Physiklaborant/in
Physik, Labor & Messtechnik
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.216 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Chemie, Pharma & Labor
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
physikalische Versuche planen und aufbauen
-
Messgeräte, Sensoren und Apparaturen einrichten
-
elektrische, optische oder thermische Größen messen
-
Proben und Bauteile vorbereiten
-
Messreihen digital erfassen und auswerten
-
Geräte kalibrieren, warten und Ergebnisse dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: physikalische Versuche planen und aufbauen; Messgeräte, Sensoren und Apparaturen einrichten; elektrische, optische oder thermische Größen messen. Später kommen hinzu: Proben und Bauteile vorbereiten; Messreihen digital erfassen und auswerten; Geräte kalibrieren, warten und Ergebnisse dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Forschungs- und Entwicklungslaboren, Hochschulen, Prüfinstituten, Elektronik-, Optik-, Werkstoff- und Maschinenbauunternehmen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:30 Uhr
Messaufbau von gestern prüfen.
Über Nacht hat sich die Temperatur geändert, und die Werte auch.
-
9:00 Uhr
Sensorik kalibrieren.
Ohne saubere Kalibrierung ist jede Messreihe wertlos.
-
11:00 Uhr
Versuchsreihe fahren und Daten aufzeichnen.
-
13:00 Uhr
Auswertung: Kurven anpassen, Messunsicherheit abschätzen, Ausreißer prüfen.
-
15:00 Uhr
Aufbau für den nächsten Versuch umbauen und dokumentieren.
-
16:30 Uhr
Bericht schreiben und mit der Entwicklung besprechen.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in Industrie und Forschung
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Informatik, Chemie.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Wahlqualifikationen
Betriebliche Wahlqualifikationen richten sich nach Forschungsgebiet, Geräten und Messverfahren des Ausbildungsbetriebs.
– optische Verfahren
– elektronische Messtechnik
– Vakuumtechnik
– Werkstoffprüfung
– automatisierte Messsysteme
- Mechanik, Elektrizität, Optik und Wärmelehre anwenden
- Apparaturen und Messschaltungen aufbauen
- Vakuum-, Laser- und Sensortechnik einsetzen
- Werkstoffe und Proben bearbeiten
- Messunsicherheit und Statistik berücksichtigen
- Software zur Datenerfassung nutzen
- Wahlqualifikationen im Betrieb vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.216 €
2. Ausbildungsjahr
1.279 €
3. Ausbildungsjahr
1.336 €
4. Ausbildungsjahr
1.415 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.200–3.800 € brutto im Monat
Mit Techniker oder Spezialisierung
ca. 4.100–5.200 € brutto im Monat
In der Industrie gilt meist der Metall- oder Chemietarif, an Instituten der öffentliche. Die Zahl der Ausbildungsplätze ist klein, die Nachfrage nach Absolventen dagegen stabil.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Region, Tarifbindung und Betrieb können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Messungen sind empfindlich. Temperatur, Vibration und Streulicht können ein Ergebnis unbrauchbar machen.
- Ein großer Teil der Arbeit ist Vorbereitung, und die sieht niemand.
- Messunsicherheiten korrekt anzugeben ist anspruchsvoll und wird oft unterschätzt.
- Die Zahl der Ausbildungsplätze ist klein, und sie liegen selten wohnortnah.
Besser als sein Ruf
- Du baust die Technik, mit der andere ihre Fragen beantworten.
- Die Bezahlung liegt deutlich über dem Durchschnitt der dualen Berufe.
- Der Beruf ist branchenoffen: Automobil, Optik, Medizintechnik, Forschung.
- Wer danach studiert, kennt Labor und Messtechnik besser als jeder Kommilitone.
Passt zu dir, wenn …
- du Physik praktisch und nicht nur theoretisch erleben möchtest
- du gerne Apparaturen aufbaust und Messfehler suchst
- du Mathematik und Datenauswertung magst
- du über längere Zeit sehr konzentriert arbeitest
- Technik
- Mathematik
- Genauigkeit
- Analytisches Denken
Nicht sicher?
Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.
Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Messtechnik und Prüfstände
Aufbauten planen, Sensorik auswählen, Messketten kalibrieren. Wer das kann, arbeitet in Entwicklung und Prüffeld.
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Techniker/in oder Industriemeister/in
Beide Wege führen in Laborleitung, Versuchsplanung und Führung.
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Werkstoffprüfung
Festigkeit, Verschleiß, Alterung: ein Feld mit eigenen Normen und viel Verantwortung, weil an den Ergebnissen Zulassungen hängen.
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Studium Physik oder Ingenieurwissenschaften
Mit Fachhochschulreife oder über den Technikerabschluss kannst du studieren, häufig berufsbegleitend.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Zu jedem Messwert gehört seine Unsicherheit. Ein Ergebnis ohne Angabe, wie genau es ist, gilt in diesem Beruf nicht als Ergebnis, sondern als Zahl.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Physiklaborant/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.220 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg in der Industrie deutlich über dem Durchschnitt; Forschungseinrichtungen zahlen nach öffentlichem Tarif.
Was macht ein/e Physiklaborant/in?
Du baust Messaufbauten auf und führst Versuche durch: Größen wie Kraft, Temperatur, Druck, Strahlung oder Optik messen, Geräte kalibrieren, Daten auswerten und Ergebnisse dokumentieren.
Was ist der Unterschied zum Chemielaboranten?
Der Chemielaborant untersucht Stoffe und ihre Reaktionen. Du misst physikalische Größen und baust die Technik auf, mit der gemessen wird.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
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