Steinmetz/in und Steinbildhauer/in
Naturstein, Gestaltung & Bauhandwerk
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 942 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Bau
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Naturstein auswählen und auf Fehler prüfen
-
Zeichnungen, Schablonen und Modelle erstellen
-
Stein sägen, spalten, schleifen und profilieren
-
Schriften, Ornamente oder Figuren ausarbeiten
-
Bauteile versetzen, montieren oder restaurieren
-
Maße, Oberfläche, Standfestigkeit und Gestaltung prüfen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Naturstein auswählen und auf Fehler prüfen; Zeichnungen, Schablonen und Modelle erstellen; Stein sägen, spalten, schleifen und profilieren. Später kommen hinzu: Schriften, Ornamente oder Figuren ausarbeiten; Bauteile versetzen, montieren oder restaurieren; Maße, Oberfläche, Standfestigkeit und Gestaltung prüfen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Steinmetz- und Steinbildhauerwerkstätten, Natursteinwerken, Denkmalpflege, Grabmalbetrieben und auf Baustellen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:00 Uhr
Zeichnung und Schablone prüfen, Rohblock anzeichnen.
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8:00 Uhr
Zuschnitt an der Säge, danach Bossieren von Hand.
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10:30 Uhr
Profil arbeiten: Knüpfel und Eisen, Zentimeter für Zentimeter.
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13:00 Uhr
Schrift anlegen und schlagen.
Ein Buchstabe zu tief, und der Stein ist hin.
-
15:00 Uhr
Oberfläche bearbeiten: gestockt, geschliffen oder poliert, je nach Entwurf.
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16:30 Uhr
Werkstatt kehren, Werkzeug schärfen.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung im Steinmetz- und Steinbildhauer-Handwerk
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Kunst/Gestaltung, Mathematik, Geografie/Geologie.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Fachrichtungen
Steinmetzarbeiten konzentrieren sich stärker auf Bau-, Grabmal- und Restaurierungsarbeiten; Steinbildhauerarbeiten auf plastische Formen, Ornamente und Figuren.
– Steinmetzarbeiten
– Steinbildhauerarbeiten
- Gesteinsarten und Materialeigenschaften beurteilen
- Entwürfe, Aufmaße und Modelle nutzen
- manuelle und maschinelle Steinbearbeitung anwenden
- Schriften, Ornamente und plastische Formen herstellen
- Bauteile versetzen und befestigen
- Denkmalpflege und Restaurierung berücksichtigen
- eine Fachrichtung vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
942 €
2. Ausbildungsjahr
1.065 €
3. Ausbildungsjahr
1.212 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder in der Restaurierung
ca. 3.200–4.200 € brutto im Monat
Die Spanne ist groß, weil die Betriebe sehr unterschiedlich aufgestellt sind. Restaurierung und eigene Werkstatt liegen am oberen Ende.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Fachrichtung, Handwerkskammerbezirk und Tarifbindung können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Staub, Lärm und kalte Werkstätten im Winter.
- Körperlich schwer: Stein wiegt, und Handarbeit dauert.
- Ein Fehler am fast fertigen Stück kostet Tage.
- Kleine Betriebe, kleine Löhne. Tarifbindung ist eher die Ausnahme.
Besser als sein Ruf
- Handwerk mit Gestaltungsanteil: Du entwirfst und führst selbst aus.
- Restaurierung sichert dem Beruf Arbeit, solange es alte Gebäude gibt.
- Deine Arbeit überdauert dich. Steinmetzarbeit hält Jahrhunderte.
- Meisterpflichtiges Handwerk: Der eigene Betrieb ist ein realistisches Ziel.
Passt zu dir, wenn …
- du Naturmaterial und Gestaltung verbinden möchtest
- du körperlich mit schweren Werkstücken umgehen kannst
- du sehr genau bei Schrift, Kanten und Oberflächen arbeitest
- du Werkstatt und Baustelle gleichermaßen magst
- Handwerk
- Kreativität
- Körperliche Arbeit
- Räumliches Denken
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk
Ein meisterpflichtiges Handwerk. Mit dem Meisterbrief führst du eine eigene Werkstatt und bildest aus.
-
Restaurierung
Historische Bauwerke brauchen Steinmetze, die Bauteile nach altem Vorbild nacharbeiten. Dafür gibt es eine eigene Fortbildung.
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Grabmalgestaltung
Entwurf, Schrift und Ausführung: eine gestalterische Arbeit mit direktem Kundenkontakt.
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Bildhauerei
Die Fachrichtung Steinbildhauerei führt in eine künstlerische Richtung, bis hin zu eigenen Arbeiten und Ausstellungen.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Steinmetze setzen bis heute Zeichen in ihre Werkstücke. Historische Bauhütten arbeiteten mit persönlichen Steinmetzzeichen, an denen sich in gotischen Kirchen bis heute ablesen lässt, welcher Handwerker welchen Quader zugerichtet hat.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Steinmetz/in und Steinbildhauer/in?
Du bearbeitest Naturstein von Hand und mit Maschine: Bauteile zurichten, Fassaden und Treppen herstellen, Grabmale gestalten und beschriften, Skulpturen und Ornamente arbeiten, historische Substanz restaurieren.
Wie viel verdient man als Steinmetz/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Region bei rund 700 bis 1.000 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Handwerksberufe, mit Meisterbrief deutlich darüber.
Gibt es zwei Fachrichtungen?
Ja: Steinmetzarbeiten und Steinbildhauerarbeiten. Die erste ist stärker bautechnisch, die zweite stärker gestaltend.
Ist der Beruf nur Grabsteine?
Nein. Fassaden, Treppen, Böden, Restaurierung und Innenausbau machen in vielen Betrieben den größeren Teil aus.
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