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Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

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Du reparierst Unfallschäden, fertigst Fahrzeugaufbauten oder baust Caravans und Reisemobile aus. Metall, Kunststoffe, Elektrik und moderne Fahrzeugsysteme greifen dabei ineinander.

Fahrzeuge, Karosserie & Konstruktion

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ca. 998–1.373 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Fahrzeuge und Schäden prüfen und vermessen

  • Karosserie- und Aufbauteile herstellen und anpassen

  • Bauteile schweißen, kleben, nieten und montieren

  • Fahrwerk, Elektrik und mechatronische Systeme einbauen

  • Oberflächen vorbereiten und Korrosionsschutz herstellen

  • Funktionen prüfen und Fahrzeuge an die Kundschaft übergeben

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Fahrzeuge und Schäden prüfen und vermessen; Karosserie- und Aufbauteile herstellen und anpassen; Bauteile schweißen, kleben, nieten und montieren. Später kommen hinzu: Fahrwerk, Elektrik und mechatronische Systeme einbauen; Oberflächen vorbereiten und Korrosionsschutz herstellen; Funktionen prüfen und Fahrzeuge an die Kundschaft übergeben. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Karosserie- und Fahrzeugbaubetrieben, Reparaturwerkstätten, bei Nutzfahrzeug- oder Caravanherstellern sowie in industriellen Fahrzeugbaubetrieben.

Ein Tag als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:30 Uhr

    Schadenaufnahme.

    Ein Fahrzeug kommt vom Unfall, und zuerst wird vermessen, ob der Rahmen steht.

  2. 9:00 Uhr

    Richtbank.

    Millimeterarbeit, und die Sollwerte kommen vom Hersteller.

  3. 11:00 Uhr

    Blechteil trennen und neu einsetzen.

    Bei Aluminium ist die Werkzeugwahl vorgeschrieben.

  4. 13:00 Uhr

    Klebeverbindung setzen.

    Aushärtezeiten sind kein Vorschlag.

  5. 15:00 Uhr

    Anbauteile montieren, Spaltmaße prüfen, Türen einstellen.

  6. 16:30 Uhr

    Fahrzeug an die Lackiererei übergeben und den Auftrag dokumentieren.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung in Handwerk, Industrie und Handel

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Informatik.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Fachrichtungen

    Die Fachrichtung bestimmt, ob Reparatur und Rückverformung, der Bau von Fahrzeugen und Aufbauten oder Ausbau und Technik von Caravans und Reisemobilen im Mittelpunkt stehen.

    – Caravan- und Reisemobiltechnik

    – Karosserieinstandhaltungstechnik

    – Karosserie- und Fahrzeugbautechnik

  • technische Zeichnungen und Reparaturvorgaben nutzen
  • Metalle, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe bearbeiten
  • Fahrzeugkarosserien richten, trennen und verbinden
  • elektrische, hydraulische und pneumatische Systeme montieren
  • Mess-, Diagnose- und Richtsysteme einsetzen
  • Oberflächen schützen und Qualität kontrollieren
  • eine der drei Fachrichtungen vertiefen
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

998–1.373 €

2. Ausbildungsjahr

1.038–1.408 €

3. Ausbildungsjahr

1.131–1.489 €

4. Ausbildungsjahr

1.188–1.563 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.500–3.000 € brutto im Monat

Mit Meisterbrief oder im Gutachterbereich

ca. 3.300–4.400 € brutto im Monat

Fahrzeugbaubetriebe und Nutzfahrzeugwerkstätten zahlen häufig besser als kleine Karosseriebetriebe. Frag im Bewerbungsgespräch nach Tarifbindung und danach, welche Fügetechniken der Betrieb beherrscht.

Beispielhafte Vergütungsspannen 2026, brutto pro Monat

Die Spanne umfasst handwerkliche und industrielle Ausbildungsbetriebe; Bundesland und Tarifbindung sind entscheidend.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Lärm, Staub und Schleifstaub den ganzen Tag, dazu Schweißrauch.
  • Blech und Aufbauten sind schwer, und du arbeitest oft in unbequemer Haltung.
  • Ein falsch gerichteter Rahmen ist ein Sicherheitsproblem. Der Anspruch an Genauigkeit ist hoch.
  • Der Beruf ist unbekannter als der Kfz-Mechatroniker, obwohl er anspruchsvoller im Werkstoff ist.

Besser als sein Ruf

  • Du siehst am Ende ein Fahrzeug, das vorher nicht mehr fahrbar war.
  • Moderne Karosserien verlangen Aluminium, hochfesten Stahl und Klebetechnik. Das ist Facharbeit auf hohem Niveau.
  • Der Meisterbrief öffnet den Weg in die Selbstständigkeit und in die Schadenbegutachtung.
  • Fahrzeugbau mit Sonderaufbauten ist Einzelstückfertigung, und die gibt es in kaum einem anderen Beruf noch.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Fahrzeuge und präzises Metallhandwerk verbinden möchtest
  • du räumlich denkst und Schäden systematisch beurteilst
  • du moderne Diagnose und praktische Reparatur gleichermaßen magst
  • du Verantwortung für verkehrssichere Fahrzeuge ernst nimmst
  • Technik
  • Handwerk
  • Maschinen
  • Körperliche Arbeit
  • Räumliches Denken

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in im Karosserie- und Fahrzeugbauerhandwerk

    Das Handwerk ist meisterpflichtig. Mit dem Meisterbrief führst du einen eigenen Betrieb, bildest aus und rechnest Schäden ab.

  • Schadengutachten und Kalkulation

    Wer beurteilen kann, was eine Reparatur kostet und ob sie sich lohnt, arbeitet für Werkstätten, Versicherungen oder Sachverständigenbüros.

  • Klebe- und Fügetechnik für moderne Karosserien

    Aluminium, hochfeste Stähle und Verbundwerkstoffe lassen sich nicht mehr einfach schweißen. Wer die vorgeschriebenen Verfahren beherrscht, ist unersetzlich.

  • Fahrzeugbau und Sonderaufbauten

    Feuerwehr, Rettungsdienst, Kommunaltechnik, Anhänger: Aufbauten sind ein eigener Markt mit Einzelstücken statt Serienreparatur.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Nach einem Unfall wird die Karosserie auf einer Richtbank gegen die Sollwerte des Herstellers vermessen. Abweichungen von wenigen Millimetern entscheiden darüber, ob ein Fahrzeug repariert oder abgeschrieben wird.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Wie viel verdient man als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Bundesland und Tarifbindung meist zwischen rund 1.000 und 1.370 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung liegt der Einstieg im Handwerk; mit dem Meisterbrief oder als Gutachter steigt er deutlich.

Welche Fachrichtungen gibt es bei Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in?

Drei: Karosserieinstandhaltungstechnik, Karosserie- und Fahrzeugbautechnik sowie Fahrzeugbautechnik. Der Betrieb legt die Richtung mit dem Vertrag fest.

Ist das dasselbe wie Kfz-Mechatroniker?

Nein. Der Kfz-Mechatroniker arbeitet an Antrieb, Fahrwerk und Elektronik. Du arbeitest an Struktur, Blech, Rahmen und Aufbau.

Muss ich schweißen können?

Nicht vorher. Schweißen, Kleben, Nieten und Richten lernst du in der Ausbildung, und für moderne Werkstoffe gibt es eigene Verfahren mit eigenen Nachweisen.

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