Werkstoffprüfer/in
Werkstoffe, Labor & zerstörungsfreie Prüfung
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.179 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Metall & Maschinenbau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Prüfauftrag, Werkstoff und Anforderungen klären
-
Proben entnehmen, trennen, schleifen und präparieren
-
Härte-, Zug-, Kerbschlag- und weitere Prüfungen durchführen
-
Bauteile mit Ultraschall, Röntgen oder Wirbelstrom untersuchen
-
Gefüge, Bruchbilder und Messdaten bewerten
-
Prüfberichte erstellen und Abweichungen weitergeben
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Prüfauftrag, Werkstoff und Anforderungen klären; Proben entnehmen, trennen, schleifen und präparieren; Härte-, Zug-, Kerbschlag- und weitere Prüfungen durchführen. Später kommen hinzu: Bauteile mit Ultraschall, Röntgen oder Wirbelstrom untersuchen; Gefüge, Bruchbilder und Messdaten bewerten; Prüfberichte erstellen und Abweichungen weitergeben. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Prüflaboren, Metall-, Kunststoff-, Fahrzeug-, Luftfahrt-, Energie- und Maschinenbauunternehmen sowie unabhängigen Prüfgesellschaften.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:00 Uhr
Proben annehmen und Prüfaufträge einplanen.
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8:00 Uhr
Zugversuch: Probe einspannen, Kurve aufzeichnen, Werte auswerten.
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10:00 Uhr
Schliff herstellen: trennen, einbetten, schleifen, polieren, ätzen.
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12:00 Uhr
Gefüge unter dem Mikroskop beurteilen und fotografieren.
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14:00 Uhr
Bauteil mit Ultraschall prüfen, Anzeigen bewerten.
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16:00 Uhr
Prüfbericht schreiben und freigeben.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in Industrie und Prüflaboren
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Chemie, Informatik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Kunststoff- und Metalltechnik konzentrieren sich auf die jeweiligen Werkstoffe. Systemtechnik vertieft vor allem zerstörungsfreie Prüfung komplexer Bauteile. Wärmebehandlungstechnik prüft und steuert thermisch veränderte Werkstoffe.
– Kunststofftechnik
– Metalltechnik
– Systemtechnik
– Wärmebehandlungstechnik
- Werkstoffe, Gefüge und Herstellprozesse verstehen
- Proben fachgerecht entnehmen und vorbereiten
- mechanisch-technologische Prüfungen durchführen
- zerstörungsfreie Prüfverfahren anwenden
- Mikroskope, Messgeräte und Software nutzen
- Prüfergebnisse statistisch bewerten
- eine Fachrichtung vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.179 €
2. Ausbildungsjahr
1.243 €
3. Ausbildungsjahr
1.331 €
4. Ausbildungsjahr
1.413 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.000–3.500 € brutto im Monat
Mit Prüfzertifikaten oder in der Schadensanalyse
ca. 3.800–5.000 € brutto im Monat
Zertifikate in der zerstörungsfreien Prüfung sind der schnellste Weg nach oben und gelten international.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Fachrichtung, Industriezweig und Tarifgebiet können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Sehr genaue Arbeit; ein falsch bewerteter Befund hat Folgen.
- Chemikalien beim Ätzen und Strahlenschutz beim Röntgen.
- Viel Dokumentation, weil Prüfergebnisse rechtlich zählen.
- Wenn ein Bauteil versagt hat, arbeitest du unter Zeitdruck.
Besser als sein Ruf
- Ein technisch-analytischer Beruf mit sehr guter Bezahlung.
- Zertifikate der zerstörungsfreien Prüfung gelten weltweit.
- Du findest heraus, warum etwas gebrochen ist. Echte Detektivarbeit.
- Sehr gute Aussichten in Luftfahrt, Energie und Automobil.
Passt zu dir, wenn …
- du Physik, Mathematik und Werkstoffe verbinden möchtest
- du sehr genau mit Proben und Messgeräten arbeitest
- du Fehlerursachen systematisch untersuchst
- du auch umfangreiche Dokumentation ernst nimmst
- Technik
- Mathematik
- Maschinen
- Genauigkeit
- Analytisches Denken
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Zerstörungsfreie Prüfung
Ultraschall, Röntgen und Magnetpulver sind Verfahren mit eigenen Zertifikaten und guten Löhnen.
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Metallografie
Gefüge unter dem Mikroskop zu beurteilen ist die klassische Spezialisierung.
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Techniker für Werkstofftechnik
Über die Fachschule geht es in Schadensanalyse und Entwicklung.
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Qualitätsmanagement
Prüfpläne aufstellen und Lieferanten bewerten.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Metall verrät seine Geschichte im Gefüge: Wie es geschmiedet, gegossen oder wärmebehandelt wurde, ist unter dem Mikroskop nach dem Ätzen sichtbar. Deshalb lässt sich an einem Bruchstück oft rekonstruieren, was Jahre vorher falsch gelaufen ist.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Werkstoffprüfer/in?
Du untersuchst Werkstoffe und Bauteile: Proben entnehmen und vorbereiten, mechanische Prüfungen durchführen, Gefüge untersuchen, zerstörungsfrei prüfen, Ergebnisse auswerten und dokumentieren.
Wie viel verdient man als Werkstoffprüfer/in?
In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.179 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt in der Industrie über dem Durchschnitt.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre.
Welche Fachrichtungen gibt es?
Metalltechnik, Kunststofftechnik, Wärmebehandlungstechnik und Systemtechnik.
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