Mechatroniker/in
Mechanik, Elektronik & Automation
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.224 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Elektro
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
mechanische und elektrische Baugruppen montieren
-
Leitungen, Sensoren und Antriebe anschließen
-
Steuerungen konfigurieren und Funktionen testen
-
Maschinen und Anlagen in Betrieb nehmen
-
Störungen messen und systematisch beheben
-
Anlagen warten, umbauen und dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: mechanische und elektrische Baugruppen montieren; Leitungen, Sensoren und Antriebe anschließen; Steuerungen konfigurieren und Funktionen testen. Später kommen hinzu: Maschinen und Anlagen in Betrieb nehmen; Störungen messen und systematisch beheben; Anlagen warten, umbauen und dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest im Maschinen- und Anlagenbau, in Automobil-, Elektro-, Chemie-, Logistik- oder Produktionsunternehmen sowie bei technischen Dienstleistern.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:00 Uhr
Montagezeichnung und Stückliste durchgehen, Bauteile bereitlegen.
-
8:30 Uhr
Mechanischer Aufbau: Rahmen, Führungen, Antriebe ausrichten.
Hier zählt jeder Zehntelmillimeter.
-
11:00 Uhr
Verdrahten und Sensorik anschließen.
-
13:00 Uhr
Erste Bewegung im Handbetrieb.
Alles einzeln prüfen, bevor der Ablauf startet.
-
15:00 Uhr
Fehlersuche: Ein Endschalter meldet zu früh, und die Ursache liegt mechanisch.
-
16:30 Uhr
Prüfprotokoll und Übergabe an die Endabnahme.
So läuft die Ausbildung
-
Form und Dauer
Duale Ausbildung in der Industrie
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Physik, Mathematik, Werken/Technik, Informatik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Monoberuf
Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.
- Metall bearbeiten und Baugruppen montieren
- elektrische und elektronische Komponenten installieren
- Pneumatik, Hydraulik und Antriebe einsetzen
- Steuerungen programmieren und konfigurieren
- Mess-, Prüf- und Diagnosetechnik anwenden
- Maschinen in Betrieb nehmen und instand halten
- Sicherheit, Netzwerke und Dokumentation berücksichtigen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.224 €
2. Ausbildungsjahr
1.297 €
3. Ausbildungsjahr
1.387 €
4. Ausbildungsjahr
1.472 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 3.100–3.700 € brutto im Monat
Im Service, mit Meister oder Techniker
ca. 4.200–5.500 € brutto im Monat
Die Metall- und Elektroindustrie zahlt nach Flächentarif. Im Außendienst kommen Auslösen und Reisezeiten dazu, und die machen einen erheblichen Unterschied. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und Reiseanteil.
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026
Industriezweig und Tarifgebiet können abweichen.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Der Beruf verlangt zwei Fachgebiete gleichzeitig. Wer nur eines mag, hat es schwer.
- Im Service bist du unterwegs, oft wochenweise und mit Termindruck vor Ort.
- Montagearbeit ist körperlich: heben, ausrichten, über Kopf arbeiten.
- Bei einem Maschinenstillstand liegt der Druck auf dir, und die Uhr läuft sichtbar mit.
Besser als sein Ruf
- Die Kombination aus Mechanik und Elektrik ist auf dem Arbeitsmarkt selten und wird entsprechend bezahlt.
- Du baust ganze Maschinen auf und siehst am Ende, dass sie läuft.
- Die Metall- und Elektroindustrie zahlt nach Tarif, mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
- Der Beruf öffnet Türen in Service, Konstruktion, Automatisierung und Führung.
Passt zu dir, wenn …
- du Mechanik, Elektronik und Programmierung verbinden möchtest
- du komplexe Fehler geduldig untersuchst
- du praktisch montierst und digital diagnostizierst
- du im Team mit mehreren Fachrichtungen arbeitest
- Technik
- Handwerk
- Mathematik
- Maschinen
- Räumliches Denken
Nicht sicher?
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
-
Industriemeister/in Mechatronik
Die Aufstiegsfortbildung des Berufs. Danach führst du ein Team in Montage oder Instandhaltung und verantwortest Termine und Qualität.
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Inbetriebnahme und Service beim Kunden
Maschinen aufbauen, einfahren und übergeben, oft weltweit. Reisetätigkeit gegen deutlich höheres Einkommen.
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Techniker/in für Mechatronik
Über eine Fachschule kommst du in Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Projektierung.
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Robotik und Anlagenoptimierung
Wer Roboterzellen einrichten und Taktzeiten verbessern kann, wird in der Fertigung besonders gesucht.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Der Beruf wurde 1998 geschaffen, weil Maschinen sich nicht mehr in Mechanik und Elektrik trennen ließen. Er war damit einer der ersten Ausbildungsberufe, die ausdrücklich aus zwei alten zusammengesetzt wurden.
Unternehmen mit diesem Beruf
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Hans WEBER Maschinenfabrik GmbH
96317 Kronach
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Mechatroniker/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung in tarifgebundenen Betrieben bei rund 1.220 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg deutlich über dem Durchschnitt, im Servicebereich mit Reisezulagen noch darüber.
Was ist der Unterschied zwischen Mechatroniker/in und Elektroniker/in?
Der Mechatroniker deckt Mechanik und Elektrik gleichermaßen ab und baut ganze Maschinen auf. Der Elektroniker ist elektrisch tiefer und mechanisch weniger zuständig.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Muss ich programmieren können?
Grundlagen der Steuerungstechnik gehören dazu. Tiefe Programmierkenntnisse sind Sache der Automatisierungstechnik.
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