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Betonfertigteilbauer/in

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Du stellst Wände, Decken, Treppen, Rohre, Fassadenteile oder andere Betonbauteile im Werk her. Dafür baust du Formen, legst Bewehrung und Einbauteile ein und füllst die passende Betonmischung ein. Später müssen die Teile auf der Baustelle genau zusammenpassen.

Beton, Industrie & Produktion

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 945–1.300 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Berufsfeld
Bau
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Schalungen und Formen nach technischen Zeichnungen herstellen

  • Bewehrungen und Einbauteile vorbereiten und positionieren

  • Betonmischungen herstellen, prüfen und in Formen einbringen

  • Beton verdichten, aushärten lassen und aus der Form lösen

  • Oberflächen gestalten, bearbeiten und Fehler ausbessern

  • Fertigteile prüfen, lagern, transportieren und für die Montage vorbereiten

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Du beginnst mit Zeichnung und Produktionsauftrag. Zuerst reinigst und ölst du die Form oder baust eine Sonderschalung. Danach legst du Bewehrungsstahl, Leerrohre, Anker oder weitere Einbauteile genau an die vorgesehene Stelle. Der Beton wird gemischt, geprüft und in die Form gefüllt. Du verdichtest ihn und bearbeitest die Oberfläche. Nach dem Aushärten wird das Bauteil ausgeschalt, kontrolliert und bei Bedarf nachbearbeitet. Mit Kränen und Transportgeräten kommt es anschließend ins Lager oder direkt zur Baustelle.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Betonfertigteil- und Betonwarenwerken. Die meisten Aufgaben finden in Produktionshallen statt. Dazu kommen Laborbereiche, Lagerplätze und das Außengelände des Werks.

Ein Tag als Betonfertigteilbauer/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:00 Uhr

    Schichtübergabe: Welche Bauteile stehen an, welche Formen sind belegt?

  2. 6:30 Uhr

    Schalung reinigen, einölen und nach Plan einstellen.

  3. 8:00 Uhr

    Bewehrung einlegen, Einbauteile und Anschlüsse positionieren.

  4. 10:30 Uhr

    Beton einbringen und verdichten, Oberfläche glätten.

  5. 13:00 Uhr

    Vortags-Bauteile ausschalen, prüfen und kennzeichnen.

  6. 14:30 Uhr

    Fertigteile zum Lager kranen und Transport vorbereiten.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Betonfertigteilindustrie

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Häufig starten Jugendliche mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss. Werken/Technik, Mathematik, Physik und Chemie helfen dir bei Formen, Mischungen und Materialverhalten.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten außerdem auf Sorgfalt, technisches Verständnis, körperlichen Einsatz und zuverlässige Teamarbeit.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Betriebe können sich auf Bauteile für Hochbau, Tiefbau, Straßenbau, Rohre, Fassaden, Spannbeton oder besondere Oberflächen konzentrieren.

  • technische Zeichnungen lesen und Formen herstellen
  • Bewehrungen und Einbauteile anfertigen und einsetzen
  • Betonrezepturen herstellen und ihre Eigenschaften prüfen
  • Beton einbringen, verdichten und nachbehandeln
  • Spannbeton und Beton mit besonderen Eigenschaften verarbeiten
  • Oberflächen gestalten, bearbeiten und instand setzen
  • Fertigteile sicher heben, lagern und transportieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

ca. 945–1.300 €

2. Ausbildungsjahr

ca. 1.055–1.650 €

3. Ausbildungsjahr

ca. 1.155–1.868 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat

Als Vorarbeiter oder Schichtführer

ca. 3.500–4.400 € brutto im Monat

Es gilt der Tarifvertrag des Bauhauptgewerbes; einige Werke zahlen nach Industrietarif. Frag im Bewerbungsgespräch nach Schichtmodell und Zuschlägen.

Beispielwerte 2026, brutto pro Monat

Die Vergütung hängt von Region, Tarifvertrag und dem jeweiligen Bereich der Steine- und Erdenindustrie ab.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtarbeit und ein Takt, der vorgibt, wann was fertig sein muss.
  • Lärm, Staub und schwere Bauteile gehören zur Halle.
  • Sich wiederholende Arbeitsschritte, wenn eine Serie läuft.
  • Fehler in der Form stecken in jedem Bauteil der Serie.

Besser als sein Ruf

  • Im Werk statt auf der Baustelle: kein Regen, kein Frost, feste Zeiten.
  • Bautarif mit Mindestlöhnen, dazu Schichtzuschläge.
  • Fertigteilbau wächst, weil Bauen auf der Baustelle teuer und langsam ist.
  • Präzision zahlt sich aus: Ein Bauteil, das im Millimeter stimmt, passt auf der Baustelle sofort.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du handwerkliche Arbeit und industrielle Maschinen verbinden möchtest
  • du sehr genau nach Zeichnung arbeiten kannst
  • du Beton, Formen und technische Bauteile interessant findest
  • du in geregelten Produktionsabläufen zuverlässig arbeitest
  • Handwerk
  • Maschinen
  • Körperliche Arbeit
  • Räumliches Denken

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Schalungsbau im Werk

    Formen für Fertigteile herzustellen ist eine eigene Kunst. Wer sie beherrscht, bestimmt, was das Werk produzieren kann.

  • Vorarbeiter und Schichtführer

    Im Werk führst du eine Schicht mit Takt, Qualität und Terminen.

  • Qualitätssicherung

    Fertigteile werden nach Norm geprüft. Wer im Prüflabor arbeitet, gibt Bauteile frei oder eben nicht.

  • Industriemeister oder Techniker

    Über die Aufstiegsfortbildung geht es in Produktionsplanung, Arbeitsvorbereitung und Werkleitung.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Fertigteile tragen einbetonierte Transportanker, die schon beim Entwurf berechnet werden. Ein Bauteil hängt beim Ausschalen an genau diesen Punkten. Deshalb ist der Kranhaken der Grund, warum ein Anker dort und nirgendwo anders sitzt.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Betonfertigteilbauer/in?

Du fertigst Bauteile aus Beton im Werk: Schalungen bauen, Bewehrung einlegen, Beton einbringen und verdichten, Bauteile ausschalen, nachbehandeln und für den Transport vorbereiten.

Wie viel verdient man als Betonfertigteilbauer/in?

In der Ausbildung gilt der Bautarif mit rund 1.120 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt; im Schichtbetrieb kommen Zuschläge dazu.

Was ist der Unterschied zum Beton- und Stahlbetonbauer?

Der arbeitet auf der Baustelle bei Wind und Wetter. Du arbeitest im Werk, in der Halle, mit festem Takt und festen Zeiten.

Arbeitet man in Schichten?

In vielen Werken ja, meist Früh- und Spätschicht. Das bringt Zuschläge und einen planbaren Feierabend.

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