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Industriemechaniker/in

Arbeitssituation im Beruf Industriemechaniker/in
Du baust, wartest und reparierst Maschinen und Produktionsanlagen. Mechanik, Pneumatik, Hydraulik, Montage und systematische Fehlersuche sorgen dafür, dass die Produktion zuverlässig läuft.

Industrie, Maschinen & Instandhaltung

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ca. 1.221 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Bauteile nach Zeichnung fertigen und bearbeiten

  • Maschinen und Baugruppen montieren

  • Pneumatik- und Hydrauliksysteme einbauen

  • Anlagen einrichten und Funktionen prüfen

  • Wartungen und Inspektionen durchführen

  • Störungen analysieren und Bauteile instand setzen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Du übernimmst einen Montage- oder Instandhaltungsauftrag und prüfst Zeichnung, Anlage und Sicherheitsfreigabe. Bauteile werden gefertigt, angepasst oder ausgetauscht und Baugruppen montiert. Bei einer Störung untersuchst du Geräusch, Spiel, Druck, Temperatur und Messwerte. Nach der Reparatur richtest du die Anlage aus und testest sie unter sicheren Bedingungen. Arbeiten und Teile werden dokumentiert.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Maschinenbau, Automobil-, Chemie-, Lebensmittel-, Metall-, Elektro- oder nahezu jeder produzierenden Industrie.

Ein Tag als Industriemechaniker/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 6:00 Uhr

    Schichtübergabe: Welche Anlage lief nicht, was ist offen?

  2. 6:30 Uhr

    Störung an einer Verpackungslinie suchen: Mechanik, Pneumatik oder Sensor?

  3. 9:00 Uhr

    Ersatzteil aus dem Lager holen, Lager wechseln, Ausrichtung prüfen.

  4. 11:30 Uhr

    Wartungsplan abarbeiten: schmieren, messen, dokumentieren.

  5. 13:30 Uhr

    Bauteil an der Drehmaschine anfertigen, weil das Original nicht lieferbar ist.

  6. 15:30 Uhr

    Anlage anfahren, Werte prüfen, Übergabe schreiben.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in der Industrie

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen mit mittlerem Abschluss ein. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Physik, Mathematik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Metall manuell und maschinell bearbeiten
  • Bauteile und Baugruppen montieren
  • Pneumatik, Hydraulik und Antriebe anwenden
  • Maschinen einrichten und in Betrieb nehmen
  • Wartung und vorbeugende Instandhaltung durchführen
  • Störungen systematisch diagnostizieren
  • digitale Instandhaltung und betriebliche Einsatzgebiete nutzen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

1221 €

2. Ausbildungsjahr

1287 €

3. Ausbildungsjahr

1375 €

4. Ausbildungsjahr

1452 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 3.000–3.600 € brutto im Monat

In der Instandhaltung mit Schicht oder als Meister

ca. 4.000–5.500 € brutto im Monat

In der tarifgebundenen Metall- und Elektroindustrie kommen Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Schichtzulagen dazu. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung.

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025, veröffentlicht 2026

Die Werte sind bundesweite tarifliche Durchschnittswerte. Region, Branche und Tarifbindung können zu Abweichungen führen.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Schichtbetrieb ist in der Instandhaltung die Regel.
  • Wenn eine Anlage steht, warten alle auf dich, und das spürt man.
  • Öl, Lärm und enge Stellen an Maschinen gehören dazu.
  • Rufbereitschaft an Wochenenden ist in vielen Betrieben üblich.

Besser als sein Ruf

  • Einer der gefragtesten gewerblichen Berufe überhaupt.
  • Sehr gute Bezahlung in tarifgebundener Industrie.
  • Störungssuche ist Denkarbeit, nicht Schrauberei.
  • Aufstiegswege bis Meister und Techniker sind klar und werden gefördert.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Maschinen wirklich verstehen und reparieren möchtest
  • du handwerklich genau und logisch arbeitest
  • du bei Anlagenstillstand ruhig nach Ursachen suchst
  • du Teamarbeit mit eigenständiger Verantwortung verbinden kannst
  • Technik
  • Handwerk
  • Maschinen

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Industriemeister Metall

    Die Aufstiegsfortbildung ist der Standardweg in Schicht- und Bereichsleitung.

  • Instandhaltung

    Anlagen am Laufen zu halten ist der Kern des Berufs, und in jedem Werk gefragt.

  • Techniker für Maschinentechnik

    Über die Fachschule geht es in Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Projektarbeit.

  • Servicetechniker im Außendienst

    Maschinen beim Kunden montieren und in Betrieb nehmen, oft weltweit.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Die meisten Anlagenstörungen sind nicht kaputte Teile, sondern Verschleiß, der sich angekündigt hat. Deshalb wird heute mit Schwingungs- und Temperaturmessung überwacht: Ein Lager meldet sein Ende Wochen vorher, wenn jemand hinhört.

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Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Industriemechaniker/in?

Du baust, wartest und reparierst Maschinen und Anlagen: Bauteile fertigen, Baugruppen montieren, Anlagen in Betrieb nehmen, Störungen suchen und beheben, Wartungspläne abarbeiten.

Wie viel verdient man als Industriemechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die tarifliche Vergütung bei rund 1.221 € im ersten Jahr, in der Metall- und Elektroindustrie oft darüber. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt über vielen gewerblichen Berufen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Dreieinhalb Jahre, Verkürzung bei guten Leistungen möglich.

Welche Einsatzgebiete gibt es?

Instandhaltung, Produktionstechnik, Maschinen- und Anlagenbau sowie Feingerätebau. Der Betrieb legt den Schwerpunkt fest.

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