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Produktveredler/in - Textil

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Du gibst Textilien Farbe, Griff, Glanz, Schutz oder technische Funktionen. Färben, Drucken, Beschichten und Ausrüsten verbinden Chemie mit großen Produktionsanlagen und genauer Qualitätsprüfung.

Textil, Chemie & Veredlung

Dauer
3 Jahre
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.160–1.305 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Rohware und Aufträge prüfen

  • Farbstoffe und Hilfsmittel dosieren

  • Färbe-, Druck- und Beschichtungsanlagen einrichten

  • Textilien veredeln und Prozesswerte überwachen

  • Farbe, Griff und Funktion prüfen

  • Anlagen reinigen und Chemikalien dokumentieren

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Rohware und Aufträge prüfen; Farbstoffe und Hilfsmittel dosieren; Färbe-, Druck- und Beschichtungsanlagen einrichten. Später kommen hinzu: Textilien veredeln und Prozesswerte überwachen; Farbe, Griff und Funktion prüfen; Anlagen reinigen und Chemikalien dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Färbereien, Textildruck, Beschichtung, Ausrüstung sowie bei Herstellern technischer und funktionaler Textilien.

Ein Tag als Produktveredler/in - Textil

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:00 Uhr

    Schichtübergabe, laufende Partien und Störungen übernehmen.

  2. 6:30 Uhr

    Rezeptur ansetzen: Farbstoffe und Hilfsmittel einwiegen.

  3. 8:00 Uhr

    Färbeanlage beschicken, Temperatur- und Zeitprofil starten.

  4. 11:00 Uhr

    Farbmuster ziehen und im Labor gegen die Vorlage messen.

  5. 13:00 Uhr

    Ausrüstung auftragen, Trockner und Spannrahmen einstellen.

  6. 14:30 Uhr

    Ware prüfen, Partie freigeben, Werte dokumentieren.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Textilveredlungsindustrie

    3 Jahre

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Chemie, Physik, Mathematik, Werken/Technik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Die Anlagen und Produkte des Betriebs bestimmen Färben, Drucken, Beschichten oder funktionale Ausrüstung.

  • Textilfasern und ihre chemischen Eigenschaften verstehen
  • Farbstoffe und Veredlungsmittel einsetzen
  • Färbe-, Druck- und Ausrüstungsverfahren durchführen
  • Anlagen und Leitsysteme bedienen
  • Farbe und Echtheit messen
  • Umwelt- und Abwasserregeln anwenden
  • Prozesse optimieren und dokumentieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1.160–1.305 €

2. Ausbildungsjahr

1.230–1.356 €

3. Ausbildungsjahr

1.310–1.439 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.600–3.000 € brutto im Monat

In der Anlagenführung oder mit Schicht

ca. 3.200–4.000 € brutto im Monat

Es gilt der Tarif der Textil- und Bekleidungsindustrie mit Schicht- und Nachtzuschlägen.

Tarifbeispiele der Textilwirtschaft 2025/2026, brutto pro Monat

Textile Dienste und Textilindustrie vergüten nach unterschiedlichen Tarifwerken.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtbetrieb, warm und feucht in der Nähe der Anlagen.
  • Chemikalien verlangen Disziplin, jeden Tag.
  • Eine falsch angesetzte Rezeptur macht eine ganze Partie unbrauchbar.
  • Die Branche ist klein geworden; Betriebe liegen verstreut.

Besser als sein Ruf

  • Guter Industrietarif mit Zuschlägen.
  • Chemie und Technik in einem Beruf, mit sofort sichtbarem Ergebnis.
  • Funktionstextilien sind ein Wachstumsfeld von Sport bis Medizin.
  • Sehr gute Übernahmechancen bei wenigen Bewerbern.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Chemie, Farbe und Maschinen verbinden möchtest
  • du Prozesswerte und Farbergebnisse genau vergleichst
  • du mit Schutzkleidung und Produktionsumgebung klarkommst
  • du nachhaltige Verfahren und Wasserverbrauch mitdenken möchtest
  • Maschinen

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Färberei und Farbrezeptur

    Farben exakt zu treffen ist Chemie und Erfahrung zugleich, und der Kern der Veredlung.

  • Funktionsausrüstung

    Wasserabweisend, schwer entflammbar, antibakteriell: technische Ausrüstungen sind ein wachsendes Feld.

  • Industriemeister Textil

    Die Aufstiegsfortbildung führt in Schicht- und Betriebsleitung.

  • Umwelttechnik im Betrieb

    Abwasser und Chemikalien in der Veredlung sind streng geregelt; wer sich damit auskennt, wird gebraucht.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Farbe wird nicht mit dem Auge freigegeben, sondern gemessen: Ein Spektralfotometer vergleicht die Partie mit dem Standard und gibt einen Zahlenwert für die Abweichung aus. Erst unterhalb einer festgelegten Toleranz gilt die Farbe als getroffen.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Produktveredler/in - Textil?

Du gibst Textilien ihre Eigenschaften: vorbehandeln, färben, bedrucken, beschichten und ausrüsten. Dazu gehören Rezepturen ansetzen, Anlagen fahren und Ergebnisse prüfen.

Wie viel verdient man als Produktveredler/in - Textil?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.160 bis 1.305 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst im Bereich der Textilindustrie, mit Schichtzuschlägen darüber.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Drei Jahre.

Arbeitet man mit Chemikalien?

Ja, und deshalb gehören Sicherheitsunterweisung, Schutzausrüstung und Umweltvorschriften von Anfang an zur Ausbildung.

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