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Stanz- und Umformmechaniker/in

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Du stellst Metallteile in großen Serien durch Stanzen, Prägen, Biegen und Umformen her. Dafür richtest du Pressen und Werkzeuganlagen ein, überwachst den Materialfluss und prüfst Maße und Oberflächen.

Metall, Pressen & Serienproduktion

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.304–1.373 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Fertigungsauftrag, Material und Werkzeug prüfen

  • Stanz- und Umformanlagen rüsten und einrichten

  • Bänder, Bleche und Werkstücke zuführen

  • Pressen und verkettete Anlagen überwachen

  • Störungen und Werkzeugverschleiß erkennen

  • Maße, Form und Oberfläche der Teile kontrollieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Fertigungsauftrag, Material und Werkzeug prüfen; Stanz- und Umformanlagen rüsten und einrichten; Bänder, Bleche und Werkstücke zuführen. Später kommen hinzu: Pressen und verkettete Anlagen überwachen; Störungen und Werkzeugverschleiß erkennen; Maße, Form und Oberfläche der Teile kontrollieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Ergebnisse werden kontrolliert, Abweichungen dokumentiert und der Arbeitsbereich sauber übergeben.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Automobilzulieferung, Elektro-, Haushaltsgeräte-, Metallwaren- und Maschinenbauindustrie an automatisierten Pressen- und Umformlinien.

Ein Tag als Stanz- und Umformmechaniker/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:00 Uhr

    Schichtübergabe, laufende Aufträge und Werkzeugzustand.

  2. 6:30 Uhr

    Werkzeug wechseln, Presse einrichten, Sicherheiten prüfen.

  3. 8:30 Uhr

    Einfahren: Erste Teile prüfen, Schnittspalt und Zuführung korrigieren.

  4. 10:30 Uhr

    Serie läuft, Stichproben messen und dokumentieren.

  5. 13:00 Uhr

    Störung: Bandvorschub setzt aus, Ursache suchen.

  6. 15:00 Uhr

    Werkzeug pflegen, Schneiden prüfen, Übergabe schreiben.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Metallindustrie

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Informatik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Bauteile, Werkstoffe, Pressengröße und Automatisierungsgrad des Betriebs prägen die Ausbildung.

  • Metallwerkstoffe und Umformverfahren verstehen
  • Werkzeuge und Anlagen montieren und rüsten
  • Stanz-, Biege- und Umformprozesse einstellen
  • automatisierte Materialzuführung bedienen
  • Produktionsdaten und Steuerungen nutzen
  • Werkzeuge warten und Fehler beheben
  • Maß- und Qualitätsprüfungen durchführen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.304–1.373 €

2. Ausbildungsjahr

1.378–1.408 €

3. Ausbildungsjahr

1.443–1.489 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 3.000–3.500 € brutto im Monat

Als Einrichter oder mit Schicht

ca. 3.700–4.800 € brutto im Monat

Die Zulieferindustrie ist überwiegend tarifgebunden und zahlt Schichtzulagen sowie Sonderzahlungen.

Regionale Tarifbeispiele der Metall- und Elektroindustrie 2026, brutto pro Monat

Tarifgebiet und Ausbildungsbetrieb bestimmen die genaue Vergütung.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Lärm an Pressen ist erheblich, Gehörschutz ist Pflicht.
  • Schichtbetrieb ist die Regel.
  • Schwere Werkzeuge, die mit dem Kran gewechselt werden.
  • Steht die Presse, kostet jede Minute Geld.

Besser als sein Ruf

  • Sehr hohe tarifliche Ausbildungsvergütung.
  • Einrichten ist technische Facharbeit, kein Knopfdrücken.
  • Stanzteile stecken in jedem Auto und jedem Gerät.
  • Gute Aufstiegswege zum Einrichter und Meister.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du große Produktionsanlagen und Metalltechnik magst
  • du sehr genau mit Werkzeugen und Maßen arbeitest
  • du Störungen systematisch eingrenzt
  • du Schichtarbeit in Industriebetrieben akzeptieren kannst
  • Maschinen

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Einrichter an Stanzautomaten

    Werkzeuge einbauen und Prozesse einfahren ist die anspruchsvollste Aufgabe in der Fertigung.

  • Werkzeuginstandhaltung

    Stanzwerkzeuge warten und nachschärfen hält die Serie am Laufen.

  • Industriemeister Metall

    Die Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Fertigungsleitung.

  • Prozessoptimierung

    Ausschuss senken und Standzeiten verlängern ist messbare Verbesserungsarbeit.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Ein Folgeverbundwerkzeug bearbeitet ein Blechband in mehreren Stationen hintereinander: Bei jedem Hub entsteht am Ende ein fertiges Teil, während vorne erst gestanzt wird. Ein einziges Werkzeug ersetzt so eine ganze Fertigungskette.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Stanz- und Umformmechaniker/in?

Du fertigst Teile durch Stanzen und Umformen: Werkzeuge einbauen und einstellen, Pressen und Automaten fahren, Bandmaterial zuführen, Teile prüfen, Störungen beheben.

Wie viel verdient man als Stanz- und Umformmechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.304 bis 1.373 € im ersten Jahr und damit hoch. Nach der Ausbildung ist der Verdienst in der Metallindustrie tariflich geregelt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

Ist das ein Maschinenbedienerberuf?

Nein. Das Einrichten, Einfahren und Optimieren der Werkzeuge ist der eigentliche Kern. Die Maschine läuft danach von selbst.

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