Podologe/Podologin
Therapie, Rehabilitation & Bewegung
- Dauer
- 2 Jahre
- Finanzierung
- Meist ohne Vergütung
- Ausbildungsart
- Schulische Ausbildung
- Berufsfeld
- Gesundheit & Medizin
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Fähigkeiten, Beschwerden und Ziele erfassen
-
Therapie- oder Übungsplan vorbereiten
-
Behandlungen und Übungen anleiten
-
Hilfsmittel und therapeutische Geräte einsetzen
-
Verlauf und Reaktionen beobachten
-
Ergebnisse dokumentieren und im Team abstimmen
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um medizinische Fußbehandlung, Risikofüße und Prävention, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Praxen, Kliniken, Reha-Einrichtungen, Förderzentren, Pflegeeinrichtungen oder spezialisierten Therapieangeboten.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
8:00 Uhr
Diabetikerin mit Verordnung: Füße inspizieren, Durchblutung prüfen.
-
9:00 Uhr
Hornhaut und Nägel bearbeiten, Druckstellen entlasten.
-
11:00 Uhr
Nagelkorrekturspange anpassen und einsetzen.
-
13:00 Uhr
Patient mit eingewachsenem Nagel: Behandlung und Beratung.
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15:00 Uhr
Zehenorthese anfertigen und anpassen.
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17:00 Uhr
Dokumentation und Rückmeldung an die Arztpraxis.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
bundesrechtlich geregelt
vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen
24 Monate in Vollzeit; Teilzeit möglich
Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen
Praxisanteil: praktische Ausbildung beziehungsweise Praktika in Praxen, Kliniken oder Apotheken
-
Zugang und Voraussetzungen
Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Ein Gesundheitsnachweis und weitere Unterlagen können dazukommen.
Bundesweit einheitliche Berufs- und Prüfungsregelung; Schulstandorte und Bewerbungsfristen unterscheiden sich regional.
Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt
-
Ausbildungsvarianten
Der Berufsabschluss ist bundesrechtlich geregelt. Schulen können Lernangebote und Praxiskonzepte unterschiedlich organisieren, der staatliche Abschluss bleibt bundesweit vergleichbar.
- Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre verstehen
- Befunde erheben und Therapieziele ableiten
- Behandlungstechniken sicher anwenden
- Patienten anleiten und motivieren
- Hilfsmittel und Geräte einsetzen
- Therapieverlauf dokumentieren
- mit Medizin, Pflege und Angehörigen zusammenarbeiten
Was die Ausbildung kostet
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
Nach der Ausbildung
Einstieg angestellt
ca. 2.300–2.700 € brutto im Monat
Mit eigener Praxis und Kassenzulassung
ca. 2.900–4.000 € brutto im Monat
Die Kassenzulassung ist der entscheidende Faktor: Sie öffnet die Abrechnung auf Verordnung und damit eine verlässliche Auftragslage.
Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein
Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Keine Vergütung während der Ausbildung, oft Schulgeld.
- Gebeugte Haltung über Stunden.
- Nicht jeder Fuß ist ein schöner Anblick; das gehört dazu.
- Der Verdienst ist angestellt eher niedrig.
Besser als sein Ruf
- Ein staatlich anerkannter Gesundheitsberuf mit klarem rechtlichem Rahmen.
- Bei Diabetes verhindert deine Arbeit Amputationen. Das ist keine Übertreibung.
- Zwei Jahre Ausbildung, danach ist Selbstständigkeit realistisch.
- Die Nachfrage wächst mit einer älter werdenden Bevölkerung.
Passt zu dir, wenn …
- du Menschen geduldig zu Fortschritten begleitest
- du Bewegung, Wahrnehmung oder Alltagshandlungen analysierst
- du kreativ auf individuelle Bedürfnisse reagierst
- du körperlichen Kontakt professionell gestaltest
- Handwerk
- Menschenkontakt
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Diabetisches Fußsyndrom
Die Versorgung von Diabetikern ist der größte und wichtigste Bereich.
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Eigene Praxis mit Kassenzulassung
Podologische Behandlung wird auf Verordnung abgerechnet.
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Orthonyxie und Orthosen
Nagelkorrekturspangen und Zehenorthesen sind eigene Fachtechniken.
-
Zusammenarbeit mit Kliniken
Fußambulanzen und Diabeteszentren beschäftigen Podologen fest.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Beim diabetischen Fuß fehlt oft das Schmerzempfinden: Eine Wunde tut nicht weh und wird deshalb zu spät bemerkt. Genau darum ist die regelmäßige podologische Kontrolle eine Kassenleistung. Sie findet, was der Patient selbst nicht spürt.
Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Podologe/Podologin?
Du behandelst Füße medizinisch: Hornhaut und Nägel fachgerecht bearbeiten, Druckstellen und Wunden erkennen, Nagelkorrekturen anlegen, Patienten beraten, mit Ärzten zusammenarbeiten.
Wie viel verdient man als Podologe/Podologin?
In der Ausbildung gibt es meist keine Vergütung, weil sie schulisch ist. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst angestellt im mittleren Bereich; in eigener Praxis hängt er an der Auslastung.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Zwei Jahre in Vollzeit.
Was ist der Unterschied zur Fußpflege?
Podologie ist ein staatlich anerkannter Gesundheitsberuf und darf auf ärztliche Verordnung behandeln. Kosmetische Fußpflege ist das nicht. Der Unterschied ist rechtlich klar geregelt.
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