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Klempner/in

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Du formst Bleche zu Bauteilen für Dächer, Fassaden, Entwässerungen und Lüftungen. Genaues Aufmaß, räumliche Formen und dauerhaft dichte Verbindungen sind entscheidend.

Metall, Dach & Gebäudehülle

Dauer
42 Monate
Vergütung im 1. Jahr
ca. 900–1.200 €
Ausbildungsart
Duale Ausbildung
Dein Job

Was du machst

Das sind die Aufgaben, die deinen Alltag ausmachen.

  • Baustellen, Maße und technische Zeichnungen prüfen

  • Bleche und Profile zuschneiden und umformen

  • Dachrinnen, Rohre, Abdeckungen und Fassadenteile herstellen

  • Bauteile löten, falzen, schweißen und montieren

  • Anschlüsse und Durchdringungen dauerhaft abdichten

  • Bauteile warten, reparieren und Kunden beraten

So sieht dein Arbeitsalltag aus

Zu Beginn prüfst du Auftrag, Unterlagen, Material und offene Termine. Danach stehen meist diese Aufgaben an: Baustellen, Maße und technische Zeichnungen prüfen; Bleche und Profile zuschneiden und umformen; Dachrinnen, Rohre, Abdeckungen und Fassadenteile herstellen. Später kommen hinzu: Bauteile löten, falzen, schweißen und montieren; Anschlüsse und Durchdringungen dauerhaft abdichten; Bauteile warten, reparieren und Kunden beraten. Die genaue Reihenfolge hängt vom Betrieb und vom aktuellen Auftrag ab. Wichtig ist, dass du Ergebnisse kontrollierst, Abweichungen dokumentierst und deinen Arbeitsbereich sauber übergibst.

Wo du arbeitest

Du arbeitest in Klempner- und Spenglerbetrieben, Dachdeckerunternehmen, Fassadenbau oder Betrieben der technischen Gebäudeausrüstung – in Werkstatt und auf Baustellen.

Ein Tag als Klempner/in

So läuft dein Tag

Ehrlich aufgeschrieben, mit Uhrzeiten. Kein Tag ist wie der andere, so kann er aber aussehen.

  1. 7:00 Uhr

    Aufmaß am Objekt nehmen.

    Jedes Blechteil wird für dieses eine Dach gemacht.

  2. 8:30 Uhr

    In der Werkstatt zuschneiden und kanten, Falze vorbereiten.

  3. 10:30 Uhr

    Aufs Dach: Unterkonstruktion prüfen, Haften setzen.

  4. 12:30 Uhr

    Scharen einhängen und Falze schließen, Bewegungsspiel einplanen.

  5. 14:30 Uhr

    Anschlüsse an Kamin und Gaube ausbilden.

    Hier entstehen die Undichtigkeiten.

  6. 16:30 Uhr

    Rinne einhängen, Gefälle prüfen, Reste vom Dach nehmen.

Der Weg

So läuft die Ausbildung

  • Form und Dauer

    Duale Ausbildung im Handwerk

    42 Monate

    Lernorte: Unternehmen und Berufsschule. Im Unternehmen arbeitest du mit, in der Berufsschule kommt die Theorie dazu.

    Geprüft wird vor der zuständigen Kammer: einmal im Verlauf der Ausbildung und einmal am Ende.

  • Welchen Abschluss du brauchst

    Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Als Orientierung nennen viele Betriebe: Hauptschulabschluss oder mittlerer Abschluss. Hilfreich sind besonders Werken/Technik, Mathematik, Physik, Kunst/Gestaltung.

    Das ist eine Orientierung, keine harte Grenze. Betriebe achten auch auf Motivation, Zuverlässigkeit, praktische Erfahrungen und ein überzeugendes Praktikum.

  • Monoberuf

    Es gibt keine offiziellen Fachrichtungen. Der konkrete Betrieb prägt die späteren Einsatzschwerpunkte.

  • Bleche, Metalle und Oberflächen beurteilen
  • Aufmaße, Schablonen und Abwicklungen erstellen
  • Schneiden, kanten, biegen, runden und treiben
  • Falz-, Löt- und Schweißverbindungen herstellen
  • Dach-, Fassaden- und Entwässerungsteile montieren
  • Wärme-, Feuchte- und Korrosionsschutz beachten
  • Arbeiten prüfen und dokumentieren
Geld

Was du verdienst

Als Bandbreite, weil Region und Tarif unterscheiden. Ehrlich statt geschönt.

