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Winzer/in

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Du pflegst Weinberge, steuerst Ertrag und Traubenqualität und begleitest die Lese sowie die Verarbeitung im Keller. Natur, Maschinen, Sensorik, Vermarktung und saisonale Planung gehören zum ganzen Weinbaubetrieb.

Weinbau, Natur & Landwirtschaft

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.066 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Rebanlagen kontrollieren, schneiden und binden

  • Boden, Begrünung und Nährstoffversorgung pflegen

  • Pflanzen schützen und Laubarbeiten durchführen

  • Traubenreife prüfen und Lese organisieren

  • Most und Wein im Keller bearbeiten

  • Wein präsentieren, vermarkten und Betriebsdaten dokumentieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Rebanlagen kontrollieren, schneiden und binden; Boden, Begrünung und Nährstoffversorgung pflegen; Pflanzen schützen und Laubarbeiten durchführen. Später kommen hinzu: Traubenreife prüfen und Lese organisieren; Most und Wein im Keller bearbeiten; Wein präsentieren, vermarkten und Betriebsdaten dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Weingütern, Winzergenossenschaften, Weinbaubetrieben, Versuchsgütern und landwirtschaftlichen Dienstleistungsunternehmen.

Ein Tag als Winzer/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:00 Uhr

    Raus in den Weinberg.

    Was ansteht, richtet sich nach der Jahreszeit: schneiden, heften, ausgeizen oder lesen.

  2. 10:00 Uhr

    Du kontrollierst die Reben auf Pilzbefall und Schädlinge und entscheidest, ob etwas getan werden muss.

  3. 12:30 Uhr

    Arbeit im Keller.

    Du prüfst die Gärung, misst und ziehst Proben.

  4. 14:30 Uhr

    Technik.

    Traktor, Anbaugeräte und Kellertechnik wollen gewartet sein.

  5. 16:00 Uhr

    Abfüllung, Etikettierung oder Verkauf.

    Auf kleineren Weingütern machst du das alles mit.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Landwirtschaft

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Geografie, Chemie, Mathematik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Region, Rebsorten, Steillagen, Betriebsgröße, ökologischer Weinbau und eigener Keller prägen den Alltag.

  • Reben, Sorten und Weinbergsstandorte beurteilen
  • Rebschnitt, Erziehung und Laubarbeiten durchführen
  • Bodenpflege, Düngung und Pflanzenschutz planen
  • Traubenreife und Lese organisieren
  • Grundlagen der Kellerwirtschaft anwenden
  • Maschinen und Geräte sicher einsetzen
  • Qualität, Vermarktung und Betriebswirtschaft bearbeiten
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.066 €

2. Ausbildungsjahr

1.122 €

3. Ausbildungsjahr

1.197 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.300–2.900 € brutto im Monat

Mit Techniker oder Meister

ca. 3.000–3.900 € brutto im Monat

Im Weinbau arbeiten viele Familienbetriebe, und die Bezahlung ist entsprechend unterschiedlich. Größere Weingüter und Genossenschaften zahlen oft nach Tarif.

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung in der Landwirtschaft 2025, veröffentlicht 2026

Weinbauregion, Betrieb und Tarifbindung können abweichen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Du arbeitest bei jedem Wetter draußen, im Sommer in der prallen Sonne am Hang.
  • Zur Lese im Herbst zählt jeder Tag. Dann sind lange Arbeitstage und Wochenendarbeit normal.
  • Die Arbeit geht in den Rücken. Reben stehen nicht auf Arbeitshöhe.
  • Ein Hagelschlag oder ein nasser Sommer können ein Jahr Arbeit entwerten. Damit muss man umgehen können.

Besser als sein Ruf

  • Du bist draußen und siehst über das Jahr, wie aus deiner Arbeit etwas wird.
  • Der Beruf verbindet Landwirtschaft, Technik und Handwerk. Langweilig wird es dadurch selten.
  • Weinbau ist stark regional. Wer im Anbaugebiet bleiben will, findet hier einen Beruf mit Zukunft.
  • Über Techniker, Meister oder ein Studium führt der Weg bis zur Betriebsleitung oder zum eigenen Weingut.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du über das ganze Jahr draußen arbeiten möchtest
  • du Pflanzen aufmerksam beobachtest
  • du körperliche Arbeit und Maschinen verbinden kannst
  • du saisonale Spitzen und Wochenendarbeit akzeptierst
  • Natur
  • Maschinen
  • Körperliche Arbeit
  • Arbeiten draußen

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

Passenden Beruf finden
Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Winzermeister/in

    Mit dem Meisterbrief führst du einen Betrieb und bildest aus. In vielen Weinbaugebieten suchen Familienbetriebe eine Nachfolge.

  • Techniker/in für Weinbau und Önologie

    Die Fortbildung vertieft Kellerwirtschaft und Betriebswirtschaft und führt in die Leitung größerer Güter und Genossenschaften.

  • Studium Weinbau und Oenologie

    Ein Studium öffnet Forschung, Beratung und die Leitung großer Betriebe. Mit Berufserfahrung geht es auch ohne Abitur.

  • Eigenes Weingut

    Ob durch Übernahme oder Neugründung: Der eigene Betrieb ist im Weinbau der Weg, den viele gehen.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

In Deutschland gibt es dreizehn offizielle Weinanbaugebiete, von der Ahr bis nach Sachsen.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Winzer/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb meist zwischen rund 800 und 1.100 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung hängt der Verdienst stark davon ab, ob du angestellt arbeitest oder einen eigenen Betrieb führst.

Arbeite ich als Winzer nur im Weinberg?

Nein. Weinberg ist zentral, aber je nach Betrieb gehören auch Keller, Abfüllung, Verkauf, Veranstaltungen und Betriebsorganisation dazu.

Ist die Arbeit als Winzer/in stark saisonabhängig?

Ja. Rebschnitt, Pflanzenschutz, Laubarbeit und Lese haben feste Zeitfenster. Andere Aufgaben verteilen sich über das ganze Jahr.

Gibt es Fachrichtungen, Schwerpunkte oder Wahlqualifikationen?

Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Region, Rebsorten, Steillagen, Betriebsgröße, ökologischer Weinbau und eigener Keller prägen den Alltag.

Wo arbeite ich nach der Ausbildung?

Du arbeitest in Weingütern, Winzergenossenschaften, Weinbaubetrieben, Versuchsgütern und landwirtschaftlichen Dienstleistungsunternehmen.

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