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Technische/r Modellbauer/in

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Du baust Anschauungs-, Gießerei- oder Karosserie- und Produktionsmodelle aus Holz, Kunststoff, Metall und Verbundstoffen. CAD, CNC, Handarbeit und Messtechnik machen aus Daten ein präzises dreidimensionales Modell.

Modelle, Formen & industrielle Entwicklung

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ca. 995 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • CAD-Daten, Zeichnungen und Modellauftrag auswerten

  • Werkstoffe und Fertigungsfolge planen

  • Modelle fräsen, drehen, schleifen und montieren

  • CNC-Maschinen und 3D-Druck einsetzen

  • Oberflächen, Trennungen und Passungen herstellen

  • Modelle vermessen, prüfen und Änderungen einarbeiten

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: CAD-Daten, Zeichnungen und Modellauftrag auswerten; Werkstoffe und Fertigungsfolge planen; Modelle fräsen, drehen, schleifen und montieren. Später kommen hinzu: CNC-Maschinen und 3D-Druck einsetzen; Oberflächen, Trennungen und Passungen herstellen; Modelle vermessen, prüfen und Änderungen einarbeiten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Wo du arbeitest

Du arbeitest im Modell-, Formen-, Fahrzeug-, Maschinen- und Gießereibau, in Design- und Entwicklungsabteilungen sowie spezialisierten Modellbauwerkstätten.

Ein Tag als Technische/r Modellbauer/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:00 Uhr

    Konstruktionsdaten prüfen und Frässtrategie festlegen.

  2. 8:30 Uhr

    Rohteil aufspannen und Fräsprogramm starten.

  3. 11:00 Uhr

    Modell von Hand nacharbeiten: schleifen, spachteln, verputzen.

  4. 13:00 Uhr

    Formschrägen anlegen und Trennebenen festlegen.

  5. 15:00 Uhr

    Maße prüfen und mit den Daten abgleichen.

  6. 16:30 Uhr

    Modell versiegeln und für den Guss vorbereiten.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Industrie und Handwerk

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss oder Hochschulreife ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Informatik, Kunst/Gestaltung.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Fachrichtungen

    Bis zum 31. Juli 2027 gilt die aktuelle Struktur mit drei Fachrichtungen. Eine neue Ausbildungsordnung tritt erst am 1. August 2027 in Kraft.

    – Anschauung

    – Gießerei

    – Karosserie und Produktion

  • technische Zeichnungen und 3D-Daten nutzen
  • Werkstoffe für Modelle und Formen auswählen
  • manuell und maschinell fertigen
  • CNC-Programme und digitale Verfahren einsetzen
  • Bauteile fügen und Oberflächen bearbeiten
  • Modelle messen und Qualität sichern
  • eine Fachrichtung vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

995 €

2. Ausbildungsjahr

1.070 €

3. Ausbildungsjahr

1.121 €

4. Ausbildungsjahr

1.240 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat

In der Automobilindustrie oder mit Meisterbrief

ca. 3.600–4.800 € brutto im Monat

Betriebe im Fahrzeugbau zahlen nach Metalltarif und liegen deutlich über kleinen Modellbauwerkstätten.

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Fachrichtung, Handwerk oder Industrie und Tarifgebiet können abweichen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Staub von Holz, Kunststoff und Spachtelmasse.
  • Sehr genaue Arbeit, oft an großen und sperrigen Modellen.
  • Ein Fehler am Modell steckt in jedem Gussteil, das damit entsteht.
  • Termindruck, weil Entwicklungsprojekte auf das Modell warten.

Besser als sein Ruf

  • Ein Beruf zwischen Handwerk, CAD und Fertigungstechnik.
  • Du machst aus Daten das erste greifbare Teil eines Produkts.
  • Der 3D-Druck erweitert den Beruf, statt ihn zu ersetzen.
  • Sehr gute Aussichten im Fahrzeug- und Maschinenbau.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du CAD und praktische Modellarbeit verbinden möchtest
  • du räumliche Formen sehr gut verstehst
  • du im Zehntel- und Hundertstelbereich genau arbeitest
  • du unterschiedliche Werkstoffe und Verfahren magst
  • Technik
  • Handwerk
  • Mathematik
  • Maschinen
  • Genauigkeit
  • Räumliches Denken

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Fachrichtung Gießerei

    Modelle und Kernkästen für den Guss bauen ist die klassische Richtung.

  • Fachrichtung Karosserie und Produktion

    Designmodelle und Vorrichtungen für den Fahrzeugbau.

  • Rapid Prototyping

    3D-Druck und Frästechnik ergänzen den klassischen Modellbau.

  • Meister oder Techniker

    Beide Wege führen in Werkstattleitung und Konstruktion.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Gussmodelle sind größer als das spätere Gussteil: Metall schwindet beim Erstarren, je nach Legierung um ein bis zwei Prozent. Modellbauer arbeiten deshalb mit dem Schwindmaß. Einem Maßstab, der bewusst falsch geteilt ist.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Technische/r Modellbauer/in?

Du baust Modelle, Formen und Prototypen: Konstruktionsdaten umsetzen, aus Holz, Kunststoff oder Metall fertigen, CNC-Maschinen programmieren, Modelle prüfen und anpassen.

Wie viel verdient man als Technische/r Modellbauer/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 995 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich vergleichbarer Fertigungsberufe, in der Automobilindustrie darüber.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Anschauung, Gießerei sowie Karosserie und Produktion.

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