1. Ausbildungsjahr

ca. 900–1.200 €

2. Ausbildungsjahr

ca. 1.000–1.300 €

3. Ausbildungsjahr

ca. 1.100–1.400 €

4. Ausbildungsjahr

ca. 1.200–1.500 €

Nach der Ausbildung

Einstieg

ca. 2.800–3.300 € brutto im Monat

Mit Erfahrung oder Meisterbrief

ca. 3.600–4.800 € brutto im Monat

Es gilt der Tarifvertrag des Klempnerhandwerks, oft gemeinsam mit dem Dachdeckerhandwerk. Der Beruf ist selten, und das wirkt sich auf die Angebote aus.

Beispielhafte Branchenorientierung des Metallhandwerks 2026

Die Vergütung unterscheidet sich im Klempnerhandwerk stark nach Region, Innung und Tarifbindung.

Klartext

Beides gehört dazu

Wir sagen dir auch, was anstrengend ist. Lies beides, bevor du dich entscheidest.

Ehrlich anstrengend

  • Arbeit in der Höhe, bei Wind und Kälte. Schwindelfreiheit ist Voraussetzung.
  • Bleche haben scharfe Kanten; Schnittverletzungen sind das häufigste Risiko.
  • Im Sommer wird ein Metalldach über sechzig Grad heiß.
  • Ein kleiner Beruf: Nicht in jeder Stadt gibt es einen Ausbildungsbetrieb.

Besser als sein Ruf

  • Sehr selten und deshalb sehr gesucht. Gute Karten bei Bewerbungen.
  • Handwerkliche Präzision mit sichtbarem, oft schönem Ergebnis.
  • Kupfer und Zink altern zu Oberflächen, die Jahrzehnte halten.
  • Verdienst und Meisterperspektive liegen über vielen Bauhandwerken.
Ehrlicher Abgleich

Passt zu dir, wenn …

  • du Metall gerne exakt in räumliche Formen bringst
  • du Werkstattarbeit und Montage im Freien verbinden möchtest
  • du bei Anschlüssen und Abdichtungen sehr sorgfältig bist
  • du körperlich belastbar und höhentauglich bist
  • Handwerk
  • Mathematik
  • Körperliche Arbeit
  • Arbeiten draußen
  • Räumliches Denken

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Deine Zukunft

Das kannst du daraus machen

Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Meister/in im Klempnerhandwerk

    Ein meisterpflichtiges Handwerk mit wenig Nachwuchs. Der eigene Betrieb ist ein realistisches Ziel.

  • Denkmalpflege

    Turmdeckungen, Kupferdächer und historische Details brauchen Klempner, die alte Techniken beherrschen.

  • Metalldach und Fassade

    Stehfalzdeckungen aus Zink, Kupfer oder Aluminium sind Architektur, und eine gut bezahlte Spezialisierung.

  • Techniker/in oder Bauleitung

    Über die Fachschule kommst du in Arbeitsvorbereitung und Bauleitung im Metallbau am Gebäude.

Das wusstest du wahrscheinlich nicht

Metalldächer werden nicht starr befestigt, sondern mit Schiebehaften: Zink dehnt sich bei Sonne spürbar aus. Ein zehn Meter langes Blech wird an einem heißen Tag mehrere Millimeter länger, und muss dafür Platz haben.

Häufige Fragen

Was alle wissen wollen

Was macht ein/e Klempner/in?

Du arbeitest mit Blech am Gebäude: Dachrinnen und Fallrohre, Metalldächer, Fassadenbekleidungen, Abdeckungen und Anschlüsse. Zugeschnitten, gekantet, gefalzt und montiert.

Ist Klempner dasselbe wie Installateur?

Nein, und das ist die häufigste Verwechslung. Wer Heizung und Bad installiert, ist Anlagenmechaniker für SHK. Der Klempner arbeitet mit Blech am Dach und an der Fassade.

Wie viel verdient man als Klempner/in?

In der Ausbildung liegt die Vergütung je nach Tarifgebiet bei rund 900 bis 1.200 € im ersten Jahr. Nach der Ausbildung ist der Verdienst tariflich geregelt und liegt im oberen Bereich der Bauhandwerke.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Klempner?

Dreieinhalb Jahre.

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