Umwelttechnologe/-technologin - Abwasserbewirtschaftung
Abwasser, Umwelt & Verfahrenstechnik
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.291 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Landwirtschaft, Natur & Tiere
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Abwasseranlagen und Entwässerungssysteme kontrollieren
-
Pumpen, Becken und Reinigungsstufen betreiben
-
Proben von Abwasser, Schlamm und Gasen untersuchen
-
Mess-, Steuer- und Regelprozesse überwachen
-
Klärschlamm, Wertstoffe und Energieprozesse behandeln
-
Anlagen warten, Störungen beheben und Werte dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Abwasseranlagen und Entwässerungssysteme kontrollieren; Pumpen, Becken und Reinigungsstufen betreiben; Proben von Abwasser, Schlamm und Gasen untersuchen. Später kommen hinzu: Mess-, Steuer- und Regelprozesse überwachen; Klärschlamm, Wertstoffe und Energieprozesse behandeln; Anlagen warten, Störungen beheben und Werte dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.
Wo du arbeitest
Du arbeitest auf kommunalen und industriellen Kläranlagen, in Kanal- und Entwässerungsbetrieben sowie Regenwasser- und Schlammbehandlungsanlagen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Schichtübernahme in der Leitwarte.
Zuläufe, Messwerte, Störungen der Nacht.
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7:00 Uhr
Rundgang: Rechen, Sandfang, Belebung, Nachklärung.
Vieles sieht und riecht man vor Ort.
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9:30 Uhr
Probenahme und Analyse im Betriebslabor.
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11:30 Uhr
Wartung an einer Pumpe.
Elektrik, Mechanik und Hydraulik in einem Beruf.
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13:30 Uhr
Faulturm und Gasverwertung prüfen, Werte dokumentieren.
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15:00 Uhr
Nachweise führen und an die Spätschicht übergeben.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in Industrie und öffentlichem Dienst
3 Jahre
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Chemie, Physik, Mathematik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Die seit 2024 geltende Ausbildung ist ein Monoberuf. Der Betrieb prägt Kläranlage, Kanal, Regenwasser, Schlammbehandlung und industrielle Abwassertechnik.
- Abwasser- und Regenwassersysteme verstehen
- mechanische, biologische und chemische Reinigung betreiben
- Proben nehmen und Laborwerte beurteilen
- Pumpen, Gebläse und elektrische Anlagen bedienen
- Mess-, Steuer- und Regeltechnik anwenden
- Klärschlamm, Abfälle und Energie nachhaltig behandeln
- Hygiene, Arbeitsschutz und Dokumentation sichern
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.291 €
2. Ausbildungsjahr
1.341 €
3. Ausbildungsjahr
1.387 €
Nach der Ausbildung
Einstieg im öffentlichen Dienst
ca. 3.000–3.400 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder Anlagenverantwortung
ca. 3.800–4.700 € brutto im Monat
Fast alle Arbeitgeber sind Kommunen, Verbände oder Stadtwerke, deshalb ist die Bezahlung tariflich geregelt und planbar. Zuschläge für Rufbereitschaft kommen dazu. Frag im Bewerbungsgespräch nach dem Bereitschaftsmodell.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung im öffentlichen Dienst 2025, veröffentlicht 2026
Kommunale Arbeitgeber und Tarifstände können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Geruch, Nässe und Hygienevorschriften bestimmen den Arbeitsplatz.
- Rufbereitschaft gehört dazu: Ein Starkregen fragt nicht nach der Uhrzeit.
- Arbeiten in Schächten und Behältern sind gefährlich und streng geregelt.
- Der Beruf ist unbekannt, und du wirst ihn oft erklären müssen.
Besser als sein Ruf
- Die Ausbildungsvergütung gehört zu den höchsten in ganz Deutschland.
- Der Arbeitsplatz ist krisenfest: Abwasser fällt an, unabhängig von der Konjunktur.
- Der Beruf verbindet Verfahrenstechnik, Chemie, Elektro und Mechanik.
- Du sorgst dafür, dass das Wasser sauberer zurückgeht, als es angekommen ist. Das ist ein Ergebnis, das man messen kann.
Passt zu dir, wenn …
- du Umwelt, Biologie und große Anlagen verbinden möchtest
- du Messwerte und Prozessverläufe genau beurteilst
- du Gerüche, Schmutz und Außeneinsätze akzeptierst
- du kritische Infrastruktur verantwortungsvoll betreibst
- Technik
- Maschinen
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft oder Abwasser
Die Aufstiegsfortbildung. Danach führst du eine Schicht oder eine Anlage und verantwortest Betrieb, Personal und Nachweise.
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Prozesstechnik und Leitwarte
Eine Kläranlage wird über Messwerte gefahren. Wer Belebung, Schlammalter und Rückführung versteht, hat den anspruchsvollsten Platz im Werk.
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Klärschlamm und Energie
Faulung, Gasverwertung, Phosphorrückgewinnung: Felder, in denen gerade viel investiert wird.
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Techniker/in oder Studium
Über Fachschule oder Hochschule kommst du in Planung, Überwachung und Betriebsführung bei Verbänden und Kommunen.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Die Reinigung im Belebungsbecken machen Mikroorganismen. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, ihnen die richtigen Bedingungen zu geben: Sauerstoff, Temperatur und Nahrung. Gereinigt wird nicht von Hand.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Umwelttechnologe/-technologin für Abwasserbewirtschaftung?
In der Ausbildung gilt bei kommunalen Betrieben der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, im ersten Jahr rund 1.290 € und damit an der Spitze aller Ausbildungsberufe. Nach der Ausbildung richtet sich das Gehalt nach TVöD.
Was macht ein/e Umwelttechnologe/-technologin für Abwasserbewirtschaftung?
Du betreibst Kläranlagen und Kanalnetze: Anlagen fahren und überwachen, Proben nehmen und analysieren, Maschinen und Elektrotechnik warten, Störungen beheben und alles nachweisen.
Hieß der Beruf nicht anders?
Ja. Bis 2024 hieß er Fachkraft für Abwassertechnik. Die neue Ordnung fasst vier Umweltberufe unter einem gemeinsamen Namen zusammen.
Wie schlimm ist der Geruch?
Er gehört dazu und man gewöhnt sich daran. Der größere Punkt ist die Hygiene: Schutzkleidung, Impfschutz und saubere Abläufe sind Vorschrift.
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