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Oberflächenbeschichter/in

Bildfläche
Du schützt und veredelst Metall- und Kunststoffoberflächen durch galvanische, chemische oder andere Beschichtungen. Badzusammensetzung, Strom, Zeit und Vorbehandlung entscheiden über Halt, Optik und Korrosionsschutz.

Metall, Chemie & Oberflächentechnik

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.229 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Werkstücke prüfen, reinigen und vorbehandeln

  • Beschichtungsbäder ansetzen und überwachen

  • Anlagen bestücken und Prozessparameter einstellen

  • galvanische und chemische Beschichtungen durchführen

  • Schichtdicke, Haftung und Oberfläche messen

  • Abwasser, Chemikalien und Prozessdaten sicher behandeln

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Werkstücke prüfen, reinigen und vorbehandeln; Beschichtungsbäder ansetzen und überwachen; Anlagen bestücken und Prozessparameter einstellen. Später kommen hinzu: galvanische und chemische Beschichtungen durchführen; Schichtdicke, Haftung und Oberfläche messen; Abwasser, Chemikalien und Prozessdaten sicher behandeln. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Galvanikbetrieben, Metallveredlung, Automobil-, Elektro-, Luftfahrt- und Medizintechnikindustrie.

Ein Tag als Oberflächenbeschichter/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:00 Uhr

    Bäder prüfen: Konzentration, Temperatur, pH-Wert.

  2. 7:00 Uhr

    Werkstücke entfetten und beizen, Oberfläche vorbereiten.

  3. 9:00 Uhr

    Gestelle bestücken und in die Anlage einfahren.

  4. 11:30 Uhr

    Beschichtungsprozess überwachen, Stromdichte kontrollieren.

  5. 13:30 Uhr

    Schichtdicke messen und Haftung prüfen.

  6. 15:00 Uhr

    Bäder nachdosieren, Abwasseranlage kontrollieren.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Industrie

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Chemie, Physik, Mathematik, Werken/Technik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der Betrieb prägt, welche Metalle, Beschichtungen und Anlagen besonders häufig eingesetzt werden.

  • Werkstoffe und Oberflächenfehler beurteilen
  • mechanisch und chemisch vorbehandeln
  • galvanische Anlagen einrichten
  • Bäder analysieren und nachstellen
  • Schichtdicke und Korrosionsschutz prüfen
  • Umwelt- und Arbeitsschutz anwenden
  • Produktionsdaten digital dokumentieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.229 €

2. Ausbildungsjahr

1.296 €

3. Ausbildungsjahr

1.374 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat

Mit Anlagenverantwortung oder Schicht

ca. 3.500–4.500 € brutto im Monat

Tarifgebundene Betriebe zahlen zusätzlich Zulagen für Schicht und Gefahrstoffe.

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Region, Tarifbindung und Betrieb können abweichen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Chemikalien bestimmen den Alltag; Nachlässigkeit ist gefährlich.
  • Feuchte, warme Hallen mit Dämpfen und Absaugung.
  • Schichtbetrieb ist üblich.
  • Ein fehlerhafter Prozess macht ganze Chargen unbrauchbar.

Besser als sein Ruf

  • Chemie und Technik in einem Beruf mit sofort sichtbarem Ergebnis.
  • Gute Bezahlung mit Zulagen in tarifgebundener Industrie.
  • Korrosionsschutz wird gebraucht, solange Metall verbaut wird.
  • Umwelttechnik in der Galvanik ist ein Zukunftsfeld.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Chemie und technische Anlagen verbinden möchtest
  • du bei Konzentration, Strom und Zeit sehr genau arbeitest
  • du Messwerte und Oberflächen gerne vergleichst
  • du Schutzkleidung und feste Umweltregeln akzeptierst
  • Maschinen

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Galvanotechnik

    Verchromen, Vernickeln, Verzinken: elektrochemische Verfahren mit eigener Fachkunde.

  • Industriemeister Galvanik

    Die Aufstiegsfortbildung führt in Anlagen- und Betriebsleitung.

  • Abwasser- und Umwelttechnik

    Galvanikbetriebe unterliegen strengen Auflagen; Fachleute dafür sind gesucht.

  • Qualitätssicherung

    Schichtdicken und Haftung prüfen, Bäder analysieren.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Beim Galvanisieren wandern Metallionen im elektrischen Feld, und zwar bevorzugt zu Kanten und Spitzen. Deshalb wird eine Schicht dort dicker als in Vertiefungen, und die Anordnung der Teile im Bad ist selbst schon Fachwissen.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Oberflächenbeschichter/in?

Du veredelst Metalloberflächen: Werkstücke reinigen und vorbehandeln, Bäder ansetzen und überwachen, galvanisch oder chemisch beschichten, Schichtdicken prüfen, Anlagen bedienen und warten.

Wie viel verdient man als Oberflächenbeschichter/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.229 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt, mit Schichtzulagen darüber.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

Arbeitet man mit gefährlichen Stoffen?

Ja, mit Säuren, Laugen und Metallsalzen. Deshalb sind Arbeitsschutz, Absaugung und Vorsorgeuntersuchungen streng geregelt und werden kontrolliert.

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Probier es einfach aus

Fünf Minuten, und du hast eine Richtung. Du kannst es so oft machen, wie du willst, und wir speichern nichts, was auf dich zurückführt.

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