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Revierjäger/in

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Du betreust Jagdreviere, beobachtest Wildbestände und gestaltest Lebensräume. Wildbiologie, Naturschutz, Forst- und Landwirtschaft, Jagdbetrieb und Öffentlichkeitsarbeit greifen eng ineinander.

Wildtiere, Wald & Reviermanagement

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.101 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Wildbestände beobachten und dokumentieren

  • Lebensräume, Äsungsflächen und Reviereinrichtungen pflegen

  • Wildschäden erkennen und vorbeugen

  • Jagden vorbereiten und sicher begleiten

  • erlegtes Wild versorgen und vermarkten

  • mit Grundeigentümern, Behörden und Öffentlichkeit kommunizieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Wildbestände beobachten und dokumentieren; Lebensräume, Äsungsflächen und Reviereinrichtungen pflegen; Wildschäden erkennen und vorbeugen. Später kommen hinzu: Jagden vorbereiten und sicher begleiten; erlegtes Wild versorgen und vermarkten; mit Grundeigentümern, Behörden und Öffentlichkeit kommunizieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in privaten und staatlichen Jagdbetrieben, Forstverwaltungen, großen Revieren, Schutzgebieten und jagdnahen Dienstleistungsunternehmen.

Ein Tag als Revierjäger/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 5:00 Uhr

    Ansitz im Morgengrauen.

    Beobachten, Bestand einschätzen, gegebenenfalls erlegen.

  2. 8:00 Uhr

    Wildbret versorgen: aufbrechen, kühlen, Wildursprungsschein ausfüllen.

  3. 10:00 Uhr

    Reviereinrichtungen bauen und prüfen: Kanzeln, Leitern, Zäune.

  4. 12:30 Uhr

    Wildschaden im Feld aufnehmen und mit dem Landwirt besprechen.

  5. 14:30 Uhr

    Hundearbeit: Nachsuche üben, Gehorsam trainieren.

  6. 17:00 Uhr

    Abendansitz oder Dokumentation der Streckenliste.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Landwirtschaft

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Biologie, Geografie, Werken/Technik, Wirtschaft/Recht.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Revier, Wildarten, Eigentumsstruktur und regionale Landschaft prägen den Alltag.

  • Wildbiologie und Ökologie verstehen
  • Reviere und Lebensräume gestalten
  • Wildbestände erfassen und bewerten
  • Jagd- und Sicherheitsregeln anwenden
  • Wildschäden und Tierseuchen berücksichtigen
  • Wildbret hygienisch behandeln
  • Betrieb, Recht und Öffentlichkeitsarbeit organisieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.101 €

2. Ausbildungsjahr

1.171 €

3. Ausbildungsjahr

1.273 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.700–3.200 € brutto im Monat

Mit Meisterbrief oder Revierleitung

ca. 3.400–4.300 € brutto im Monat

Bei Landesforstverwaltungen gilt Tarif mit Zusatzversorgung. In Privatrevieren gehören Dienstwohnung und Deputate oft zum Vertrag; rechne sie mit, wenn du Angebote vergleichst.

Branchenorientierung Landwirtschaft 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind eine Branchenorientierung; Bundesland und Tarifgebiet können abweichen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Früh raus und spät zurück, im Sommer beides am selben Tag.
  • Wildbret versorgen ist Arbeit mit Blut, Kälte und Zeitdruck.
  • Konflikte mit Landwirten, Waldbesitzern und Erholungssuchenden gehören dazu.
  • Es gibt bundesweit wenige Ausbildungsplätze, und der Zugang läuft oft über Kontakte und Praktika.

Besser als sein Ruf

  • Du arbeitest ganzjährig draußen und kennst dein Revier besser als jeder andere.
  • Bei öffentlichen Arbeitgebern gilt Tarif, mit Dienstwohnung und Zusatzversorgung.
  • Wildbestände zu regulieren ist Voraussetzung für den Waldumbau. Der Beruf wird gebraucht.
  • Die Ausbildung ist fachlich breit: Wildbiologie, Hundeführung, Waffenrecht, Hygiene, Forst.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du sehr viel draußen arbeiten möchtest
  • du Wildtiere und Lebensräume sachlich beobachtest
  • du körperlich fit und sicherheitsbewusst bist
  • du Naturschutz, Landnutzung und Jagd abwägen kannst
  • Natur
  • Körperliche Arbeit
  • Arbeiten draußen
  • Selbstständiges Arbeiten

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Berufsjäger im Staats- oder Privatrevier

    Der übliche Weg. Große Reviere, Forstverwaltungen und private Eigentümer stellen Berufsjäger fest an.

  • Meister/in oder Wildmeister

    Die Aufstiegsfortbildung führt zur Betriebsleitung eines Reviers und zur Ausbildungsberechtigung.

  • Wildbrethygiene und Direktvermarktung

    Wildfleisch selbst zerwirken, kühlen und vermarkten ist ein eigener Markt mit guten Preisen und eigenen Vorschriften.

  • Wildbiologie und Wildtiermanagement

    Über Techniker oder Studium kommst du in Monitoring, Forschung und Beratung.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Zu jedem erlegten Stück Wild gehört ein Wildursprungsschein. Ohne ihn darf das Fleisch nicht in den Verkehr. Die Hygienedokumentation beginnt also im Wald, nicht in der Küche.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Revierjäger/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 1.100 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich der Forstberufe; bei öffentlichen Arbeitgebern gilt Tarif, in Privatrevieren wird oft mit Dienstwohnung gerechnet.

Was macht ein/e Revierjäger/in?

Du bewirtschaftest ein Revier: Wildbestände beobachten und regulieren, hegen und füttern, Einrichtungen bauen und pflegen, Wildschäden verhüten, Wildbret versorgen und Hunde führen.

Brauche ich den Jagdschein vorher?

Er wird in der Ausbildung erworben; viele Betriebe erwarten allerdings Vorerfahrung, ein Praktikum und Sicherheit im Umgang mit Waffe und Hund.

Ist der Beruf romantisch?

Nein. Der Alltag ist Reviereinrichtungen bauen, Zäune kontrollieren, Wildschäden aufnehmen und Wildbret bei Kälte versorgen. Der Ansitz ist der kleinere Teil.

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