Verfahrensmechaniker/in - Beschichtungstechnik
Oberflächen, Lackierung & Industrieanlagen
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.232 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Kunststoff, Keramik & Glas
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Bauteile und Oberflächenzustand prüfen
-
Werkstücke reinigen, schleifen und vorbehandeln
-
Lacke, Pulver und Beschichtungsstoffe bereitstellen
-
Spritz-, Tauch- oder Pulverbeschichtungsanlagen einrichten
-
Beschichtung und Trocknung überwachen
-
Farbe, Schichtdicke, Haftung und Oberfläche prüfen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Bauteile und Oberflächenzustand prüfen; Werkstücke reinigen, schleifen und vorbehandeln; Lacke, Pulver und Beschichtungsstoffe bereitstellen. Später kommen hinzu: Spritz-, Tauch- oder Pulverbeschichtungsanlagen einrichten; Beschichtung und Trocknung überwachen; Farbe, Schichtdicke, Haftung und Oberfläche prüfen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Automobil-, Maschinen-, Möbel-, Kunststoff-, Metall- und Elektroindustrie sowie spezialisierten Beschichtungsbetrieben.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Schichtübernahme.
Badwerte, Anlagenstatus, laufende Aufträge.
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7:00 Uhr
Vorbehandlung prüfen: Entfettung und Spülstufen entscheiden über die Haftung.
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9:00 Uhr
Farbwechsel an der Pulveranlage.
Reinigen, umrüsten, erste Teile fahren.
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11:00 Uhr
Schichtdicken messen und protokollieren, Abweichungen nachstellen.
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13:00 Uhr
Haftprüfung am Muster: Gitterschnitt, Sichtprüfung.
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14:00 Uhr
Badanalyse an das Labor geben und übergeben.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Industrie
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Chemie, Physik, Werken/Technik, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
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Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Werkstoff, Beschichtungssystem, Produkt und Automatisierungsgrad des Betriebs prägen die Ausbildung.
- Werkstoffe und Oberflächenfehler beurteilen
- mechanische und chemische Vorbehandlung anwenden
- Beschichtungsstoffe vorbereiten
- manuelle und automatisierte Anlagen bedienen
- Roboter- und Prozessparameter einstellen
- Trocknung und Aushärtung steuern
- Qualität, Umwelt- und Arbeitsschutz sichern
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.232 €
2. Ausbildungsjahr
1.289 €
3. Ausbildungsjahr
1.381 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.000–3.500 € brutto im Monat inklusive Schichtzuschlägen
Mit Meister oder Anlagenverantwortung
ca. 3.900–4.900 € brutto im Monat
Die Metall- und Chemieindustrie zahlt nach Flächentarif, und die Ausbildungsvergütung gehört zu den höheren. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Schichtmodell.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Industriezweig und Tarifgebiet können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Chemikalien, Pulver und Lösungsmittel bestimmen den Arbeitsplatz, samt Schutzausrüstung.
- Schichtbetrieb, weil die Anlagen wegen der Aufheizzeiten durchlaufen.
- Ein Fehler in der Vorbehandlung zeigt sich erst, wenn die Beschichtung später abplatzt.
- Farbwechsel sind aufwendig und stehen unter Zeitdruck.
Besser als sein Ruf
- Die Ausbildungsvergütung liegt über dem Durchschnitt, und Schichtzuschläge kommen dazu.
- Korrosionsschutz ist überall gefragt: Fahrzeugbau, Maschinenbau, Bau, Möbel.
- Der Beruf verbindet Chemie, Verfahrenstechnik und Messtechnik.
- Du siehst am Ende ein Teil, das vorher blank war und nun jahrelang halten muss.
Passt zu dir, wenn …
- du Technik, Farbe und industrielle Anlagen verbinden möchtest
- du sichtbare Oberflächen sehr genau beurteilst
- du Prozessfehler systematisch suchst
- du Schutzkleidung und Schichtarbeit akzeptieren kannst
- Maschinen
- Genauigkeit
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Anlagenführung in der Lackierstraße
Eine Beschichtungsanlage hat viele Stationen und wenig Toleranz. Wer sie fährt, entscheidet über Ausschuss und Nacharbeit.
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Industriemeister/in oder Techniker/in
Beide Wege führen in Fertigungsplanung, Qualitätsleitung und Führung.
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Pulverbeschichtung und Sonderverfahren
Pulver, KTL, Galvanik: Verfahren mit eigener Chemie und eigenen Prüfungen. Wer eines beherrscht, wird dafür zuständig.
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Qualitätssicherung und Korrosionsschutz
Schichtdicke, Haftung, Salzsprühnebelprüfung: Wer nachweisen kann, dass eine Beschichtung hält, arbeitet an einer Stelle mit Verantwortung.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Ob eine Beschichtung hält, entscheidet sich meist vor dem Beschichten: In der Vorbehandlung wird entfettet, gebeizt und gespült. Fehler dort sind später nicht mehr zu retten, sondern nur noch abzublättern.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik?
In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.230 € im ersten Jahr und damit über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung kommen Schichtzuschläge dazu.
Was macht ein/e Verfahrensmechaniker/in für Beschichtungstechnik?
Du beschichtest Oberflächen industriell: Werkstücke vorbehandeln, Anlagen einrichten und fahren, Bäder und Pulver überwachen, Schichtdicken messen und die Qualität prüfen.
Was ist der Unterschied zum Fahrzeuglackierer?
Der Lackierer arbeitet im Handwerk am einzelnen Fahrzeug. Du fährst industrielle Anlagen, in denen Serien beschichtet werden.
Ist die Arbeit gesundheitlich bedenklich?
Es wird mit Chemikalien und Pulvern gearbeitet, und genau deshalb sind Absaugung, Schutzausrüstung und Betriebsanweisungen streng geregelt.
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