen, beschichten und verbinden

  • Linsen, Prismen und Spiegel montieren und justieren

  • optische Maße, Form und Oberfläche hochgenau prüfen

  • Produktionsanlagen bedienen und Prozesse optimieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Du prüfst Zeichnung, Werkstoff und geforderte Toleranz. Ein Glas- oder Kristallrohling wird gesägt, geschliffen und in mehreren Stufen poliert. Zwischen den Schritten misst du Form, Dicke und Oberfläche mit optischen und mechanischen Prüfmitteln. Später beschichtest oder reinigst du Bauteile und montierst sie zu einem optischen System. Bei der Justage richtetest du Linsen oder Spiegel so aus, dass Licht exakt wie vorgesehen geführt wird.

Wo du arbeitest

Du arbeitest bei Herstellern von Optik, Photonik, Lasern, Kameras, Mess-, Medizin-, Halbleiter- oder Raumfahrttechnik. Arbeitsorte sind Präzisionswerkstatt, Produktion, Reinraum und Prüflabor.

Ein Tag als Feinoptiker/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:00 Uhr

    Auftrag prüfen: Radius, Dicke, Oberflächengüte.

  2. 8:00 Uhr

    Rohlinge aufkitten und Schleifautomaten bestücken.

  3. 10:00 Uhr

    Polieren: Stunden, in denen sich Zehntel-Mikrometer entscheiden.

  4. 12:30 Uhr

    Zentrieren: optische Achse und Fassungsachse in Deckung bringen.

  5. 14:00 Uhr

    Prüfen mit Interferometer, Passe beurteilen.

  6. 16:00 Uhr

    Reinigen und für die Beschichtung vorbereiten.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Werken/Technik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der Betrieb prägt planoptische, rundoptische, beschichtete oder montierte Systeme.

  • optische Gläser, Kristalle und weitere Werkstoffe bearbeiten
  • plan- und rundoptische Flächen herstellen
  • Schleif-, Polier- und Produktionsanlagen einrichten
  • optische Bauteile reinigen, beschichten und fügen
  • Baugruppen montieren und präzise justieren
  • Interferometrische und weitere Prüfverfahren anwenden
  • Qualität, Nachhaltigkeit und Produktionsdaten sichern
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

mind. 724 €

2. Ausbildungsjahr

mind. 854 €

3. Ausbildungsjahr

mind. 977 €

4. Ausbildungsjahr

mind. 1.014 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat

In der Präzisionsoptik oder mit Meisterbrief

ca. 3.600–4.800 € brutto im Monat

Die deutsche Optikindustrie ist international führend und zahlt entsprechend. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung.

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat

Tarifverträge und betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Höchste Genauigkeit, oft in Reinräumen mit strengen Regeln.
  • Ein Fingerabdruck kann eine fertige Fläche unbrauchbar machen.
  • Polierprozesse dauern; Geduld ist Grundvoraussetzung.
  • Ein kleiner Beruf mit wenigen Ausbildungsplätzen.

Besser als sein Ruf

  • Deutsche Präzisionsoptik ist Weltspitze und sucht Nachwuchs.
  • Deine Bauteile stecken in Mikroskopen, Satelliten und Lasern.
  • Sehr gute Bezahlung für ein feinmechanisches Handwerk.
  • Reine, ruhige Arbeitsplätze ohne Schmutz und Lärm.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Physik, Licht und Präzisionshandwerk spannend findest
  • du auf Mikrometer genau arbeiten kannst
  • du Maschinen, Messgeräte und manuelle Feinbearbeitung verbinden möchtest
  • du lange konzentriert an kleinen Bauteilen bleibst
  • Technik
  • Handwerk
  • Mathematik
  • Genauigkeit
  • Räumliches Denken

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in im Feinoptikerhandwerk

    Der Meisterbrief führt in Werkstattleitung oder zum eigenen Betrieb.

  • Präzisionsoptik für Forschung

    Teleskope, Laser und Messgeräte brauchen Optiken höchster Güte.

  • Beschichtungstechnik

    Entspiegelung und Spiegelschichten aufzubringen ist ein eigenes Fachgebiet.

  • Techniker für Optik

    Über die Fachschule geht es in Konstruktion und Fertigungsplanung.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Optische Flächen werden im Bruchteil einer Lichtwellenlänge gemessen. Also im Bereich weniger Hundertstel eines Mikrometers. Die Prüfung erfolgt mit Interferenz: Man sieht Streifenmuster, und jeder Streifen steht für eine halbe Wellenlänge Abweichung.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Feinoptiker/in?

Du fertigst optische Bauteile: Glas sägen, schleifen, polieren und zentrieren, Linsen und Prismen auf Maß bringen, Oberflächen prüfen, Bauteile kitten und beschichten.

Wie viel verdient man als Feinoptiker/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei mindestens rund 724 € im ersten Jahr, in tarifgebundenen Betrieben deutlich darüber. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich der Feinmechanik und Optikindustrie.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

Ist das dasselbe wie Augenoptiker?

Nein. Der Augenoptiker berät Kunden und fertigt Brillen. Der Feinoptiker stellt optische Bauteile für Geräte her. Mikroskope, Objektive, Messtechnik.

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