Werksteinhersteller/in
Betonwerkstein, Terrazzo & Gestaltung
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ab 724 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Bau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Zeichnungen, Maße und gewünschte Oberfläche prüfen
-
Formen und Schalungen herstellen und vorbereiten
-
Gesteinskörnungen, Zement und Zusatzstoffe dosieren
-
Betonwerkstein gießen, verdichten und nachbehandeln
-
Bauteile ausschalen, schleifen und polieren
-
Werksteine oder Terrazzo versetzen und Qualität prüfen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Zeichnungen, Maße und gewünschte Oberfläche prüfen; Formen und Schalungen herstellen und vorbereiten; Gesteinskörnungen, Zement und Zusatzstoffe dosieren. Später kommen hinzu: Betonwerkstein gießen, verdichten und nachbehandeln; Bauteile ausschalen, schleifen und polieren; Werksteine oder Terrazzo versetzen und Qualität prüfen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Werkstein- und Fertigteilbetrieben, Terrazzounternehmen, Restaurierung und auf Baustellen im Innen- und Außenbereich.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:30 Uhr
Rezeptur prüfen: Zement, Zuschlag, Pigment.
Die Mischung entscheidet über die Farbe.
-
7:30 Uhr
Formen reinigen, einölen, Bewehrung und Einbauteile setzen.
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9:00 Uhr
Masse einbringen und verdichten, Oberfläche abziehen.
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11:30 Uhr
Bauteile vom Vortag ausschalen und auf Fehlstellen prüfen.
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13:00 Uhr
Flächen schleifen und polieren, bis der Zuschlag sichtbar wird.
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15:30 Uhr
Teile kennzeichnen, verpacken und für den Versand sichern.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
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Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Chemie, Kunst/Gestaltung.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der Betrieb prägt Betonwerkstein, Fertigteile, Terrazzo, Restaurierung, Innenausbau oder Baustellenmontage.
- Gesteinskörnungen, Bindemittel und Rezepturen beurteilen
- Formen, Schalungen und Bewehrungen herstellen
- Betonwerkstein und Terrazzo mischen und einbauen
- verdichten, nachbehandeln und ausschalen
- Oberflächen schleifen, strahlen und polieren
- Bauteile versetzen und Anschlüsse herstellen
- Maße, Festigkeit und Gestaltung prüfen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
mind. 724 €
2. Ausbildungsjahr
mind. 854 €
3. Ausbildungsjahr
mind. 977 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat
Als Vorarbeiter oder mit Meisterbrief
ca. 3.000–4.000 € brutto im Monat
Die Spanne hängt vom Betrieb ab. Werke mit Tarifbindung zahlen deutlich besser als kleine Werkstätten.
Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat
Für dem seltenen Werksteinhersteller-Beruf, für den keine belastbare bundesweite typische Spanne vorliegt liegt derzeit keine belastbare bundesweite typische Vergütungsspanne vor. Tarifverträge oder betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Nasse Schleifarbeit und Staub gehören zum Alltag.
- Schwere Bauteile: Eine Treppenstufe hebt niemand allein.
- Die Mischung verzeiht keine Ungenauigkeit; eine falsche Charge ist Ausschuss.
- Sich wiederholende Abläufe, wenn eine Serie läuft.
Besser als sein Ruf
- Feste Zeiten in der Halle statt Baustelle bei Wind und Wetter.
- Terrazzo und Betonwerkstein sind gestalterisch wieder gefragt.
- Du siehst am geschliffenen Bauteil sofort, ob deine Arbeit gut war.
- Ein kleiner Beruf mit wenig Bewerbern und guten Übernahmechancen.
Passt zu dir, wenn …
- du mineralische Werkstoffe und Gestaltung verbinden möchtest
- du Formen und räumliche Bauteile genau herstellen kannst
- du körperlich belastbar bist
- du sichtbare Oberflächen sorgfältig bearbeitest
- Handwerk
- Maschinen
- Körperliche Arbeit
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Betonwerkstein und Terrazzo
Treppen, Fensterbänke und Terrazzoböden sind eine eigene Fachwelt mit langer Tradition und aktuellem Comeback.
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Formenbau
Wer die Formen herstellt, entscheidet, welche Bauteile ein Werk überhaupt anbieten kann.
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Vorarbeiter und Schichtführer
Im Werk übernimmst du Verantwortung für Takt, Qualität und Einweisung.
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Meister/in oder Techniker/in
Über die Aufstiegsfortbildung geht es in Produktionsplanung, Kalkulation und Betriebsleitung.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Terrazzo zeigt seine Zuschläge erst nach dem Schliff: Vor dem Schleifen sieht ein Bauteil aus wie grauer Beton. Wie viel Marmor, Glas oder Granit am Ende zu sehen ist, entscheidet allein die abgetragene Schichtdicke.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Werksteinhersteller/in?
Du stellst Bauteile aus Betonwerkstein und Terrazzo her: Mischungen ansetzen, in Formen einbringen, verdichten, ausschalen und Oberflächen schleifen und polieren.
Wie viel verdient man als Werksteinhersteller/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 800 bis 1.050 € im ersten Jahr, je nach Betrieb und Tarifbindung. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Werksberufe.
Was ist der Unterschied zum Naturwerksteinmechaniker?
Der bearbeitet gewachsenen Naturstein. Du stellst den Werkstein selbst her. Aus Zement, Zuschlägen und Pigmenten.
Ist Terrazzo nicht altmodisch?
Im Gegenteil: Terrazzo ist in Architektur und Ladenbau seit Jahren wieder gefragt, und dafür braucht es Leute, die ihn können.
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