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Umwelttechnologe/-technologin - Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen

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Du untersuchst, reinigst und reparierst Kanäle, Rohrleitungen, Behälter und Industrieanlagen. Kameratechnik, Hochdruckreinigung, Saugfahrzeuge, Gefahrstoffe und enge Arbeitsbereiche verlangen genaue Planung und Sicherheit.

Rohrnetze, Industrieservice & Umwelttechnik

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.167–1.291 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Einsatzstelle, Leitungssystem und Gefährdungen prüfen

  • Arbeitsbereich sichern und Spezialfahrzeuge vorbereiten

  • Rohrleitungen und Anlagen mit Kameras inspizieren

  • Ablagerungen, Flüssigkeiten und Stoffe aufnehmen

  • Leitungen reinigen, prüfen und punktuell instand setzen

  • Befunde, Stoffe und ausgeführte Maßnahmen dokumentieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Einsatzstelle, Leitungssystem und Gefährdungen prüfen; Arbeitsbereich sichern und Spezialfahrzeuge vorbereiten; Rohrleitungen und Anlagen mit Kameras inspizieren. Später kommen hinzu: Ablagerungen, Flüssigkeiten und Stoffe aufnehmen; Leitungen reinigen, prüfen und punktuell instand setzen; Befunde, Stoffe und ausgeführte Maßnahmen dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Wo du arbeitest

Du arbeitest bei Rohr- und Kanalserviceunternehmen, kommunalen Netzbetreibern, Industrieservice, Chemie-, Lebensmittel- und Produktionsbetrieben.

Ein Tag als Umwelttechnologe/-technologin - Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:30 Uhr

    Fahrzeug rüsten: Spülwagen füllen, Düsen, Kamera, Messgerät und Absicherung prüfen.

  2. 7:30 Uhr

    Baustelle absichern.

    Im Verkehrsraum ist das der erste und wichtigste Handgriff.

  3. 8:00 Uhr

    Kanal spülen und mit der Kamera befahren, Schäden aufnehmen.

  4. 11:00 Uhr

    Zustand einstufen und dokumentieren.

    Danach richtet sich, ob und wie saniert wird.

  5. 13:30 Uhr

    Kurzliner setzen: Stelle vorbereiten, Harz einbringen, aushärten lassen.

  6. 16:00 Uhr

    Fahrzeug reinigen, Rückstände fachgerecht entsorgen, Bericht schreiben.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Industrie und öffentlichem Dienst

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Chemie, Physik, Mathematik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Schwerpunkte

    Im Schwerpunkt Industrieanlagen stehen Behälter, Produktionssysteme und Industrieservice im Mittelpunkt; im Schwerpunkt Rohrleitungsnetze Kanal- und Rohrsysteme kommunaler oder privater Betreiber.

    – Industrieanlagen

    – Rohrleitungsnetze

  • Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen verstehen
  • Arbeitsbereiche und enge Räume sicher vorbereiten
  • Kamera-, Ortungs-, Saug- und Hochdrucktechnik bedienen
  • Rohrleitungen und Anlagen reinigen
  • Schäden erkennen und Instandsetzungen durchführen
  • Stoffe und Abfälle sicher aufnehmen
  • einen Schwerpunkt vertiefen und Einsätze dokumentieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.167–1.291 €

2. Ausbildungsjahr

1.253–1.341 €

3. Ausbildungsjahr

1.304–1.387 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 3.000–3.500 € brutto im Monat inklusive Zulagen

Mit Meisterbrief oder in der Sanierung

ca. 3.800–4.800 € brutto im Monat

Kommunale Betriebe zahlen nach Tarif; private Dienstleister zahlen Erschwerniszulagen und Bereitschaft gesondert. Frag im Bewerbungsgespräch nach Zulagen und Bereitschaftsmodell.

Branchenorientierung für private Umweltwirtschaft und öffentlichen Dienst 2025, veröffentlicht 2026

Industrie-, Dienstleistungs- und kommunale Arbeitgeber nutzen unterschiedliche Tarifwerke.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Geruch, Nässe und Schmutz gehören zum Beruf, jeden Tag.
  • Arbeiten im Verkehrsraum sind gefährlich; die Absicherung ist keine Formalität.
  • Enge Räume und Behälter befahren ist für manche nichts, und das merkt man erst unten.
  • Rufbereitschaft nach Starkregen und bei Verstopfungen.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung gehört zu den höchsten in Deutschland, und Zulagen kommen dazu.
  • Die Technik ist erstaunlich weit: Kamerabefahrung, Roboter, grabenlose Sanierung.
  • Kanalnetze sind alt und müssen saniert werden. Arbeit gibt es auf Jahrzehnte.
  • Der Arbeitsmarkt ist eng, und wer den Abschluss hat, hat die Wahl.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Spezialtechnik und praktische Problemlösung verbinden möchtest
  • du mit engen, verschmutzten oder belasteten Bereichen umgehen kannst
  • du Sicherheit und Dokumentation sehr genau nimmst
  • du wechselnde Einsatzorte und Bereitschaft akzeptierst
  • Technik
  • Maschinen
  • Körperliche Arbeit
  • Arbeiten draußen

Nicht sicher?

Beantworte ein paar Fragen und sieh, welche Berufe zu dir passen. Ohne Anmeldung, in etwa 5 Minuten.

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Kanalsanierung ohne Aufgrabung

    Inliner, Kurzliner, Roboter: Rohre werden von innen saniert, statt die Straße aufzureißen. Ein technisches Feld mit hoher Nachfrage.

  • Kanal-TV und Zustandserfassung

    Wer Schäden im Bild erkennt und richtig einstuft, entscheidet über Sanierungspläne im Millionenbereich.

  • Meister/in oder Techniker/in

    Beide Wege führen in Bauleitung, Einsatzplanung und Betriebsführung.

  • Industrieservice

    Anlagen reinigen, Behälter befahren, Hochdruck- und Saugtechnik: ein eigener Markt mit Zulagen für erschwerte Bedingungen.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Ein Großteil der Kanalsanierung findet heute ohne Bagger statt: Ein harzgetränkter Schlauch wird in das alte Rohr gezogen und härtet dort zu einem neuen aus. Die Straße bleibt zu.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Umwelttechnologe/-technologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb zwischen rund 1.170 und 1.290 € im ersten Jahr und damit weit über dem Durchschnitt. Nach der Ausbildung kommen Erschwernis- und Bereitschaftszulagen dazu.

Was macht ein/e Umwelttechnologe/-technologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen?

Du reinigst, prüfst und sanierst Rohre und Kanäle: mit Hochdruck spülen, mit Kamera befahren, Schäden einstufen, Sanierungsverfahren anwenden und Industrieanlagen reinigen.

Hieß der Beruf nicht anders?

Ja. Bis 2024 hieß er Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice. Die neue Ordnung fasst vier Umweltberufe unter einem Namen zusammen.

Muss ich in den Kanal steigen?

Befahren kommt vor und ist streng geregelt: Belüftung, Messgerät, Sicherungsposten. Der größere Teil der Arbeit passiert von oben, mit Düse, Kamera und Roboter.

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Fünf Minuten, und du hast eine Richtung. Du kannst es so oft machen, wie du willst, und wir speichern nichts, was auf dich zurückführt.

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