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Medizinische/r Dokumentar/in

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In dieser Ausbildung arbeitest du an medizinische Klassifikation, Statistik und Informationsmanagement. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.

Medizinische Daten, Dokumentation & Information

Dauer
2 Jahre
Finanzierung
Meist ohne Vergütung
Ausbildungsart
Schulische Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • medizinische Unterlagen und Daten erfassen

  • Diagnosen, Leistungen oder Studieninformationen codieren

  • Datenbanken und Dokumentationssysteme pflegen

  • Qualität und Vollständigkeit prüfen

  • Auswertungen und Berichte vorbereiten

  • Datenschutz und Archivierung sicherstellen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um medizinische Klassifikation, Statistik und Informationsmanagement, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Kliniken, Forschung, Krebsregistern, Pharmaunternehmen, Versicherungen oder medizinischen Dokumentationsstellen.

Ein Tag als Medizinische/r Dokumentar/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:00 Uhr

    Neue Fälle sichten und Vollständigkeit prüfen.

  2. 9:00 Uhr

    Diagnosen und Prozeduren nach Klassifikation verschlüsseln.

  3. 11:00 Uhr

    Rückfragen an die Station klären: Was steht wirklich in der Akte?

  4. 13:00 Uhr

    Studiendaten eingeben und gegen die Quelle prüfen.

  5. 15:00 Uhr

    Auswertung erstellen und Plausibilitäten kontrollieren.

  6. 16:30 Uhr

    Datenschutzdokumentation aktualisieren.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    landesrechtlich geregelt

    vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen

    landesabhängig meist 24 Monate; kombinierte Bildungsgänge können länger dauern

    Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

    Praxisanteil: verpflichtende Praktika oder Praxisphasen sind Bestandteil; Umfang ist schul- und landesabhängig

  • Zugang und Voraussetzungen

    Meistens brauchst du einen mittleren Schulabschluss. Die genauen Voraussetzungen erfährst du direkt bei der Schule, sie unterscheiden sich je nach Bundesland.

    Zugang, Dauer, Abschlussbezeichnung und Schulangebot können sich zwischen den Bundesländern unterscheiden.

    Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

  • Ausbildungsvarianten

    Der Bildungsgang ist bereits als eigenes schulisches Berufsprofil geführt. Inhalte, Schwerpunkte und Zusatzabschlüsse können sich bei landesrechtlichen Ausbildungen nach Bundesland und Schule unterscheiden.

  • medizinische Fachsprache verstehen
  • Dokumentations- und Klassifikationssysteme anwenden
  • Datenbanken und Statistik nutzen
  • klinische oder wissenschaftliche Daten erfassen
  • Qualität und Plausibilität kontrollieren
  • Datenschutz und Informationssicherheit beachten
  • Auswertungen und Berichte erstellen
Geld

Was die Ausbildung kostet

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.900–3.300 € brutto im Monat

In klinischen Studien oder im Controlling

ca. 3.600–4.700 € brutto im Monat

Pharmaunternehmen und Auftragsforschungsinstitute zahlen am oberen Rand; Kliniken nach TVöD.

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Keine Vergütung während der Ausbildung, teils Schulgeld.
  • Sehr genaue Arbeit; ein Kodierfehler verändert Statistik und Abrechnung.
  • Viel Bildschirmarbeit und wenig Bewegung.
  • Der Beruf ist unbekannt und muss oft erklärt werden.

Besser als sein Ruf

  • Ohne saubere Daten gibt es keine Studie und keine Abrechnung.
  • Sehr gute Aussichten in Kliniken, Registern und der Pharmabranche.
  • Ruhige, geregelte Arbeit ohne Schichtdienst.
  • Ein guter Startpunkt für ein Studium der medizinischen Informatik.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Medizin und Daten verbinden möchtest
  • du sehr genau und ausdauernd arbeitest
  • du komplexe Informationen systematisch ordnest
  • du Datenschutz ernst nimmst
  • Mathematik
  • Computer & IT
  • Genauigkeit
  • Analytisches Denken

Nicht sicher?

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Klinische Studien

    Daten aus Arzneimittelstudien erfassen und prüfen. Ein gut bezahltes Feld.

  • Krebsregister

    Tumordaten erfassen und auswerten, mit gesetzlichem Auftrag.

  • Medizincontrolling

    Kodierung und Abrechnung von Klinikfällen prüfen.

  • Studium

    Medizinische Informatik oder Dokumentation lassen sich anschließen.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Diagnosen werden nicht in Worten dokumentiert, sondern in Schlüsseln: Die ICD-Klassifikation ordnet jeder Erkrankung einen Code zu, weltweit einheitlich. Erst dadurch lassen sich Krankheitsverläufe über Länder und Jahrzehnte hinweg vergleichen.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Medizinische/r Dokumentar/in?

Du strukturierst medizinische Daten: Befunde und Diagnosen verschlüsseln, Register und Datenbanken pflegen, Studiendaten erfassen und prüfen, Auswertungen erstellen, Datenschutz sichern.

Wie wird man Medizinische/r Dokumentar/in?

Über eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung, meist an einer Fachschule. Dauer und Bezeichnung unterscheiden sich zwischen den Bundesländern; daneben gibt es Studiengänge.

Gibt es eine Ausbildungsvergütung?

In der Regel nicht, weil es eine schulische Ausbildung ist. Schüler-BAföG kann in Frage kommen; private Schulen erheben Schulgeld.

Was ist der Unterschied zum Dokumentationsassistenten?

Der Assistenzberuf ist kürzer und stärker auf die Erfassung ausgerichtet. Der Dokumentar arbeitet zusätzlich an Auswertung, Aufbau und Qualität der Daten.

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