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Werkzeugmechaniker/in

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Du stellst Stanz-, Umform-, Spritzguss-, Mess- und Montagewerkzeuge her. Bauteile werden im Mikrometerbereich gefertigt, gehärtet, geschliffen, montiert und in Produktionsanlagen erprobt.

Werkzeuge, Formen & Präzisionsmetall

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.209 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Zeichnungen, CAD-Daten und Werkzeugfunktion prüfen

  • Werkstücke sägen, fräsen, drehen und erodieren

  • CNC-Maschinen programmieren und einrichten

  • Bauteile härten, schleifen und feinbearbeiten

  • Werkzeuge und Vorrichtungen montieren und abstimmen

  • Maße, Funktion, Verschleiß und Prozessergebnis prüfen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Zeichnungen, CAD-Daten und Werkzeugfunktion prüfen; Werkstücke sägen, fräsen, drehen und erodieren; CNC-Maschinen programmieren und einrichten. Später kommen hinzu: Bauteile härten, schleifen und feinbearbeiten; Werkzeuge und Vorrichtungen montieren und abstimmen; Maße, Funktion, Verschleiß und Prozessergebnis prüfen. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Wo du arbeitest

Du arbeitest im Werkzeug-, Formen-, Maschinen-, Fahrzeug-, Kunststoff- und Metallbau sowie in Instandhaltung und Produktionsvorbereitung.

Ein Tag als Werkzeugmechaniker/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:30 Uhr

    Konstruktionszeichnung einer Spritzgussform durchgehen.

  2. 7:30 Uhr

    Formeinsatz fräsen, Toleranzen im Hundertstelbereich.

  3. 10:00 Uhr

    Senkerodieren: Konturen einbringen, die kein Fräser erreicht.

  4. 12:30 Uhr

    Teile läppen und polieren, Oberflächengüte prüfen.

  5. 14:30 Uhr

    Form montieren, Auswerfer und Kühlkanäle prüfen.

  6. 16:00 Uhr

    Form an der Maschine einfahren, erste Teile beurteilen.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Metallindustrie

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Informatik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Einsatzgebiete

    Werkzeugmechaniker/in ist ein Monoberuf. Betriebliche Einsatzgebiete strukturieren die praktische Ausbildung, ohne getrennte Fachrichtungsabschlüsse zu bilden.

    – Formentechnik

    – Instrumententechnik

    – Stanztechnik

    – Vorrichtungstechnik

  • technische Zeichnungen und CAD-Daten anwenden
  • Metalle manuell und maschinell bearbeiten
  • CNC- und Erodierverfahren programmieren
  • Wärmebehandlung und Oberflächen berücksichtigen
  • Werkzeuge, Formen und Vorrichtungen montieren
  • Werkzeuge erproben, warten und instand setzen
  • ein betriebliches Einsatzgebiet vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.209 €

2. Ausbildungsjahr

1.269 €

3. Ausbildungsjahr

1.357 €

4. Ausbildungsjahr

1.432 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 3.000–3.600 € brutto im Monat

Im Formenbau oder als Einrichter

ca. 3.800–5.200 € brutto im Monat

Der Werkzeugbau gilt als Königsklasse der Zerspanung und wird entsprechend bezahlt. Tarifgebundene Betriebe zahlen zusätzlich Sonderzahlungen.

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Metallbranche, Tarifgebiet und Ausbildungsbetrieb können abweichen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Höchste Genauigkeit; ein Hundertstel entscheidet über Gut und Ausschuss.
  • Ein Fehler in einer Form kostet schnell fünfstellig.
  • Lange Projekte: Eine Form entsteht über Wochen.
  • Termindruck, weil die Serienproduktion auf das Werkzeug wartet.

Besser als sein Ruf

  • Der Werkzeugbau ist technisch das Anspruchsvollste in der Metallbearbeitung.
  • Sehr gute Bezahlung und hohe Wertschätzung im Betrieb.
  • Deine Werkzeuge produzieren Millionen Teile.
  • Deutsche Werkzeugbaubetriebe sind international führend.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Metall, CNC und komplexe Werkzeuge spannend findest
  • du im Mikrometerbereich sehr genau arbeitest
  • du räumliche Baugruppen und Funktionen verstehst
  • du Fehler geduldig bis zur Ursache verfolgst
  • Technik
  • Handwerk
  • Mathematik
  • Maschinen
  • Räumliches Denken

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Formenbau

    Spritzgusswerkzeuge zu bauen ist Präzisionsarbeit auf höchstem Niveau.

  • CNC- und Erodiertechnik

    Draht- und Senkerodieren sind Spezialverfahren mit eigener Fachkunde.

  • Industriemeister Metall

    Die Aufstiegsfortbildung führt in Werkstatt- und Fertigungsleitung.

  • Techniker für Maschinentechnik

    Über die Fachschule geht es in Konstruktion und Werkzeugauslegung.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Eine Spritzgussform wird größer gebaut als das fertige Teil: Kunststoff schwindet beim Abkühlen, je nach Material um mehrere Prozent. Der Schwindungsfaktor wird für jede Kunststoffsorte eingerechnet, bevor der erste Span fällt.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Werkzeugmechaniker/in?

Du baust Werkzeuge, mit denen andere Teile hergestellt werden: Stanzwerkzeuge, Spritzgussformen und Vorrichtungen fertigen, montieren, einfahren, prüfen und instand setzen.

Wie viel verdient man als Werkzeugmechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.209 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt über vielen gewerblichen Berufen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre.

Welche Fachrichtungen gibt es?

Formentechnik, Stanztechnik, Instrumententechnik und Vorrichtungstechnik.

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