Lacklaborant/in
Lacke, Labor & Chemie
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.185 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Chemie, Pharma & Labor
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Rohstoffe und Proben vorbereiten
-
Lackrezepturen mischen und Versuche durchführen
-
Farbe, Viskosität, Härte und Beständigkeit prüfen
-
Beschichtungen auf Probekörper auftragen
-
Messdaten auswerten und Rezepturen anpassen
-
Geräte kalibrieren und Versuche dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Rohstoffe und Proben vorbereiten; Lackrezepturen mischen und Versuche durchführen; Farbe, Viskosität, Härte und Beständigkeit prüfen. Später kommen hinzu: Beschichtungen auf Probekörper auftragen; Messdaten auswerten und Rezepturen anpassen; Geräte kalibrieren und Versuche dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Laboren der Lack-, Farben-, Chemie-, Automobil-, Kunststoff- oder Beschichtungsindustrie sowie bei Prüfinstituten.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:30 Uhr
Rezepturen für die heutigen Ansätze durchgehen und Rohstoffe bereitstellen.
-
8:30 Uhr
Ansatz herstellen: einwiegen, dispergieren, einstellen.
Kleine Abweichungen ändern das Ergebnis.
-
10:30 Uhr
Muster auftragen und trocknen lassen.
Schichtdicke wird gemessen, nicht geschätzt.
-
13:00 Uhr
Prüfungen: Haftung, Härte, Glanz, Beständigkeit gegen Chemikalien.
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15:00 Uhr
Bewitterungsprüfung auswerten.
Wochen im Schnelltest stehen für Jahre im Freien.
-
16:30 Uhr
Ergebnisse dokumentieren und die nächste Variante planen.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Industrie
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: mittlerer Abschluss, Fachabitur oder Abitur. Hilfreich sind besonders Chemie, Mathematik, Physik, Informatik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Wahlqualifikationen
Mehrere betriebliche Wahlqualifikationen passen die Ausbildung an Produkte, Prüfverfahren und Entwicklungsaufgaben des Labors an.
– Entwicklung und Rezepturoptimierung
– Anwendungstechnik
– Prüfung und Qualitätssicherung
– digitale und automatisierte Laborsysteme
- Lackrohstoffe und chemische Zusammenhänge verstehen
- Rezepturen planen und Stoffe sicher handhaben
- Proben und Beschichtungen herstellen
- physikalische und chemische Prüfverfahren anwenden
- Farbe und Oberfläche messtechnisch bewerten
- Daten digital auswerten und Qualität sichern
- betriebliche Wahlqualifikationen vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.185 €
2. Ausbildungsjahr
1.277 €
3. Ausbildungsjahr
1.351 €
4. Ausbildungsjahr
1.435 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.300–3.900 € brutto im Monat
In der Entwicklung oder mit Techniker
ca. 4.200–5.400 € brutto im Monat
Die Chemieindustrie zahlt nach Flächentarif, mit Jahresleistung und Altersvorsorge. Die Zahl der Ausbildungsplätze ist klein, die Absolventen sind entsprechend gefragt.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Chemie-, Lack- und Beschichtungsindustrie können je nach Tarifgebiet abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Lösungsmittel und Pigmente sind Gefahrstoffe. Abzug und Schutzausrüstung sind Pflicht.
- Rezepturarbeit ist geduldig: Man ändert eine Größe und prüft, was passiert. Das dauert.
- Bewitterungsprüfungen brauchen Wochen. Ergebnisse kommen selten schnell.
- Der Beruf ist wenig bekannt, und die Ausbildungsplätze sind rar.
Besser als sein Ruf
- Die Chemieindustrie zahlt nach Tarif, deutlich über dem Durchschnitt.
- Du entwickelst Produkte, die auf Autos, Brücken und Möbeln landen und Jahrzehnte halten müssen.
- Als Spezialist bist du auf dem Arbeitsmarkt selten und entsprechend gefragt.
- Es gibt eigene Studiengänge für Beschichtungstechnik, und der Weg dorthin ist kurz.
Passt zu dir, wenn …
- du Chemie, Farbe und genaue Laborarbeit verbinden möchtest
- du Rezepturen systematisch veränderst und vergleichst
- du mit Messgeräten und Daten sorgfältig umgehst
- du Schutz- und Qualitätsregeln konsequent einhältst
- Mathematik
- Genauigkeit
- Analytisches Denken
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Rezepturentwicklung
Neue Lacke entwickeln heißt: Bindemittel, Pigmente und Additive so kombinieren, dass Farbe, Haltbarkeit und Verarbeitbarkeit stimmen. Das ist der Kern des Berufs.
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Anwendungstechnik
Kunden beraten, Probleme vor Ort lösen, Applikationsversuche fahren. Wer das kann, verbindet Labor und Praxis.
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Techniker/in oder Industriemeister/in Chemie
Beide Wege führen in Laborleitung und Entwicklungsverantwortung.
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Studium Chemie oder Lack- und Beschichtungstechnik
Es gibt eigene Studiengänge für Beschichtungstechnik, und der Beruf ist die beste denkbare Vorbereitung darauf.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Bewitterungsprüfungen raffen Jahre in Wochen: Muster werden unter genormtem Licht, Wärme und Feuchtigkeit gealtert, um zu sehen, wie eine Beschichtung nach Jahren im Freien aussieht.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Lacklaborant/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.190 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung zahlt die Chemieindustrie nach Flächentarif und damit deutlich über dem Durchschnitt.
Was macht ein/e Lacklaborant/in?
Du entwickelst und prüfst Lacke, Farben und Beschichtungen: Rezepturen ansetzen, Muster auftragen, Härte, Haftung, Glanz und Wetterbeständigkeit prüfen und die Ergebnisse dokumentieren.
Was ist der Unterschied zum Chemielaboranten?
Der Chemielaborant ist breiter aufgestellt. Du bist auf Beschichtungen spezialisiert, mit eigenen Prüfverfahren und eigenem Fachwissen zu Bindemitteln und Pigmenten.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
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