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Fachkraft für Schutz und Sicherheit

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Du schützt Menschen, Gebäude, Veranstaltungen und Werte. Du analysierst Risiken, planst Schutzmaßnahmen, kontrollierst Bereiche und reagierst bei Störungen, Konflikten oder Notfällen nach klaren Regeln.

Sicherheit, Überwachung & Einsatz

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ab 724 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Gefährdungen und Sicherheitsbedarf beurteilen

  • Kontroll-, Streifen- und Empfangsdienste durchführen

  • Zutritte, Ausweise und technische Sicherheitssysteme überwachen

  • Veranstaltungen und Transporte absichern

  • bei Alarm, Konflikt und Notfall angemessen reagieren

  • Einsätze dokumentieren und Kunden beraten

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Vor dem Einsatz erhältst du Lage, Auftrag und besondere Risiken. Du kontrollierst Technik, Kommunikationsmittel und Fluchtwege und übernimmst einen Empfang, Kontrollpunkt oder Streifendienst. Auffälligkeiten werden beobachtet und dokumentiert. Bei einem Alarm prüfst du die Lage, hältst Abstand, verständigst zuständige Stellen und leitest freigegebene Maßnahmen ein. Deeskalation, Eigenschutz und rechtliche Grenzen gelten immer.

Wo du arbeitest

Du arbeitest bei Sicherheitsdiensten, Werkschutz, Verkehr, Veranstaltungen, Kritischer Infrastruktur, Leitstellen oder öffentlichen Einrichtungen. Arbeitsorte sind Empfang, Gelände, Veranstaltung, Leitstelle und Streifenfahrzeug.

Ein Tag als Fachkraft für Schutz und Sicherheit

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:00 Uhr

    Schichtübernahme in der Leitstelle.

    Offene Meldungen, Anlagenstatus, Besonderheiten.

  2. 7:00 Uhr

    Zugangskontrolle am Werkstor.

    Ausweise, Besucheranmeldung, Fahrzeugkontrolle.

  3. 10:00 Uhr

    Streifengang.

    Türen, Fluchtwege, Brandschutzeinrichtungen, alles wird dokumentiert.

  4. 12:30 Uhr

    Alarm einer Einbruchmeldeanlage.

    Verifizieren, Ursache klären, Meldung schreiben.

  5. 14:00 Uhr

    Einweisung einer Fremdfirma in die Sicherheitsvorschriften des Geländes.

  6. 17:30 Uhr

    Schichtbericht schreiben und übergeben.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Industrie und Handel

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Deutsch, Sozialkunde/Recht, Sport.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Einsatzbereich und Schutzauftrag bestimmen den Arbeitsalltag.

  • Sicherheitsbedarf und Gefährdungen analysieren
  • Schutzkonzepte und betriebliche Abläufe verstehen
  • Kontrollen, Streifen und Empfangsdienste durchführen
  • Sicherheits- und Kommunikationstechnik bedienen
  • Rechtsgrundlagen und Grenzen des Handelns anwenden
  • Konflikte deeskalieren und Erste Hilfe leisten
  • Einsätze, Berichte und Qualität dokumentieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

mind. 724 €

2. Ausbildungsjahr

mind. 854 €

3. Ausbildungsjahr

mind. 977 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.400–2.900 € brutto im Monat

Im Werkschutz, in der Leitstelle oder mit Meisterbrief

ca. 3.100–4.000 € brutto im Monat

Zwischen Bewachungsgewerbe und Werkschutz liegen Welten: Der Werkschutz eines Industriebetriebs zahlt nach Haustarif und deutlich besser. Zuschläge für Nacht, Sonntag und Feiertag machen einen spürbaren Teil aus.

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung 2026, brutto pro Monat

Tarifverträge und betriebliche Regelungen können deutlich höhere Beträge vorsehen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schicht-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst. Der Beruf richtet sich nicht nach deinem Kalender.
  • Im Bewachungsgewerbe ist die Bezahlung niedrig, und die Branche hat einen entsprechenden Ruf.
  • Lange Phasen, in denen nichts passiert, und genau dann musst du aufmerksam bleiben.
  • Im Konfliktfall stehst du zwischen Anspruch und Recht, und Fehler haben persönliche Folgen.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildung hat einen echten fachlichen Kern: Recht, Technik, Brandschutz, Deeskalation.
  • Werkschutz und Luftsicherheit sind gut bezahlte Felder mit geregelten Bedingungen.
  • Der Beruf ist krisenfest. Bewacht wird auch dann, wenn andere Branchen einbrechen.
  • Der Meisterbrief öffnet den Weg in Planung und Führung.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du aufmerksam beobachtest und ruhig bleibst
  • du Regeln und rechtliche Grenzen zuverlässig einhältst
  • du klar kommunizierst und Konflikte deeskalierst
  • du Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit akzeptieren kannst
  • Körperliche Arbeit
  • Kommunikation

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in für Schutz und Sicherheit

    Die Aufstiegsfortbildung des Berufs. Danach planst du Sicherheitskonzepte, führst Personal und übernimmst Objektverantwortung.

  • Sicherheitstechnik und Leitstelle

    Videotechnik, Zutrittskontrolle, Alarmanlagen: Wer die Technik beherrscht, arbeitet in Leitstellen statt im Streifendienst.

  • Werkschutz in der Industrie

    Große Industriebetriebe und Kraftwerke haben eigenen Werkschutz, mit Tarifbindung und geregelten Schichten. Das ist der besser bezahlte Teil der Branche.

  • Veranstaltungs- und Flughafensicherheit

    Eigene Felder mit eigenen behördlichen Anforderungen. Die Luftsicherheit verlangt zusätzliche Zuverlässigkeitsüberprüfungen und zahlt entsprechend.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Ein großer Teil der Ausbildung ist Recht: Notwehr, Hausrecht, Jedermannsrecht und Datenschutz. Was eine Sicherheitskraft darf und was nicht, ist genauer geregelt, als die meisten annehmen.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Fachkraft für Schutz und Sicherheit?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb meist zwischen rund 720 und 1.000 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Bewachungsgewerbe niedrig; im Werkschutz und in der Luftsicherheit deutlich höher.

Was macht ein/e Fachkraft für Schutz und Sicherheit?

Du schützt Menschen, Gebäude und Werte: Zugangskontrolle, Streifengänge, Alarmverfolgung, Leitstellenarbeit, Gefahrenabwehr und die Dokumentation von Vorfällen. Dazu kommt viel Rechtskunde.

Ist das dasselbe wie Wachmann?

Nein. Die dreijährige Ausbildung deckt Recht, Sicherheitstechnik, Brandschutz, Gefahrenabwehr und Kommunikation ab. Für einfache Bewachungstätigkeiten reicht eine kurze Unterrichtung.

Wie wichtig ist Rechtskunde?

Sehr. Notwehr, Hausrecht, Jedermannsrecht, Datenschutz: Was du darfst und was nicht, entscheidet im Ernstfall über deine eigene Haftung.

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