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Textillaborant/in

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Du untersuchst Fasern, Garne, Stoffe und Veredlungen auf Festigkeit, Farbe, Zusammensetzung und Gebrauchseigenschaften. Laborgeräte, Normen, Statistik und genaue Probenarbeit bestimmen den Beruf.

Textil, Labor & Qualitätssicherung

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.255–1.555 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Textilproben entnehmen und kennzeichnen

  • Proben konditionieren und vorbereiten

  • chemische und physikalische Prüfungen durchführen

  • Farbe, Festigkeit, Abrieb und Echtheit messen

  • Analysegeräte kalibrieren und bedienen

  • Ergebnisse auswerten, dokumentieren und melden

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Textilproben entnehmen und kennzeichnen; Proben konditionieren und vorbereiten; chemische und physikalische Prüfungen durchführen. Später kommen hinzu: Farbe, Festigkeit, Abrieb und Echtheit messen; Analysegeräte kalibrieren und bedienen; Ergebnisse auswerten, dokumentieren und melden. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Textillaboren, Qualitätsabteilungen, Fahrzeuginterieur, technischen Textilien, Forschung und Prüfinstituten.

Ein Tag als Textillaborant/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:30 Uhr

    Proben aus der Produktion annehmen und Prüfaufträge sortieren.

  2. 8:30 Uhr

    Klimatisieren: Textilien werden vor jeder Prüfung auf Normklima gebracht, sonst stimmen die Werte nicht.

  3. 10:00 Uhr

    Zugprüfung und Scheuerprüfung, Werte protokollieren.

  4. 12:30 Uhr

    Färbeversuch im Labormaßstab und Farbmessung gegen die Vorlage.

  5. 14:30 Uhr

    Schadstoffprüfung vorbereiten und Proben ins Analysenlabor geben.

  6. 16:00 Uhr

    Prüfberichte schreiben und Abweichungen melden.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Textilindustrie

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Chemie, Physik, Mathematik, Biologie.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Schwerpunkte

    Textiltechnik vertieft mechanische Eigenschaften und Konstruktion, Textilveredlung die Wirkung von Färbung und Ausrüstung, Textilchemie die stoffliche Analyse.

    – Textiltechnik

    – Textilveredlung

    – Textilchemie

  • Fasern, Garne und textile Flächen analysieren
  • Proben fachgerecht vorbereiten
  • chemische, physikalische und mikroskopische Verfahren nutzen
  • Farb- und Echtheitsprüfungen durchführen
  • Prüfgeräte und Software bedienen
  • Messunsicherheit und Statistik berücksichtigen
  • einen Schwerpunkt vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

ab ca. 1.255 €

2. Ausbildungsjahr

arbeitgeberabhängig steigend

3. Ausbildungsjahr

arbeitgeberabhängig steigend

4. Ausbildungsjahr

bis ca. 1.555 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 3.200–3.800 € brutto im Monat

Mit Techniker oder in der Entwicklung

ca. 4.000–5.200 € brutto im Monat

Die Zahl der Ausbildungsplätze ist klein, und die Betriebe zahlen entsprechend, um Nachwuchs zu bekommen. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung.

Aktuelles Arbeitgeberbeispiel der Textilindustrie 2026, brutto pro Monat

Andere Textilunternehmen und Tarifgebiete können abweichen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Viel Routineprüfung nach Norm. Wer ständig Neues sucht, wird das merken.
  • Die Branche ist klein geworden, und Ausbildungsplätze liegen selten in der Nähe.
  • Chemikalien beim Färben und Ausrüsten verlangen Schutzmaßnahmen.
  • Prüfergebnisse entscheiden über Reklamationen, und dann wird jede Zahl hinterfragt.

Besser als sein Ruf

  • Die Ausbildungsvergütung gehört zu den höchsten überhaupt.
  • Technische Textilien sind ein Wachstumsfeld: Medizin, Automobil, Filtration, Verbundwerkstoffe.
  • Als Fachkraft in einer kleinen Branche bist du schwer zu ersetzen.
  • Nachhaltigkeit und Lieferkettenprüfung schaffen gerade neue Aufgaben.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Textilien und Laborarbeit verbinden möchtest
  • du sehr genau mit Proben und Messwerten arbeitest
  • du Chemie, Physik und Statistik magst
  • du Ergebnisse kritisch hinterfragst
  • Maschinen
  • Genauigkeit

Nicht sicher?

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Prüfung und Normwesen

    Textilien werden gegen Normen geprüft: Reißfestigkeit, Farbechtheit, Pilling, Brennverhalten. Wer die Verfahren beherrscht, ist im Prüflabor unersetzlich.

  • Produktentwicklung

    Aus Garn, Bindung und Ausrüstung entsteht ein Stoff mit bestimmten Eigenschaften. Wer das im Labor nachstellen kann, arbeitet nah an der Entwicklung.

  • Techniker/in für Textiltechnik

    Über eine Fachschule kommst du in Produktionsplanung, Qualitätsleitung und Entwicklung.

  • Nachhaltigkeit und Schadstoffprüfung

    Zertifizierungen und Lieferkettenanforderungen sind ein wachsendes Feld mit eigener Fachlichkeit.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Textilien werden vor jeder Prüfung im Normklima gelagert, bei festgelegter Temperatur und Luftfeuchte. Baumwolle nimmt Feuchtigkeit auf, und eine feuchte Probe reißt bei anderen Werten als eine trockene.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Textillaborant/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Betrieb und Tarifbindung zwischen rund 1.250 und 1.550 € im ersten Jahr und damit an der Spitze aller Ausbildungsberufe. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg über dem Durchschnitt.

Was macht ein/e Textillaborant/in?

Du prüfst und entwickelst textile Materialien: Fasern bestimmen, Garne und Flächen prüfen, Färbungen und Ausrüstungen testen, Schadstoffe untersuchen und die Ergebnisse gegen Normen bewerten.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Ist die Textilbranche nicht abgewandert?

Die Massenfertigung ja, die Entwicklung und die technischen Textilien nicht. Filter, Verbundwerkstoffe, Medizintextilien und Automobilstoffe werden in Deutschland entwickelt und geprüft.

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