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Pflanzentechnologe/-technologin

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Du planst und betreust Pflanzenversuche im Feld, Gewächshaus oder Labor. Saatgut, Wachstum, Umweltbedingungen und Versuchsdaten werden genau dokumentiert und ausgewertet.

Pflanzen, Versuchswesen & Labor

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.101 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Versuchsflächen und Kulturbedingungen vorbereiten

  • Pflanzen säen, pflegen und ernten

  • Züchtungs- und Vermehrungsarbeiten durchführen

  • Proben entnehmen und Laboruntersuchungen vorbereiten

  • Wachstum, Krankheiten und Versuchsdaten erfassen

  • Maschinen, Geräte und digitale Versuchssysteme einsetzen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Versuchsflächen und Kulturbedingungen vorbereiten; Pflanzen säen, pflegen und ernten; Züchtungs- und Vermehrungsarbeiten durchführen. Später kommen hinzu: Proben entnehmen und Laboruntersuchungen vorbereiten; Wachstum, Krankheiten und Versuchsdaten erfassen; Maschinen, Geräte und digitale Versuchssysteme einsetzen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Pflanzenzüchtung, Saatgutunternehmen, Versuchsstationen, Forschungseinrichtungen, Pflanzenschutz und agrarwirtschaftlichen Laboren.

Ein Tag als Pflanzentechnologe/-technologin

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:00 Uhr

    Versuchsfeld kontrollieren.

    Was über Nacht passiert ist, entscheidet den Tagesplan.

  2. 8:30 Uhr

    Bonitur: Pflanzen nach Schema beurteilen, Wuchs, Krankheiten, Reife.

    Jede Parzelle einzeln.

  3. 11:00 Uhr

    Kreuzungen im Gewächshaus.

    Feine Handarbeit mit Pinzette und Pinsel.

  4. 13:30 Uhr

    Proben aufbereiten und im Labor analysieren.

  5. 15:00 Uhr

    Daten erfassen und plausibilisieren.

    Ein Zahlendreher verfälscht eine ganze Auswertung.

  6. 16:30 Uhr

    Geräte reinigen und die Ernte für morgen vorbereiten.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Landwirtschaft, Züchtung und Forschung

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss oder Hochschulreife ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Chemie, Mathematik, Geografie.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Einsatzgebiete

    Das Einsatzgebiet bestimmt, ob Feld, Gewächshaus, Saatgut, Pflanzenschutz, Züchtung oder Labor besonders stark im Mittelpunkt stehen.

    – Feldversuchswesen

    – Gewächshaus

    – Kulturlabor

    – Pflanzenschutzversuchswesen

    – Saatgutwesen

    – Untersuchungslabor

    – Zuchtgarten

  • Pflanzenbiologie und Züchtung verstehen
  • Feld- und Gewächshausversuche planen
  • Kulturpflanzen anbauen und pflegen
  • Saatgut und Pflanzenmaterial untersuchen
  • Daten statistisch erfassen und auswerten
  • Maschinen und Labortechnik bedienen
  • ein Einsatzgebiet vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.101 €

2. Ausbildungsjahr

1.171 €

3. Ausbildungsjahr

1.273 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat

Mit Versuchsverantwortung oder Techniker

ca. 3.500–4.400 € brutto im Monat

Züchtungsunternehmen zahlen unterschiedlich, Forschungseinrichtungen nach öffentlichem Tarif. Der Beruf ist klein, und Fachkräfte sind entsprechend gesucht.

Branchenorientierung Landwirtschaft 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind eine Branchenorientierung; Bundesland und Tarifgebiet können abweichen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Die Saison bestimmt alles. Im Frühjahr und zur Ernte gibt es keine ruhigen Wochen.
  • Draußen bei jedem Wetter, und Bonitur heißt stundenlang gebückt an der Parzelle.
  • Ergebnisse brauchen Jahre. Eine Sorte zu entwickeln dauert länger als eine Ausbildung.
  • Der Beruf ist unbekannt, und die Ausbildungsplätze liegen fast alle im ländlichen Raum.

Besser als sein Ruf

  • Du arbeitest an Fragen, deren Antwort erst in Jahren feststeht, und siehst dabei die Zwischenschritte.
  • Pflanzenzüchtung entscheidet mit über Ernährungssicherheit und Klimaanpassung.
  • Der Beruf verbindet Feldarbeit, Gewächshaus und Labor. Ein Bürojob ist er nicht.
  • Fachkräfte sind selten, und Züchtungsunternehmen suchen dauerhaft.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Pflanzen und wissenschaftliche Versuche verbinden möchtest
  • du draußen und im Labor arbeiten kannst
  • du Daten genau dokumentierst
  • du saisonale Arbeit und wechselnde Kulturbedingungen akzeptierst
  • Natur
  • Arbeiten draußen

Nicht sicher?

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Versuchsbetreuung in der Pflanzenzüchtung

    Sorten prüfen heißt: aussäen, beobachten, messen, auswerten, über Jahre. Wer das kann, trägt einen Versuch allein.

  • Saatgutprüfung und Qualitätssicherung

    Keimfähigkeit, Reinheit, Gesundheit: eigene Verfahren mit eigenen Normen und amtlicher Anerkennung.

  • Techniker/in für Agrarwirtschaft

    Über eine Fachschule kommst du in Versuchsleitung und Betriebsführung.

  • Studium Agrarwissenschaften oder Pflanzenbiotechnologie

    Mit Fachhochschulreife oder über den Technikerabschluss kannst du studieren.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Von der ersten Kreuzung bis zur zugelassenen Sorte vergehen bei vielen Kulturen zehn Jahre und mehr. Wer in diesem Beruf anfängt, betreut Versuche, die jemand anders begonnen hat.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Pflanzentechnologe/-technologin?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 1.100 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung hängt der Verdienst davon ab, ob du bei einem Züchtungsunternehmen, einer Forschungseinrichtung oder einer Behörde arbeitest.

Was macht ein/e Pflanzentechnologe/-technologin?

Du betreust Versuche in der Pflanzenzüchtung und -forschung: aussäen, kreuzen, pflegen, bonitieren, ernten, Proben aufbereiten, Daten erfassen und auswerten.

Was ist der Unterschied zum Landwirt?

Der Landwirt produziert, um zu ernten. Du baust an, um zu vergleichen: exakte Parzellen, gleiche Bedingungen, gemessene Unterschiede.

Arbeite ich draußen oder im Labor?

Beides. Feld, Gewächshaus und Labor wechseln sich ab, und die Saison bestimmt, was gerade dran ist.

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