Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Autos, Diagnose & Hochvolttechnik
- Dauer
- 42 Monate
- Vergütung im 1. Jahr
- ca. 1.090–1.373 €
- Ausbildungsart
- Duale Ausbildung
- Berufsfeld
- Fahrzeugtechnik
Was du machst
Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.
-
Fahrzeuge und Systeme prüfen und diagnostizieren
-
Service- und Wartungsarbeiten durchführen
-
mechanische und elektrische Bauteile reparieren
-
Steuergeräte, Sensoren und Netzwerke testen
-
Fahrzeuge aus-, um- und nachrüsten
-
Sicherheits- und Funktionsprüfungen dokumentieren
So sieht dein Arbeitsalltag aus
Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Fahrzeuge und Systeme prüfen und diagnostizieren; Service- und Wartungsarbeiten durchführen; mechanische und elektrische Bauteile reparieren. Später kommen hinzu: Steuergeräte, Sensoren und Netzwerke testen; Fahrzeuge aus-, um- und nachrüsten; Sicherheits- und Funktionsprüfungen dokumentieren. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in Kfz-Werkstätten, Autohäusern, Fahrzeugherstellern, Fuhrparks, Prüf- und Servicebetrieben.
So läuft dein Tag
Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.
-
7:30 Uhr
Auftragsmappen durchgehen.
Was heute auf die Bühne kommt und in welcher Reihenfolge.
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8:00 Uhr
Inspektion.
Abarbeiten nach Herstellervorgabe, und was dabei auffällt, wird notiert.
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10:00 Uhr
Fehlersuche.
Ein Fahrzeug hat einen Fehler, der nur bei warmem Motor auftritt.
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12:30 Uhr
Bremsen und Fahrwerk an einem Nutzfahrzeug.
Hier zählt jedes Anzugsmoment.
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14:30 Uhr
Hochvoltfahrzeug: Freischalten, prüfen, Bauteil tauschen.
Ohne Qualifikation darf das niemand.
-
16:30 Uhr
Probefahrt, Auftrag abschließen, Arbeitsplatz aufräumen.
So läuft die Ausbildung
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Form und Dauer
Duale Ausbildung in Handwerk und Industrie
42 Monate
Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.
Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.
-
Welchen Abschluss du brauchst
Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Physik, Mathematik, Informatik.
Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.
-
Schwerpunkte
Der Schwerpunkt richtet die Ausbildung auf bestimmte Fahrzeugarten oder technische Systeme aus; Diagnose, Service und Sicherheit bleiben gemeinsame Grundlagen.
– Personenkraftwagentechnik
– Nutzfahrzeugtechnik
– Motorradtechnik
– System- und Hochvolttechnik
– Karosserietechnik
- Fahrzeugtechnik, Elektrik und Elektronik verstehen
- Diagnose- und Messsysteme einsetzen
- Motor, Fahrwerk, Bremse und Antrieb warten
- Steuergeräte und vernetzte Systeme prüfen
- Hochvolt- und alternative Antriebstechnik sicher bearbeiten
- Bauteile reparieren und Fahrzeuge ausrüsten
- einen der fünf Schwerpunkte vertiefen
Was du verdienst
Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.
1. Ausbildungsjahr
1.090–1.373 €
2. Ausbildungsjahr
1.148–1.408 €
3. Ausbildungsjahr
1.222–1.489 €
4. Ausbildungsjahr
1.285–1.563 €
Nach der Ausbildung
Einstieg
ca. 2.500–3.000 € brutto im Monat
Mit Meisterbrief oder Hochvoltqualifikation
ca. 3.200–4.300 € brutto im Monat
Der größte Unterschied liegt zwischen freier Werkstatt, Markenbetrieb und Hersteller. Tarifgebundene Betriebe zahlen deutlich besser. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und nach den angebotenen Zusatzqualifikationen.
Beispielhafte Vergütungsspanne 2026, brutto pro Monat
Schwerpunkt, Bundesland und Ausbildung in Handwerk oder Industrie bestimmen den konkreten Wert.
Beides gehört dazu
Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.
Ehrlich anstrengend
- Öl, Dreck und Kälte in der Halle. Saubere Hände hat in diesem Beruf niemand.
- Du arbeitest oft über Kopf oder in ungünstiger Haltung, und das merkt der Rücken nach Jahren.
- Der Zeitdruck ist real: Für jeden Auftrag steht eine Vorgabezeit im System.
- Was du gestern gelernt hast, reicht in fünf Jahren nicht mehr. Der Beruf verlangt ständige Weiterbildung.
Besser als sein Ruf
- Der Beruf ist längst Elektronik und Software, nicht nur Mechanik. Wer das mag, findet hier ein anspruchsvolles Feld.
- Kfz-Betriebe suchen überall Fachkräfte. Eine Stelle zu finden ist selten das Problem.
- Der Meisterbrief ist ein realistischer Weg zur eigenen Werkstatt.
- Du siehst am Ende jedes Auftrags, dass etwas wieder funktioniert, das vorher nicht funktioniert hat.
Passt zu dir, wenn …
- du Mechanik, Elektronik und Computerdiagnose verbinden möchtest
- du Fehler systematisch suchst
- du sorgfältig an sicherheitsrelevanten Systemen arbeitest
- du neue Antriebe und Fahrzeugsoftware interessant findest
- Technik
- Handwerk
- Maschinen
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Passenden Beruf findenDas kannst du daraus machen
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.
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Meister/in im Kfz-Techniker-Handwerk
Das Kfz-Handwerk ist meisterpflichtig. Mit dem Meisterbrief darfst du eine Werkstatt führen, ausbilden und übernimmst Kalkulation und Kundengespräche.
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Hochvolttechnik und Elektromobilität
Arbeiten an Hochvoltsystemen setzt eine eigene Qualifikation voraus. Wer sie hat, wird in jeder Werkstatt gebraucht, und die Zahl der Elektrofahrzeuge steigt weiter.
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Diagnose und Fahrzeugelektronik
Moderne Fehlersuche läuft über Steuergeräte, Bussysteme und Messtechnik. Wer das beherrscht, bekommt die Fälle, an denen andere scheitern.
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Serviceberatung
Der Wechsel von der Hebebühne an den Empfang: Aufträge aufnehmen, Kosten erklären, Termine halten. Körperlich leichter und in vielen Häusern besser bezahlt.
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Techniker/in für Fahrzeugtechnik
Über eine Fachschule kommst du in Entwicklung, Prüfwesen oder technischen Innendienst bei Herstellern und Zulieferern.
Das wusstest du wahrscheinlich nicht
Arbeiten an Hochvoltsystemen darf nur, wer dafür eigens qualifiziert ist. Der Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik wurde genau dafür in die Ausbildungsordnung aufgenommen.
Was alle wissen wollen
Wie viel verdient man als Kraftfahrzeugmechatroniker/in?
In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Bundesland und Tarifbindung meist zwischen rund 1.090 und 1.370 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Handwerk niedriger als bei Herstellern und Zulieferern; mit dem Meisterbrief steigt er deutlich.
Welche Schwerpunkte gibt es bei Kraftfahrzeugmechatroniker/in?
Fünf: Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, Karosserietechnik und System- und Hochvolttechnik. Der Betrieb legt den Schwerpunkt fest.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Dreieinhalb Jahre. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Ist der Beruf mit Elektroautos am Ende?
Nein, er verändert sich. Elektrofahrzeuge brauchen weniger Ölwechsel und mehr Diagnose, Hochvoltarbeit und Software. Wer sich darauf einlässt, hat mehr Möglichkeiten als vorher.
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