Pflegefachmann/-frau
Pflege, Klinik & Langzeitpflege
- Dauer
- 3 Jahre
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.230–1.430 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Gesundheit & Medizin
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Frühdienst, 6:15 Uhr: Übergabe vom Nachtdienst. Danach hilfst du beim Waschen und Aufstehen, stellst Medikamente nach Plan, misst Blutdruck und Blutzucker. Vormittags begleitest du die Visite und setzt um, was besprochen wurde. Zwischendurch: dokumentieren, ein Gespräch mit einer besorgten Tochter, ein Verband. 14 Uhr Übergabe an den Spätdienst. An anderen Tagen bist du im Spät- oder Nachtdienst, auch am Wochenende, dafür hast du unter der Woche frei, wenn andere arbeiten.
Wo du arbeitest
In Krankenhäusern, Pflegeheimen, bei ambulanten Pflegediensten und in Reha-Einrichtungen. Nach Weiterbildungen auch auf Intensivstation, im OP oder in der Anästhesie. Träger gibt es in jeder Stadt und in jedem Landkreis, du hast die Wahl.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
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6:00 Uhr
Übergabe: Was ist in der Nacht passiert, wer braucht heute was?
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6:30 Uhr
Grundpflege und Vitalzeichen, erste Medikamente.
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8:30 Uhr
Visite begleiten, Anordnungen aufnehmen und umsetzen.
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11:00 Uhr
Verbandwechsel, Infusionen, Dokumentation.
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13:00 Uhr
Angehörigengespräch: Was passiert nach der Entlassung?
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14:00 Uhr
Übergabe an den Spätdienst, offene Punkte weitergeben.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz (Träger der praktischen Ausbildung plus Pflegeschule, mit Ausbildungsvertrag und Vergütung; nicht dual nach BBiG)
3 Jahre
-
Welchen Abschluss du brauchst
Mittlerer Schulabschluss. Mit Mittelschulabschluss geht es auch: dann zuerst die einjährige Pflegehelfer-Ausbildung, danach steht dir der Weg zur Pflegefachkraft offen.
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
ca. 1.230–1.430 €
2. Ausbildungsjahr
ca. 1.300–1.500 €
3. Ausbildungsjahr
ca. 1.400–1.600 €
Nach der Ausbildung
Einstieg nach TVöD-P
ca. 3.300–3.700 € brutto im Monat
Mit Fachweiterbildung oder Leitungsfunktion
ca. 4.000–5.200 € brutto im Monat
Dazu kommen Schicht-, Nacht- und Wochenendzuschläge, die einen erheblichen Teil ausmachen. Tarifgebundene Häuser zahlen deutlich besser als nicht gebundene.
Die Pflege gehört zu den bestbezahlten Ausbildungen überhaupt. Die genaue Höhe hängt vom Träger und Tarifvertrag ab.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Schichtdienst mit Nächten, Wochenenden und Feiertagen.
- Körperlich fordernd, und emotional erst recht.
- Personalmangel bedeutet oft zu wenig Zeit für zu viele Menschen.
- Sterben und Leid gehören dazu und lassen sich nicht abschütteln.
Besser als sein Ruf
- Eine der höchsten Ausbildungsvergütungen in Deutschland überhaupt.
- Ein Beruf, in dem man am Ende des Tages weiß, wofür man da war.
- Sichere Stelle in jeder Region, EU-weit anerkannt.
- Sehr viele Wege weiter: Fachweiterbildung, Leitung, Studium.
Passt zu dir, wenn …
- du gern eng mit Menschen arbeitest, auch wenn es ihnen schlecht geht
- du Verantwortung übernehmen willst statt nur zuzuarbeiten
- du im Team funktionierst und Übergaben ernst nimmst
- du körperlich fit bist und anpacken kannst
- du bei Medikamenten und Dokumentation lieber zweimal hinschaust
- du ruhig bleibst, wenn es ernst wird
- Menschenkontakt
- Körperliche Arbeit
- Kommunikation
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Fachweiterbildungen
Intensivpflege, Anästhesie, Onkologie oder Psychiatrie sind Fachweiterbildungen mit eigenem Abschluss.
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Praxisanleitung
Auszubildende anzuleiten ist eine Zusatzqualifikation, für die überall Leute gesucht werden.
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Stationsleitung
Über die Weiterbildung führst du ein Team und verantwortest Dienstplan und Abläufe.
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Studium
Pflegewissenschaft und Pflegemanagement bauen auf der Ausbildung auf.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Die Ausbildung ist seit 2020 generalistisch: Ein Abschluss für Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege. Damit kann man den Arbeitsbereich später wechseln, ohne eine neue Ausbildung zu machen. Vorher war das drei getrennte Berufe.
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Was alle wissen wollen
Was macht ein/e Pflegefachmann/-frau?
Du pflegst und versorgst Menschen jeden Alters: Pflegebedarf einschätzen und planen, Behandlungen durchführen, Medikamente verabreichen, Patienten begleiten und beraten, mit Ärzten und Therapeuten zusammenarbeiten.
Wie viel verdient man als Pflegefachmann/-frau?
In der Ausbildung liegt die Vergütung bei rund 1.230 bis 1.430 € im ersten Jahr und damit an der Spitze aller Ausbildungsberufe. Nach der Ausbildung gilt der TVöD-P oder ein vergleichbarer Tarif, mit Zulagen für Schicht, Nacht und Wochenende.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Drei Jahre. Sie ist seit 2020 generalistisch. Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege sind zusammengefasst.
Wo kann man danach arbeiten?
Im Krankenhaus, in der Altenpflege, in der ambulanten Pflege, in Praxen, Rehakliniken und in der Kinderkrankenpflege. Der Abschluss gilt in der ganzen EU.
Probier es einfach aus
Fünf Minuten, und du hast eine Richtung. Du kannst es so oft machen, wie du willst, und wir speichern nichts, was auf dich zurückführt.
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