Pharmakant/in
Pharma, Produktion & Qualität
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.172 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Chemie, Pharma & Labor
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Wirk- und Hilfsstoffe bereitstellen und prüfen
-
pharmazeutische Produktionsanlagen einrichten
-
Arzneiformen herstellen, mischen und dosieren
-
Inprozesskontrollen und Proben durchführen
-
Produkte verpacken und kennzeichnen
-
Anlagen reinigen und jeden Prozessschritt dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Wirk- und Hilfsstoffe bereitstellen und prüfen; pharmazeutische Produktionsanlagen einrichten; Arzneiformen herstellen, mischen und dosieren. Später kommen hinzu: Inprozesskontrollen und Proben durchführen; Produkte verpacken und kennzeichnen; Anlagen reinigen und jeden Prozessschritt dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in pharmazeutischen Produktionsbetrieben, Reinräumen, Verpackung, Qualitätskontrolle und technischen Betriebsbereichen.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
6:00 Uhr
Schichtübernahme, Linienfreigabe prüfen, Chargenunterlagen bereitlegen.
-
7:00 Uhr
Einwiegen im geschlossenen System.
Doppelte Kontrolle bei jedem Wirkstoff.
-
9:30 Uhr
Tablettierung läuft.
Gewicht, Härte und Bruchfestigkeit werden regelmäßig geprüft.
-
12:00 Uhr
Umrüsten auf das nächste Produkt: reinigen, freigeben lassen, Formate wechseln.
-
14:00 Uhr
Abfüllen und Verpacken, dazwischen Inprozesskontrollen.
-
16:00 Uhr
Chargendokumentation abschließen und übergeben.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in der pharmazeutischen Industrie
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss, Fachabitur oder Abitur ein. Hilfreich sind besonders Chemie, Biologie, Mathematik, Physik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Wahlqualifikationen
Mehrere Wahlqualifikationen passen die Ausbildung an Arzneiformen, Produktionsanlagen und Qualitätsaufgaben des Betriebs an.
– Herstellungsverfahren
– Verpackung
– Steriltechnik
– Qualitätssicherung
– Automatisierte Systeme
- pharmazeutische Stoffe und Arzneiformen verstehen
- Produktions- und Verpackungsanlagen bedienen
- Mischen, Granulieren, Tablettieren und Abfüllen
- sterile und hygienische Prozesse anwenden
- Inprozesskontrollen durchführen
- GMP-gerecht dokumentieren
- Wahlqualifikationen passend zur Produktion vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.172 €
2. Ausbildungsjahr
1.254 €
3. Ausbildungsjahr
1.308 €
4. Ausbildungsjahr
1.416 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.300–3.900 € brutto im Monat inklusive Schichtzuschlägen
Mit Meister oder in der Qualitätssicherung
ca. 4.300–5.500 € brutto im Monat
Die Pharmaindustrie folgt dem Chemietarif, mit Jahresleistung und Altersvorsorge. Schicht- und Nachtzuschläge kommen dazu. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Schichtmodell.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Region, Tarifbindung und Betrieb können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Schichtbetrieb ist die Regel, in vielen Werken vollkontinuierlich.
- Die Dokumentation ist umfangreich und wird kontrolliert. Ein Fehler darin kann eine ganze Charge kosten.
- Schutzkleidung, Schleusen und Hygieneregeln bestimmen den Tag.
- Die Abläufe sind streng vorgegeben. Eigene Wege gibt es nicht, und das ist auch richtig so.
Besser als sein Ruf
- Die Pharmaindustrie zahlt nach Chemietarif, und das gehört zu den besten Bedingungen im Land.
- Die Branche ist krisenfest: Arzneimittel werden immer gebraucht.
- Du stellst etwas her, das Menschen tatsächlich brauchen, und weißt am Ende der Schicht, wie viel.
- Meister- und Fachwirtwege sind gut ausgebaut und werden vom Betrieb gefördert.
Passt zu dir, wenn …
- du Medizin, Chemie und große Anlagen verbinden möchtest
- du Dokumentation und Hygiene sehr ernst nimmst
- du Prozesswerte und Produktqualität aufmerksam vergleichst
- du Schichtarbeit und Schutzkleidung akzeptieren kannst
- Technik
- Maschinen
- Genauigkeit
Nicht sicher?
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Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Anlagenverantwortung in der Produktion
Mit Erfahrung übernimmst du eine Fertigungslinie: Fahrweise, Umrüstung, Chargenverantwortung.
-
Industriemeister/in Pharmazie
Die Aufstiegsfortbildung des Berufs. Danach führst du eine Schicht und verantwortest Qualität und Dokumentation.
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Qualitätssicherung und GMP
Die gute Herstellungspraxis bestimmt jeden Handgriff. Wer sie beherrscht, arbeitet in der Qualitätssicherung und entscheidet über Freigaben.
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Sterilproduktion
Sterile Arzneiformen sind der anspruchsvollste Teil der Branche, mit eigenen Räumen, eigenen Regeln und eigener Vergütung.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Eine Arzneimittelcharge wird erst freigegeben, wenn die Dokumentation vollständig ist. Ist ein Eintrag nicht nachvollziehbar, gilt die Charge als nicht herstellbar, unabhängig davon, wie gut das Produkt geprüft wurde.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Pharmakant/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.170 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung zahlt die Pharmaindustrie nach Chemietarif, mit Schichtzuschlägen deutlich über dem Durchschnitt.
Was macht ein/e Pharmakant/in?
Du stellst Arzneimittel her: Wirkstoffe und Hilfsstoffe einwiegen, mischen, granulieren, tablettieren, abfüllen und verpacken, Anlagen bedienen und jede Charge lückenlos dokumentieren.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Wie streng ist die Dokumentation?
Sehr streng. Jeder Schritt wird zeitnah und unterschrieben festgehalten. Eine Charge ohne vollständige Dokumentation darf nicht freigegeben werden, auch wenn das Produkt einwandfrei ist.
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