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Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in

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In dieser Ausbildung arbeitest du an Massage, physikalische Therapie und medizinische Bäder. Theorie, praktische Übungen und Praxiseinsätze greifen ineinander – der genaue Ablauf hängt bei landesrechtlichen Bildungsgängen von Bundesland und Schule ab.

Therapie, Rehabilitation & Bewegung

Dauer
30 Monate
Finanzierung
Meist ohne Vergütung
Ausbildungsart
Schulische Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Fähigkeiten, Beschwerden und Ziele erfassen

  • Therapie- oder Übungsplan vorbereiten

  • Behandlungen und Übungen anleiten

  • Hilfsmittel und therapeutische Geräte einsetzen

  • Verlauf und Reaktionen beobachten

  • Ergebnisse dokumentieren und im Team abstimmen

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Der Tag beginnt je nach Lernort mit Unterricht, Labor, Werkstatt, Training oder einem Praxiseinsatz. Du planst Aufgaben rund um Massage, physikalische Therapie und medizinische Bäder, arbeitest nach fachlichen Vorgaben und hältst Ergebnisse fest. In Praxisphasen übernimmst du schrittweise echte Aufgaben unter Anleitung. Wichtig ist, dass du Rückmeldungen nutzt, Sicherheits- und Qualitätsregeln einhältst und Theorie auf konkrete Situationen überträgst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Praxen, Kliniken, Reha-Einrichtungen, Förderzentren, Pflegeeinrichtungen oder spezialisierten Therapieangeboten.

Ein Tag als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 8:00 Uhr

    Erste Behandlung: klassische Massage nach Verordnung.

  2. 9:00 Uhr

    Lymphdrainage nach Operation, Ödem beobachten.

  3. 11:00 Uhr

    Fangopackung vorbereiten und Wärmeanwendung durchführen.

  4. 13:00 Uhr

    Elektrotherapie einstellen und überwachen.

  5. 15:00 Uhr

    Patienten anleiten: Übungen und Selbsthilfe zeigen.

  6. 17:00 Uhr

    Dokumentation und Abrechnung vorbereiten.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    bundesrechtlich geregelt

    vollzeitschulische Ausbildung mit verpflichtenden Praxisphasen

    30 Monate einschließlich Anerkennungspraktikum

    Lernorte: Berufsfachschule oder Fachschule sowie Praktikums- beziehungsweise Praxiseinrichtungen

    Praxisanteil: praktische Ausbildung beziehungsweise Praktika in Praxen, Kliniken oder Apotheken

  • Zugang und Voraussetzungen

    Du brauchst mindestens einen Hauptschulabschluss. Dazu kommt der Nachweis, dass du gesundheitlich geeignet bist.

    Bundesweit einheitliche Berufs- und Prüfungsregelung; Schulstandorte und Bewerbungsfristen unterscheiden sich regional.

    Abschluss: staatlich geprüfter oder staatlich anerkannter Berufsabschluss; genaue Bezeichnung ist landes- oder bundesrechtlich festgelegt

  • Ausbildungsvarianten

    Der Berufsabschluss ist bundesrechtlich geregelt. Schulen können Lernangebote und Praxiskonzepte unterschiedlich organisieren, der staatliche Abschluss bleibt bundesweit vergleichbar.

  • Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre verstehen
  • Befunde erheben und Therapieziele ableiten
  • Behandlungstechniken sicher anwenden
  • Patienten anleiten und motivieren
  • Hilfsmittel und Geräte einsetzen
  • Therapieverlauf dokumentieren
  • mit Medizin, Pflege und Angehörigen zusammenarbeiten
Geld

Was die Ausbildung kostet

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.400–2.800 € brutto im Monat

In der Klinik nach TVöD oder mit Zertifikaten

ca. 3.000–3.800 € brutto im Monat

Manuelle Lymphdrainage ist die wirtschaftlich wichtigste Zusatzqualifikation.

Modell: vollzeitschulische oder fachschulische Ausbildung mit Praktika Ausbildungsvergütung: meist keine laufende Ausbildungsvergütung; Praxisphasen können im Einzelfall bezahlt sein Schulgeld: öffentliche Schulen häufig schulgeldfrei; private Schulen können Gebühren verlangen Förderung: Schüler-BAföG, Aufstiegs-BAföG oder Landesförderung können je nach Bildungsgang möglich sein

Kosten und Förderung unterscheiden sich nach Bundesland, Schule und persönlicher Situation.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Keine Vergütung während der schulischen Zeit, oft Schulgeld.
  • Körperlich fordernd: Massieren geht in Hände, Arme und Rücken.
  • Der Verdienst liegt unter dem der Physiotherapie.
  • Enge Taktung in Praxen.

Besser als sein Ruf

  • Ein staatlich anerkannter Gesundheitsberuf mit Kassenabrechnung.
  • Zweieinhalb Jahre und danach ein klarer Weg in die Physiotherapie.
  • Lymphdrainage ist gefragt und wird gut vergütet.
  • Du hilfst Menschen unmittelbar, und sie sagen es dir.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Menschen geduldig zu Fortschritten begleitest
  • du Bewegung, Wahrnehmung oder Alltagshandlungen analysierst
  • du kreativ auf individuelle Bedürfnisse reagierst
  • du körperlichen Kontakt professionell gestaltest
  • Menschenkontakt
  • Körperliche Arbeit

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Manuelle Lymphdrainage

    Eine abrechenbare Zertifikatsposition mit großer Nachfrage.

  • Physiotherapie anschließen

    Mit Verkürzung ist der Weg zum Physiotherapeuten offen.

  • Klinik und Reha

    Feste Stellen mit Tarif und geregelten Zeiten.

  • Eigene Praxis

    Mit Kassenzulassung lassen sich Massagen und Lymphdrainage abrechnen.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Manuelle Lymphdrainage arbeitet mit sehr leichtem Druck: Zu kräftiger Griff drückt die feinen Lymphgefäße zu und macht die Behandlung wirkungslos. Die Technik ist deshalb das Gegenteil einer klassischen Massage, und muss eigens gelernt werden.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in?

Du behandelst mit Massage und physikalischen Mitteln: klassische Massagen, Lymphdrainage, Wärme- und Kälteanwendungen, Bäder und Elektrotherapie, dazu Befund und Dokumentation.

Wie viel verdient man als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in?

In der Ausbildung gibt es meist keine Vergütung, weil sie schulisch ist; das anschließende Praktikum wird teils vergütet. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst in Kliniken nach TVöD, in Praxen darunter.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Zweieinhalb Jahre: zwei Jahre Schule und ein halbes Jahr Praktikum.

Kann man danach Physiotherapeut werden?

Ja, die Ausbildung lässt sich verkürzt anschließen. Viele nutzen genau diesen Weg.

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