Werkfeuerwehrmann/-frau
Feuerwehr, Industrie & Gefahrenabwehr
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.237 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Recht & Sicherheit
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Anlagen, Brandlasten und betriebliche Gefahren kontrollieren
-
Feuerwehrfahrzeuge, Geräte und Schutzkleidung prüfen
-
Brand-, Hilfeleistungs- und Gefahrstoffeinsätze durchführen
-
Menschen retten und medizinische Erstversorgung leisten
-
Brandschutzübungen und Einsatzpläne vorbereiten
-
Einsätze, Prüfungen und Bereitschaft dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Anlagen, Brandlasten und betriebliche Gefahren kontrollieren; Feuerwehrfahrzeuge, Geräte und Schutzkleidung prüfen; Brand-, Hilfeleistungs- und Gefahrstoffeinsätze durchführen. Später kommen hinzu: Menschen retten und medizinische Erstversorgung leisten; Brandschutzübungen und Einsatzpläne vorbereiten; Einsätze, Prüfungen und Bereitschaft dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest bei Werkfeuerwehren großer Industrieunternehmen, Chemieparks, Flughäfen, Energie-, Automobil- und Produktionsbetrieben.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:00 Uhr
Schichtübernahme.
Fahrzeuge, Atemschutz und Ausrüstung prüfen.
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8:30 Uhr
Übung: Atemschutzeinsatz in der Übungsstrecke, unter realistischen Bedingungen.
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10:30 Uhr
Anlagenbegehung im Werk.
Brandschutztüren, Löschanlagen, Fluchtwege.
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12:00 Uhr
Alarm.
Austritt eines Gefahrstoffs in einer Halle. Absperren, messen, abdichten.
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14:30 Uhr
Nachbereitung: Ausrüstung reinigen, Atemschutzgeräte wieder einsatzbereit machen, Bericht schreiben.
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16:00 Uhr
Sportstunde.
Fitness ist in diesem Beruf Dienstpflicht.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung bei Werkfeuerwehren
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Sport, Chemie, Physik, Werken/Technik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Die Gefahren des jeweiligen Betriebs bestimmen Schwerpunkte wie Chemie, Flughafen, Energie, Produktion oder Logistik.
- betriebliche Gefahren und vorbeugenden Brandschutz beurteilen
- Feuerwehrfahrzeuge und technische Geräte bedienen
- Brände bekämpfen und technische Hilfe leisten
- mit Gefahrstoffen und Atemschutz sicher umgehen
- Menschen retten und Erste Hilfe anwenden
- Einsatzkommunikation und Führungssysteme nutzen
- Gerätepflege, Übungen und Dokumentation durchführen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.237 €
2. Ausbildungsjahr
1.296 €
3. Ausbildungsjahr
1.385 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.000–3.500 € brutto im Monat
Mit Führungslehrgängen oder als Brandschutzbeauftragter
ca. 3.800–4.800 € brutto im Monat
Werkfeuerwehren gehören zu Chemie-, Energie- und Industriebetrieben, und dort gelten Haustarife mit Schicht- und Bereitschaftszuschlägen. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifwerk und Schichtmodell.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Industriezweig, Haustarif und Ausbildungsbetrieb können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Schichtdienst rund um die Uhr, auch an Weihnachten.
- Körperlich hart: Atemschutz, schwere Ausrüstung, Hitze. Die Tauglichkeit wird regelmäßig geprüft.
- Einsätze können belastend sein, und nicht jeder geht gut aus.
- Zwischen den Einsätzen ist viel Routine: Prüfen, Warten, Üben, Dokumentieren.
Besser als sein Ruf
- Die Bezahlung liegt über dem Durchschnitt, weil Werkfeuerwehren zu gut zahlenden Industriebranchen gehören.
- Der Arbeitsplatz ist sicher, und die Ausbildung wird vom Betrieb selbst gemacht.
- Du arbeitest in einem Team, das sich aufeinander verlassen muss. Das prägt.
- Der Beruf verbindet Handwerk, Technik, Medizin und Führung.
Passt zu dir, wenn …
- du körperlich sehr belastbar und gesund bist
- du in Gefahrensituationen ruhig im Team handelst
- du Technik, Rettung und Brandschutz verbinden möchtest
- du Schicht-, Bereitschafts- und Wochenendarbeit akzeptierst
- Körperliche Arbeit
- Arbeiten draußen
- Teamarbeit
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Gruppen- und Zugführung
Über Lehrgänge an den Landesfeuerwehrschulen führst du erst eine Gruppe, später einen Zug. Der klassische Aufstieg in der Feuerwehr.
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Brandschutzbeauftragte oder Brandschutzbeauftragter
Vorbeugender Brandschutz im Betrieb: Anlagen prüfen, Konzepte schreiben, Begehungen begleiten. Weniger Einsatz, mehr Verantwortung.
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Rettungsdienst und technische Hilfeleistung
Viele Werkfeuerwehren stellen auch den Rettungsdienst auf dem Gelände. Eine Zusatzqualifikation als Notfallsanitäter erweitert das Einsatzfeld.
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Wechsel zur Berufsfeuerwehr
Der Abschluss ist eine anerkannte Grundlage. Für die Berufsfeuerwehr gelten eigene Einstellungsverfahren, aber die Ausbildung wird angerechnet.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Eine Werkfeuerwehr wird von der Behörde anerkannt und muss dafür Personal, Ausrüstung und Ausrückzeiten nachweisen. Sie ist damit keine freiwillige Einrichtung des Betriebs, sondern eine mit festen Auflagen.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Werkfeuerwehrmann/-frau?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 1.240 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt nach dem Haustarif des Betriebs; in der Chemie- und Energiewirtschaft liegt es deutlich über dem Durchschnitt.
Was macht ein/e Werkfeuerwehrmann/-frau?
Du schützt ein Werksgelände: Brände bekämpfen, technische Hilfe leisten, Gefahrstoffeinsätze fahren, Anlagen und Löschtechnik warten, Brandschutzbegehungen durchführen und in vielen Betrieben auch Rettungsdienst leisten.
Was ist der Unterschied zur Berufsfeuerwehr?
Die Werkfeuerwehr gehört zu einem Unternehmen und kennt dessen Anlagen und Gefahren genau. Der Zugang läuft über eine reguläre Ausbildung, nicht über ein Beamtenverfahren.
Welche Voraussetzungen gibt es?
Gesundheitliche Eignung und Atemschutztauglichkeit sind Pflicht, dazu meist der Führerschein und eine Sporteignung. Die Anforderungen werden vor der Einstellung geprüft.
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